Auswahl von relevanten Zeitungsartikeln aus Tschechien zum Thema Kernkraft vom 15.9.2026:
Inhalt:
Zwei Wege ins Atomgeschäft: Rolls-Royce hat Ausschreibungen online, KHNP prüft Unternehmen zunächst.
Gas an der Börse um 57 Prozent teurer – ČEZ hält Preise trotzdem niedrig.
Trump: Greift die Energieinfrastruktur nicht an – das schadet der Welt.
Google sichert sich für 20 Jahre Strom aus dem finnischen Kernkraftwerk Loviisa.
Siemens wird in Großbritannien wichtige Turbinenkomponenten für Rolls-Royce SMR fertigen
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Zwei Wege ins Atomgeschäft: Rolls-Royce hat Ausschreibungen online, KHNP prüft Unternehmen zunächst
15.09.2026 Tageszeitung Hospodářské noviny Autor: Viktor Votruba
Kernenergie
Wer Technologie für die kleinen Reaktoren von Rolls-Royce liefern will, kann bereits heute die Website aufrufen und sich konkrete Ausschreibungen ansehen. Die Wirtschaftskammer und der tschechische Energieverband haben ein neues Portal gestartet, das tschechischen Unternehmen den Zugang zu Aufträgen beim Bau kleiner modularer Reaktoren erleichtern soll. Auf der Website modulreaktor.cz finden Unternehmen konkrete Ausschreibungen, für die sie ihr Interesse bekunden können.
Der erste tschechische kleine modulare Reaktor soll in der zweiten Hälfte der 2030er-Jahre in Temelín entstehen. ČEZ prüft zugleich weitere Standorte, insbesondere Dětmarovice und Tušimice. Auch der koreanische Konzern KHNP hat für Zulieferer der neuen Reaktorblöcke in Dukovany bereits eine eigene Website, khnpcesko.cz, eingerichtet. Der Weg zu einem Auftrag ist hier allerdings ein anderer: Die Unternehmen müssen zunächst ein Registrierungs- und Qualifizierungsverfahren durchlaufen. Erst danach können sie sich um die geplanten Aufträge bewerben.
Der Unterschied zwischen den beiden Modellen zeigt, wie unterschiedlich sich zwei große Atomgeschäfte in Tschechien entwickeln. Rolls-Royce SMR veröffentlicht bereits konkrete Geschäftsmöglichkeiten. KHNP stellt zunächst einen Kreis qualifizierter Zulieferer zusammen. Gleichzeitig bereitet das Unternehmen die ersten Ausschreibungen für Dukovany 5 und 6 vor. Für die tschechische Industrie handelt es sich in beiden Fällen um bedeutende Aufträge.
Auf modulreaktor.cz sind derzeit zehn Ausschreibungen veröffentlicht. Die Unternehmen finden dort grundlegende Informationen zu den nachgefragten Waren und Dienstleistungen und können ihr Interesse an einer konkreten Ausschreibung bekunden. Die Wirtschaftskammer und der Energieverband prüfen anschließend die grundlegende Eignung des Interessenten und leiten die Informationen über ČEZ an Rolls-Royce SMR weiter. Über die eigentliche Aufnahme in die Ausschreibung und die Auswahl des Lieferanten entscheidet jedoch das britische Unternehmen.
Bei Rolls-Royce SMR ist auch die Größenordnung der Geschäftsmöglichkeiten von Bedeutung. Die Ausschreibungen beziehen sich nämlich nicht nur auf die künftigen kleinen Reaktoren in Tschechien. Das Unternehmen baut eine globale Lieferkette für eine Reihe von Projekten in Großbritannien und Europa auf, mit der Möglichkeit einer weiteren Ausweitung. Die Auswahl der Lieferanten für die wichtigsten Warengruppen soll nach dem derzeitigen Zeitplan bis Ende 2027 fortgesetzt werden.
„Kleine modulare Reaktoren sind nicht mehr nur eine Zukunftstechnologie, sondern schaffen bereits konkrete Chancen für die tschechische Industrie“, sagt Josef Kotrba, geschäftsführender Direktor des tschechischen Energieverbands. Nach Ansicht der Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer, Zuzana Krejčiříková, handelt es sich „um die Möglichkeit, über Jahrzehnte hinweg eine neue Säule der tschechischen Exportwirtschaft aufzubauen“. Tschechische Unternehmen müssten ihrer Ansicht nach nicht nur als direkte Lieferanten für Rolls-Royce SMR erfolgreich sein, sondern könnten auch als Subunternehmer strategischer Partner Aufträge erhalten.
In Dukovany ist das Verfahren weniger direkt. Unternehmen, die Lieferungen übernehmen wollen, müssen zunächst das Qualifizierungsverfahren von KHNP durchlaufen. Ende Februar teilte das koreanische Unternehmen mit, dass sich rund 160 tschechische Firmen im Registrierungsverfahren für qualifizierte Lieferanten für Dukovany befinden. Zugleich fordert KHNP die Unternehmen auf, sich möglichst frühzeitig zu registrieren, wenn sie problemlos an künftigen Ausschreibungen für Hilfseinrichtungen und Materialien, kurz AE&M, teilnehmen wollen.
KHNP geht nun in die nächste Phase über. Am Mittwoch kündigte das Unternehmen ein Treffen mit potenziellen tschechischen Lieferanten an, das noch vor dem eigentlichen Beginn der Ausschreibungen stattfinden soll. Eingeladen sind Unternehmen, die gerade im Bereich AE&M die Aufnahme in den Kreis der qualifizierten Lieferanten beantragt haben. Bereits im Januar hatte KHNP tschechischen Unternehmen den Zeitplan für die Ausschreibungen, die technischen Anforderungen sowie die Kriterien zur Bewertung der Qualität und technischen Eignung vorgestellt. Nach Angaben von ČEZ sollen die ersten KHNP-Ausschreibungen im Bereich AE&M bis Ende dieses Jahres veröffentlicht werden.
/gr/
Gas an der Börse um 57 Prozent teurer – ČEZ hält Preise trotzdem niedrig
15.09.2026 Tageszeitung Mladá fronta DNES
Die Sommer- und frühen Herbstmonate sind normalerweise eine Zeit, in der nur wenige Menschen an das Heizen denken. Für das Familienbudget sind sie jedoch von entscheidender Bedeutung, denn in dieser Zeit wird über die Ausgaben für die kommende Heizsaison entschieden.
Die Entwicklung an den Energiebörsen zeigt, dass vergleichsweise ruhige Phasen aufgrund geopolitischer Ereignisse und Nachfrageschwankungen schnell von Preissprüngen abgelöst werden können. Tschechische Haushalte und Unternehmen suchen daher zunehmend nach Sicherheit durch Festpreisprodukte und den Wechsel zu größeren und stabileren Energieversorgern. Experten empfehlen deshalb, nicht zu warten und bereits im Sommer die eigenen Energieverträge zu überprüfen, wenn genügend Zeit für einen ruhigen Vergleich der Angebote bleibt.
Warum es sich lohnt, die Energiekosten noch vor der Heizsaison zu überprüfen….
Die Lage an den Großhandelsmärkten bleibt äußerst empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen. Die Preise an den wichtigsten europäischen Energiebörsen unterliegen im Jahresverlauf spürbaren Schwankungen. Sie reagieren unter anderem auf die weltweite Nachfrage nach Flüssigerdgas (LNG), das Ende traditioneller Transitwege durch Osteuropa sowie die angespannte Lage im Nahen Osten. Ähnliche Schwankungen haben in den vergangenen Jahren wiederholt die Energiepreise für Millionen Verbraucher in ganz Europa beeinflusst.
Während der Gasverbrauch in den warmen Monaten deutlich niedriger ist, steigt die Nachfrage auf dem gesamten europäischen Kontinent mit den ersten kalten Tagen stark an. Kommt es gleichzeitig zu einem geopolitischen Krisenereignis oder einem unerwarteten Temperatursturz, können die Großhandelspreise innerhalb weniger Tage um mehrere Dutzend Prozent steigen.
In einer solchen Situation zahlt es sich aus, einen starken Versorger zu haben, der Energie verantwortungsvoll im Voraus eingekauft hat und deshalb nicht gezwungen ist, einen sprunghaften Anstieg der Großhandelspreise sofort an seine Kunden weiterzugeben. Der Gaspreis ist von Mitte Februar bis Juli um 57 Prozent gestiegen. Auch Strom wurde teurer.
„Der Preisanstieg an der Börse erinnert daran, dass die derzeit günstigen Bedingungen nicht ewig anhalten müssen. Gerade jetzt können Kunden die günstigen Gaspreise nutzen und sich noch vor dem Winter die Versorgung durch einen starken und stabilen Partner sichern“, sagt Tomáš Kadlec, Generaldirektor von ČEZ Prodej.
Für die Verbraucher in Tschechien ergibt sich daraus eine klare Schlussfolgerung: Die Überprüfung der Verträge und gegebenenfalls ein Wechsel des Energieversorgers noch vor Beginn der Heizsaison sind der wirksamste Schutz vor unerwarteten finanziellen Belastungen und ein Rezept für einen sorgenfreien Winter.
Günstiger Preis und starker Energieversorger als Absicherung….
Auch der Wahl des Energieversorgers sollte ausreichend Aufmerksamkeit gewidmet werden. Die stärksten Marktteilnehmer können Gas mit ausreichendem Vorlauf und in großen Mengen an den Börsen einkaufen. Dadurch können sie langfristig günstige Konditionen anbieten und Preisschwankungen an der Börse besser abfedern, ohne sie sofort an die Endkunden weitergeben zu müssen.
Zu den etablierten und stabilen Anbietern gehört beispielsweise ČEZ Prodej aus der ČEZ-Gruppe. Obwohl der Gaspreis steigt, hält ČEZ dank seiner starken Marktposition die Preise bislang niedrig – und zwar nicht nur für bestehende, sondern auch für neue Kunden, die von einem anderen Anbieter wechseln.
Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre, als der Zusammenbruch mehrerer Energieversorger Hunderttausende Menschen in Unsicherheit stürzte, wächst das Vertrauen in etablierte und bewährte Marken. Für die Verbraucher zahlt sich dies eindeutig aus. Die Menschen wollen nicht mehr riskieren, in die sogenannte Notversorgung durch den Versorger letzter Instanz zu geraten. In diesem Regime können die Preise deutlich steigen, da der Versorger die Energie zum jeweils aktuellen Preis am Großhandelsmarkt einkaufen muss.
Für immer mehr tschechische Familien, Selbstständige und Unternehmen ist dies ein entscheidendes Argument. Dabei geht es nicht nur um die Möglichkeit, Geld zu sparen, sondern vor allem um eine gesicherte Energieversorgung zu einem im Voraus bekannten Preis.
Digitalisierung und Anbieterwechsel online...
Eine Bank ohne Online-Banking und mobile App können sich heute nur noch wenige Menschen vorstellen. In der Energiewirtschaft ist die Situation bislang anders. Nicht jeder Energieversorger bietet digitale Online-Dienste an. Auch in diesem Fall kann es sich lohnen, auf einen größeren Anbieter zu setzen, der über ausreichende Mittel für Investitionen in die Digitalisierung und den Aufbau einer modernen IT-Infrastruktur verfügt.
Den Anbieterwechsel können Verbraucher heute vollständig online von zu Hause aus innerhalb weniger Minuten erledigen und sich dadurch den Gang zu den Filialen einzelner Unternehmen ersparen.
Bei dem bereits erwähnten Unternehmen ČEZ Prodej können Kunden, die sich für einen Wechsel ihrer Energieversorgung entscheiden, die Erledigung sämtlicher Formalitäten den Mitarbeitern von ČEZ Prodej überlassen. Dafür genügt eine Vollmacht. ČEZ übernimmt dann im Namen des Kunden sowohl die Kündigung beim bisherigen Anbieter als auch die gesamte weitere Kommunikation mit ihm.
Auch den Vertragsabschluss selbst möchte ČEZ seinen Kunden so einfach wie möglich machen. Entscheidet sich ein Kunde auf der Website für den Online-Vertragsabschluss, wird er durch einen übersichtlichen Prozess geführt. Wer sich die manuelle Eingabe seiner Daten ersparen möchte, kann einfach eine PDF-Datei mit seiner Abrechnung hochladen – die benötigten Angaben werden anschließend automatisch übernommen.
/gr/
Trump: Greift die Energieinfrastruktur nicht an – das schadet der Welt
15.9.2026 Tageszeitung MF DNES CTK
WASHINGTON – Die Ukraine und Russland haben sich darauf verständigt, gegenseitige Angriffe auf die Energieinfrastruktur einzustellen. Das erklärte der US-Präsident Donald Trump gestern. Seiner Ansicht nach waren diese Angriffe und nicht sein Krieg im Iran für den Anstieg der weltweiten Dieselpreise verantwortlich, was der ganzen Welt schade.
Sollten die Partner der Ukraine dafür sorgen, dass Russland ihre Energieinfrastruktur nicht mehr angreift, sei auch die Ukraine bereit, die Angriffe einzustellen, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dazu.
„Die Ukraine hat zugestimmt, keine russischen Energieanlagen anzugreifen. Russland hat dem ebenfalls zugestimmt! Der Anstieg der Dieselpreise auf den Weltmärkten ist vor allem auf den Krieg zwischen Russland und der Ukraine zurückzuführen, nicht auf den Iran“, erklärte Trump. In den vergangenen beiden Tagen hatte er an die von Russland angegriffene Ukraine appelliert, keine russischen Raffinerien anzugreifen.
/gr/
Google sichert sich für 20 Jahre Strom aus dem finnischen Kernkraftwerk Loviisa
15.9.2026 oenergetice.cz
Autor: Jiri Salavec
Das US-Technologieunternehmen Google hat einen Stromabnahmevertrag für das finnische Kernkraftwerk Loviisa abgeschlossen. Dank des Vertrags für die Jahre 2028 bis 2049 kann der Betreiber des Kraftwerks seine Investitionen zur Verlängerung der Betriebsdauer abschließen. Darüber hinaus steht eine Erhöhung der installierten Leistung des Kraftwerks im Raum, die derzeit bei rund 1 GW liegt. Google will in den kommenden zwei Jahren massiv in den Bau von Rechenzentren und die dazugehörige Infrastruktur in Finnland investieren.
Das US-Technologieunternehmen Google hat seine Pläne für die technologische Entwicklung und seine Energieaktivitäten in Finnland vorgestellt. Im Rahmen dieser Aktivitäten schloss das Unternehmen mit Fortum einen Stromabnahmevertrag (PPA) über die Lieferung von Strom aus dem Kernkraftwerk Loviisa ab. Durch die Vereinbarung für den Zeitraum von 2028 bis 2049 erhält Google Zugriff auf bis zu 50 Prozent der Stromproduktion des aus zwei Blöcken bestehenden Kraftwerks mit einer installierten Leistung von 1014 MW.
„Finnland hat die einzigartige Chance, sein dekarbonisiertes, zuverlässiges Stromsystem und seine robuste industrielle Infrastruktur zur Grundlage für die nächste Welle nachhaltigen industriellen Wachstums zu machen. Langfristige Partnerschaften wie jene zwischen Fortum und Google sind für die Erreichung dieses Ziels unerlässlich, insbesondere im heutigen unsicheren Marktumfeld, das durch geringe Planungssicherheit und eine hohe Volatilität der Strompreise gekennzeichnet ist. Unsere Zusammenarbeit mit Google schafft zudem eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung und den zuverlässigen Betrieb unseres Kraftwerks Loviisa in den kommenden Jahrzehnten“, sagte Markus Rauramo, Präsident und Generaldirektor von Fortum.
Das Kernkraftwerk Loviisa verfügt über VVER-440-Reaktoren, die im Jahre 1977 in Betrieb genommen wurden und rund zehn Prozent der Stromerzeugung Finnlands abdecken. Fortum erhielt von der finnischen Regierung eine Betriebsgenehmigung für das Kraftwerk bis zum Jahr 2050 und setzt derzeit ein Investitionsprogramm zur Verlängerung seiner Betriebsdauer um. Dank der Vereinbarung mit Google kann Fortum dieses Programm abschließen und zudem eine mögliche weitere Erhöhung der installierten Leistung um 10 MW realisieren.
„Diese Investitionen sind in Finnland sehr willkommen und zeigen, dass Investitionen in die Infrastruktur für künstliche Intelligenz so gestaltet werden können, dass sie sowohl den lokalen Gemeinschaften als auch dem gesamten Energiesystem zugutekommen. Um Wert sowohl für Investoren als auch für die finnische Gesellschaft zu schaffen, brauchen wir eine langfristige Perspektive und Entschlossenheit. Eine langfristige Vereinbarung trägt dazu bei, sicherzustellen, dass neue Erzeugungskapazitäten so entwickelt werden, dass sie die wachsende Nachfrage decken können“, sagte Sari Multala, finnische Ministerin für Klima und Umwelt.
Massive Investitionen in Finnland...
Google plant, in den kommenden zwei Jahren mindestens 13 Milliarden Euro (rund 315 Milliarden tschechische Kronen) in Finnland zu investieren. Die Investitionen fließen vor allem in neue Rechenzentren und die dazugehörige Infrastruktur. Im Rahmen seines Energieportfolios will Google neben der Kernenergie auch Windkraftprojekte mit einer installierten Leistung von 629 MW sowie den Bau eines Batteriespeichers mit einer Leistung von 94 MW unterstützen.
Im Rahmen des Investitionsprogramms hat Google zudem Mittel für den Naturschutz und die Unterstützung lokaler Gemeinschaften vorgesehen.
„Finnland ist ein attraktiver Investitionsstandort, und weitere Investitionen zu gewinnen, bleibt eine unserer Prioritäten. Die Entscheidung von Google ist ein klarer Beleg für unsere Stärken. Der Nutzen der Datenwirtschaft geht weit über direkte Investitionen hinaus und fördert Innovation, Forschung und Entwicklung. Die Vertiefung unserer Zusammenarbeit mit Google wird beiden Seiten langfristige Vorteile bringen“, sagte der finnische Ministerpräsident Petteri Orpo.
Quelle: https://oenergetice.cz/jaderne-elektrar ... ny-loviisa
/gr/
Siemens wird in Großbritannien wichtige Turbinenkomponenten für Rolls-Royce SMR fertigen
14.9.2026 oenergetice.cz
Autor: Jiri Puchnar
Siemens Energy wird in seinem Werk in Newcastle ausgewählte Komponenten des Turbinensystems für das britische Rolls-Royce-SMR-Programm fertigen. Der Auftrag soll die britische Lieferkette stärken und Produktionskapazitäten für die Kernenergie im Land erhalten.
Die Fertigung betrifft die ersten drei geplanten Blöcke des Projekts Gwyndod und umfasst unter anderem Hochdruckkomponenten von Dampfturbinen sowie Ventilgehäuse. Nach Angaben von Rolls-Royce SMR handelt es sich um die erste Fertigung dieser Komponenten für einen kleinen modularen Reaktor in Europa. Rolls-Royce SMR Die Einbindung des Siemens-Energy-Werks im Nordosten Englands soll zudem mehr als 550 Arbeitsplätze unterstützen.
Newcastle wird auch zum Servicezentrum...
Das Werk CA Parsons Works soll neben der Fertigung auch als Servicezentrum von Siemens Energy für wichtige Komponenten der britischen Rolls-Royce-SMR-Flotte dienen. Der Standort blickt auf eine lange Tradition in der Herstellung von Energietechnik zurück. Turbinen werden hier seit Ende des 19. Jahrhunderts gefertigt. Das Werk war unter anderem an der Lieferung einer Dampfturbine für das britische Kernkraftwerk Calder Hall beteiligt, das 1956 mit der Stromproduktion begann.
Rolls-Royce SMR hatte Siemens Energy bereits im Februar 2025 als globalen Partner für Turbinensysteme ausgewählt. Die Zusammenarbeit umfasst die Entwicklung, Fertigung, Installation und Inbetriebnahme von Turbinen für künftige Projekte mit dieser Technologie. Siemens Energy Siemens Energy soll Dampfturbinen, Generatoren und zugehörige Hilfssysteme liefern.
Drei Blöcke sollen rund 1,4 GW Leistung liefern….
Das Kraftwerk Gwyndod soll am Standort Wylfa auf der Insel Anglesey im Norden von Wales entstehen. Die britische Regierung wählte Wylfa im November 2025 für das erste britische SMR-Projekt aus. Die erste Phase umfasst drei Rolls-Royce-SMR-Blöcke mit jeweils 470 MW elektrischer Leistung. Langfristig hält die britische Regierung eine Nutzung des Standorts für bis zu acht Reaktoren für möglich.
Great British Energy – Nuclear und Rolls-Royce SMR unterzeichneten im April dieses Jahres einen Vertrag, der den Beginn der Arbeiten an dem standortspezifischen Projekt ermöglichte. Die derzeitige erste Vertragsphase umfasst insbesondere Planungs- und Vorbereitungsarbeiten für die drei Blöcke. Der eigentliche Bau sowie die Lieferung und Installation der Anlagen sollen erst in einer zweiten Phase folgen. Voraussetzung dafür sind eine positive endgültige Investitionsentscheidung und weitere Projektgenehmigungen.
Auch das Reaktordesign durchläuft noch das britische Genehmigungsverfahren. Rolls-Royce SMR befindet sich in der dritten und detailliertesten Phase des Generic Design Assessment (GDA), das von der britischen Atomaufsichtsbehörde ONR gemeinsam mit der Environment Agency und Natural Resources Wales durchgeführt wird. Das Projekt kann daher bislang nicht als vollständig für den Bau genehmigt betrachtet werden.
Großbritannien will heimische Atomindustrie stärken….
Die Verlagerung der Fertigung wichtiger Turbinenkomponenten nach Newcastle steht im Zusammenhang mit den Bemühungen der britischen Regierung, den heimischen Anteil an der Lieferkette für neue Kernkraftprojekte zu erhöhen. Siemens Energy geht zugleich davon aus, dass das Werk Komponenten nicht nur für die ersten britischen Blöcke, sondern auch für künftige Rolls-Royce-SMR-Projekte auf Exportmärkten fertigen wird.
Nach Angaben des Unternehmens soll die Nutzung des traditionsreichen Turbinenwerks dazu beitragen, spezialisierte Produktionskapazitäten und entsprechendes Fachwissen im Land zu erhalten. Die Fertigung der Ausrüstung für die ersten drei Reaktoren von Gwyndod stellt damit einen konkreten Schritt beim Aufbau einer britischen Lieferkette für das Programm der kleinen modularen Reaktoren dar.
/gr/
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Mgr. Gabriela Reitingerova
OIŽP - Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí / BIU - Bürgeriniative Umweltschutz
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Re: Anti-Atom Monitoring der tschechischen Presse
Auswahl von relevanten Zeitungsartikeln aus Tschechien zum Thema Kernkraft vom 16.9.2026:
Inhalt:
Gemeinden in der Region Vysočina atmen auf: Uranmine bei Brzkov wird nicht gebaut.
Dukovany als Katze im Sack.
In Brünn werden neue Kernkraftwerksoperatoren ausgebildet.
Neues Gutachten bestätigt Wert der ČEZ-Beteiligung an JESS, die die Slowakei übernehmen will.
Rückkehr nach vier Jahren: US-Kernkraftwerk Palisades steht vor dem Neustart.
Fortum beantragt in Schweden Unterstützung für neues Kernkraftprojekt mit bis zu 3,4 GW Leistung
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Gemeinden in der Region Vysočina atmen auf: Uranmine bei Brzkov wird nicht gebaut
15.09.2026 Jihlavske listy Autor: David Kratochvíl
Das tschechische Umweltministerium (MŽP) hat das Verfahren zur geplanten Uranförderung bei Brzkov endgültig eingestellt. Damit geht für die Bewohner des kleinen Dorfes unweit von Polná eine zehnjährige Phase der Ungewissheit und Sorge zu Ende.
In dem jahrelangen Verfahren hatte das staatliche Unternehmen DIAMO versucht, das geschützte Lagerstättengebiet für den Uranabbau in der Umgebung von Brzkov zu erweitern.
„Das Unternehmen konnte jedoch auch innerhalb der mehrfach verlängerten Fristen die gesetzlich vorgeschriebene Bescheinigung über die Existenz einer Lagerstätte von wirtschaftlichem Interesse nicht vorlegen“, teilte Rechtsanwalt Luboš Kliment mit, der die rechtlichen Schritte der betroffenen Gemeinden koordinierte.
Gegen die Wiederaufnahme des Uranabbaus hatten sich Brzkov sowie die Nachbargemeinden Věžnice, Polná und Přibyslav langfristig und systematisch gewehrt.
Gemeinden verbergen ihre Erleichterung nicht...
Der Antrag auf Erweiterung des geschützten Lagerstättengebiets lag mehr als zehn Jahre bei den Behörden. Das Umweltministerium hat das Verfahren nun jedoch rechtskräftig beendet, weil das staatliche Unternehmen DIAMO die entscheidenden Unterlagen nicht vorlegen konnte.
Der Bürgermeister von Brzkov, Aleš Bořil, zeigte sich erleichtert. „Wir betrachten die Einstellung des Verfahrens als großen Sieg des gesunden Menschenverstands und vor allem als Bestätigung dafür, dass die Stimme der Gemeinden und der örtlichen Bevölkerung gehört werden muss. Zehn Jahre lang haben wir uns Sorgen über die Auswirkungen des Abbaus auf die Landschaft, die Qualität des Grundwassers und die Lebensqualität in unserer Region gemacht. Die heutige Entscheidung des Ministeriums gibt uns und den kommenden Generationen die Gewissheit, dass unsere Heimat nicht durch den Bergbau zerstört wird“, sagte er.
Neben dem unmittelbaren Schutz der Natur und der Trinkwasserressourcen habe der erfolgreiche Widerstand der Gemeinden nach Angaben des Bürgermeisters auch verhindert, dass der Staat künftig enorme Kosten für die Sanierung der Landschaft nach einem möglichen Uranabbau tragen müsste.
Die Umweltorganisation Calla weist darauf hin, dass die Entscheidung des Ministeriums auch ein Gewinn für die Geldbeutel aller Bürgerinnen und Bürger Tschechiens sei. Wäre die Uranmine bei Brzkov eröffnet worden, hätten die Steuerzahler nicht nur den Bau der Mine, sondern auch die Errichtung einer neuen chemischen Aufbereitungsanlage für Uranerz mitfinanzieren müssen.
Uranabbau bereits vor Jahren beendet...
Edvard Sequens, Energieberater der Umweltorganisation Calla, erklärte dazu: „Der Uranabbau in Tschechien endete im Jahre 2017 mit der Förderung der letzten Tonnen in Rožná. Angesichts der Schäden in Milliardenhöhe, die die Uranindustrie in der Umwelt hinterlassen hat, sollte dies endgültig das Ende gewesen sein. Deshalb begrüßen wir, dass der Versuch, die Uran-Geister der Vergangenheit in der Region Vysočina wiederzubeleben, mit der Entscheidung des Umweltministeriums beendet ist.“
Die ursprünglich in Betracht gezogene Aufbereitungsanlage in Dolní Rožínka im Bezirk Žďár nad Sázavou befindet sich bereits in der Stilllegung. Tschechien muss bis heute in großem Umfang für die Hinterlassenschaften der Bergbauprojekte des vergangenen Jahrhunderts aufkommen.
Allein bis Ende 2025 hat der Staat rund 63 Milliarden Kronen für die Sanierung der Schäden durch den Uranabbau und die Uranverarbeitung ausgegeben. Darin sind die Sozialprogramme für die Bergleute noch nicht enthalten.
In den kommenden Jahren werden weitere Dutzende Milliarden Kronen aus dem Staatshaushalt für diese Zwecke aufgewendet werden müssen.
/gr/
Dukovany als Katze im Sack
16.09.2026 Zeitung A2 Autor: Edvard Sequens
Der tschechische Industrieminister Karel Havlíček dürfte Mitte August einige Menschen überrascht haben, als er die Karten über den Preis der beiden neuen Reaktoren in Dukovany auf den Tisch legte.
Erinnern Sie sich noch daran, wie Politiker und Journalisten immer wieder betonten, wie günstig das Angebot des südkoreanischen Staatsunternehmens KHNP sei, und sich selbst und ganz Tschechien versicherten, wir würden gerade einmal 400 Milliarden Kronen bezahlen? Genauer gesagt handelt es sich dabei um den Preisstand von 2024, als die Angebote für die Ausschreibung eingingen. Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ein Jahr später waren es bereits 407 Milliarden Kronen, und die Inflation wird den Betrag bis zum Ende des kommenden Jahrzehnts weiter in die Höhe treiben – bis die Reaktoren mit der Stromproduktion beginnen und die letzte Rate der Investition bezahlt ist.
Bereits im Jahre 2024 hatten zahlreiche Menschen und Nichtregierungsorganisationen darauf hingewiesen, dass zu dieser Summe noch die Kosten für die Finanzierung hinzukommen würden – etwa Zinsen für Kredite oder Anleihen. Genau das hat Minister Havlíček nun eingeräumt. Seiner Einschätzung zufolge könnte der Endpreis der neuen Dukovany-Reaktoren bei 700 Milliarden Kronen liegen. Hören Sie dieses Schweigen in den Medien?
Die Realität dürfte allerdings noch wesentlich schlimmer aussehen. Bei neuen Kernkraftwerken in Europa und den USA beobachten wir mit geradezu eiserner Regelmäßigkeit durchschnittliche Kostensteigerungen von mehr als 100 Prozent während der Bauphase. Hinzu kommt, dass die APR1000-Reaktoren, die das Unternehmen KHNP bauen soll, bislang nirgendwo auf der Welt in Betrieb sind. Es handelt sich um den ersten Reaktor dieses Typs, und in einem solchen Fall sind Bauverzögerungen und Kostensteigerungen üblich.
Außerdem müssen die Südkoreaner erst ihre Lieferketten in Europa aufbauen und werden auch mit regulatorischen Risiken konfrontiert sein. Welche Kostensteigerungen in welchem Umfang und unter welchen Bedingungen zulasten des Auftragnehmers beziehungsweise des Investors gehen, bleibt in den veröffentlichten Verträgen allerdings geheim. Dabei hatte uns die Regierung bei der Unterzeichnung versichert, KHNP garantiere den Preis und Kostenüberschreitungen würden uns nicht betreffen.
Nur: Wahrscheinlich betreffen sie uns sehr wohl.
Überraschende Informationen finden sich in der kürzlich veröffentlichten Entscheidung der Europäischen Kommission über die Einleitung einer eingehenden Prüfung der Rechtmäßigkeit der geplanten staatlichen Beihilfe für Dukovany aus dem tschechischen Staatshaushalt.
Während der Bauphase soll ein zinsloses Darlehen, das ČEZ erhalten wird, auch mögliche Kostenüberschreitungen abdecken. Insgesamt geht es um bis zu 900 Milliarden Kronen für beide Blöcke. Diese Summe soll ČEZ anschließend über einen Zeitraum von 40 Jahren – möglicherweise sogar noch länger – aus den Einnahmen aus dem Verkauf des in den neuen Reaktoren erzeugten Stroms zurückzahlen.
Da der Strom aus den neuen Reaktoren bereits heute preislich nicht mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen konkurrieren kann, haben die Politiker eine Garantie für den Abnahmepreis vorbereitet. Die Differenz werden wir über den Preis jeder verbrauchten Kilowattstunde mitfinanzieren. Und das kann sich über Generationen hinziehen.
Wenn uns Dukovany also fast eine Billion Kronen kosten können, dürfte es bei den neuen Reaktoren in Temelín ähnlich aussehen, mit denen die derzeitige Regierung Tschechien noch stärker verschulden will.
Damit ist es allerdings noch nicht getan. Die Regierung würde gerne nach einem ähnlichen Mechanismus auch die Entwicklung kleiner modularer Reaktoren unterstützen, die ČEZ gemeinsam mit Rolls-Royce in Tschechien bauen will. Vorausgesetzt natürlich, dass deren Entwicklung überhaupt erfolgreich abgeschlossen werden kann.
In jedem Fall werden die Politiker entscheiden müssen, welche strategischen Prioritäten und welche Sozialprogramme sich Tschechien künftig noch leisten können wird.
Die Schlinge um die Katze im Sack namens Atomkraft zieht sich also weiter zu.
Obwohl der Bau der neuen Reaktoren mit staatlicher Unterstützung aus unseren Steuergeldern finanziert werden soll, schlägt das Industrieministerium vor, sämtliche Verträge im Bereich der Kernenergie – auch rückwirkend – nicht mehr im Vertragsregister zu veröffentlichen. Dieses Register soll eigentlich Transparenz, öffentliche Kontrolle und den Schutz des Wettbewerbs gewährleisten.
Die Änderung des Gesetzes über das Vertragsregister ist Bestandteil des derzeit zur Stellungnahme vorliegenden Entwurfs einer Novelle, des sogenannten Niedrigemissionsgesetzes.
Und wieder einmal – hören Sie dieses Schweigen?
/gr/
In Brünn werden neue Kernkraftwerksoperatoren ausgebildet
16.09.2026 Tageszeitung Mladá fronta DNES Region Brünn-Seite 10 (adb)
BRÜNN - Zwei Jahre Ausbildung im Schulungszentrum, anschließend die Arbeit in der Blockwarte eines Kernkraftwerks.
Für 28 künftige Operatoren und Operatorinnen hat gestern in Brünn die fachliche Ausbildung begonnen. Unter ihnen sind auch acht künftige Mitarbeiter der neuen Kernkraftwerksblöcke in Dukovany, die bislang noch gar nicht gebaut sind.
ČEZ stellte bisher jährlich etwa 20 bis 24 neue Mitarbeiter ein. In diesem Jahr ist die Einstellung damit so umfangreich wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Der Grund dafür ist nicht nur der Generationenwechsel, sondern auch die Vorbereitung auf neue Kernkraftwerke.
„Mit der Aufstockung verfolgen wir zwei Ziele. Zum einen geht es natürlich darum, unser eigenes Personal zu ergänzen, zum anderen um die Vorbereitung von Personal für neue Kernkraftwerke – sowohl für Dukovany 5 und 6 als auch für kleine modulare Reaktoren“, erklärt Bohdan Zronek, Direktor der Abteilun Kernenergie der ČEZ-Gruppe.
Seinen Angaben zufolge wird der Konzern auch in den kommenden Jahren eine größere Zahl neuer Operatoren einstellen. Auf diese Weise will er rechtzeitig Personal ausbilden, damit die Mitarbeiter beim Start der neuen Dukovany-Blöcke bereits über die erforderliche praktische Erfahrung verfügen.
Der Weg zur selbstständigen Tätigkeit ist anspruchsvoll. Die Neulinge absolvieren zunächst eine rund zweijährige Grundausbildung. Dabei lernen sie die Technologie der Kernkraftwerke, Sicherheitsverfahren und die Bedienung der Anlagen kennen.Ein Bestandteil der Ausbildung ist auch ein praktisches Training an Simulatoren. Bereits während der Ausbildung absolvieren sie Praktika im Kraftwerk – stets unter der Aufsicht erfahrener Mitarbeiter.
Nur etwa jeder zehnte Bewerber erfüllt die Anforderungen...
Zu den neuen Operatoren gehört auch Jakub Michal. Er hat Energietechnik an der Fakultät für Maschinenbau der Technischen Universität Brünn studiert. An der Tätigkeit reizt ihn vor allem die Verantwortung.
„Ein Operator ist so etwas wie ein Arzt, zu dem das Kraftwerk zu Vorsorgeuntersuchungen kommt. Genauso wie ein Arzt seinen Patienten muss ein Operator sein Kraftwerk kennen. Er muss jedes Detail kennen und sich gut darum kümmern“, beschreibt er seine Tätigkeit.
Laut Zronek ist auch die psychische Belastbarkeit von großer Bedeutung. Aufgrund der spezifischen Anforderungen stellt ČEZ nur etwa ein Zehntel der Bewerber ein.
„Für die Arbeit in der Warte brauchen wir nun einmal Menschen mit einem bestimmten Profil, die in der Lage sind, auch unter Druck über längere Zeit zuverlässig Leistung zu erbringen“, betont er.
Das derzeitige Ausbildungszentrum ist in Tschechien einzigartig. In Zukunft dürfte jedoch wahrscheinlich ein weiteres hinzukommen.
„Wir wollen noch ein Schulungszentrum errichten, damit wir die Ausbildung für Temelín und Dukovany voneinander trennen und die Kapazität erhöhen können. Wir würden uns wünschen, dass es in den kommenden zwei bis drei Jahren entsteht“, schließt Zronek.
/gr/
Neues Gutachten bestätigt Wert der ČEZ-Beteiligung an JESS, die die Slowakei übernehmen will
16.9.2026 Seznam Zpravy Autor: Radek Vebr
ČTK
Ein neues Sachverständigengutachten bestätigt, dass die frühere Bewertung der Beteiligung des tschechischen Energiekonzerns ČEZ an der slowakischen Gesellschaft Jadrová energetická spoločnosť Slovenska (JESS) korrekt ist. Die slowakische Regierung will die Kontrolle über das Unternehmen übernehmen.
Wie slowakische Medien am Dienstag berichteten, informierte darüber das staatlich kontrollierte Unternehmen JAVYS, das 51 Prozent an JESS hält. Die Information wurde auch von ČEZ in einer Pressemitteilung bestätigt.
Laut einem Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY, das bereits früher erstellt worden war, beträgt der Marktwert des 49-prozentigen Anteils von ČEZ an JESS 189,4 Millionen Euro (4,6 Milliarden Kronen). Diese Bewertung wurde nun durch eine fachliche Stellungnahme der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG bestätigt.
Die JESS-Aktionäre hatten sich im August auf eine Überprüfung des EY-Gutachtens geeinigt. Der Anlass war dafür ein Streit zwischen dem slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico und dem Wirtschaftsministerium über den Preis, den der Staat für den Anteil von ČEZ zahlen soll. Das tschechische Unternehmen erklärte, dass es sowohl mit den Ergebnissen des EY-Gutachtens als auch mit der anschließenden Überprüfung durch KPMG übereinstimmt.
Die Slowakei und ČEZ gründeten JESS während der ersten Regierung Ficos im Jahr 2009. Die derzeitige Fico-Regierung hat jedoch beschlossen, dass das neue Kernkraftwerk in staatlichem Besitz sein soll. Dafür soll der Staat den Anteil von ČEZ an JESS übernehmen. Mit der Abwicklung der Transaktion wurde das Wirtschaftsministerium beauftragt, das dies jedoch auch innerhalb einer verlängerten Frist nicht geschafft hat. Diese Frist lief im Juli dieses Jahres ab. Das Ministerium erklärte anschließend, dass vor allem unterschiedliche Vorstellungen über den Wert der tschechischen Beteiligung den Abschluss der Transaktion verzögerten.
Der Hauptpartner Bratislavas beim Bau des neuen Kernkraftwerks in staatlichem Besitz soll nach früheren Informationen das US-Unternehmen Westinghouse werden. Für den Bau des neuen Kraftwerks mit einer Leistung von rund 1.200 Megawatt will der Staat die bestehende Infrastruktur in Jaslovské Bohunice nutzen. Dort hatte die Slowakei in den Jahren 2006 und 2008 aufgrund ihrer Verpflichtungen gegenüber der EU zwei Blöcke des älteren Kernkraftwerks V1 abgeschaltet.
Gleichzeitig betreibt der größte Stromerzeuger der Slowakei, das Unternehmen Slovenské elektrárne (SE) aus der Gruppe Energetický a průmyslový holding (EPH), an diesem Standort sein eigenes Kernkraftwerk.
https://www.seznamzpravy.cz/clanek/ekon ... sko-315449
/gr/
Rückkehr nach vier Jahren: US-Kernkraftwerk Palisades steht vor dem Neustart
12.9.2026 oenergetice.cz Autor: Jiří Salavec
Das US-Kernkraftwerk Palisades ist seinem Neustart wieder ein Stück näher gekommen, nachdem es vier Jahre lang keinen Strom produziert hat. Techniker haben mit der Beladung des Reaktors mit Kernbrennstoff begonnen. Der Reaktorblock verfügt über eine installierte Leistung von 805 MW. Bei einem reibungslosen Verlauf soll der Kernkraftwerksblock noch in diesem Jahr wieder ans Netz gehen. Die Neustarts US-amerikanischer Kernkraftwerke werden vor allem durch den wachsenden Strombedarf von Rechenzentren vorangetrieben.
Das US-Energieunternehmen Holtec International hat bekannt gegeben, dass es mit der Beladung des Reaktors des Kernkraftwerks Palisades mit Kernbrennstoff begonnen hat. Insgesamt werden die Techniker 204 Brennelemente in den Reaktor laden. Einige davon wurden bereits vor der Abschaltung des Reaktors im Jahr 2022 teilweise eingesetzt.
„Die Beladung des Reaktors von Palisades mit Brennstoff ist ein wichtiger Meilenstein und ein Ausdruck der enormen Anstrengungen der Männer und Frauen, die dieses Kraftwerk bis zu diesem Punkt gebracht haben. Ich bin stolz darauf, eine Organisation mit so talentierten und engagierten Menschen zu leiten, die einen tiefen Stolz auf dieses Kraftwerk und ein großes Verantwortungsgefühl gegenüber ihrer Gemeinde empfinden“, erklärte Fadi Diya, bei Holtec International für den Nuklearbereich verantwortlicher Direktor.
https://oenergetice.cz/jaderne-elektrar ... k-restartu
/gr/
Fortum beantragt in Schweden Unterstützung für neues Kernkraftprojekt mit bis zu 3,4 GW Leistung
11.9.2026 oenergetice.cz
Autor: Jiří Puchnar
Die Projektgesellschaft NuCore Energi aus dem Fortum-Konzern hat bei der schwedischen Regierung staatliche Unterstützung für die Vorbereitung eines neuen Kernkraftwerks am Standort des Kernkraftwerks Oskarshamn beantragt. Technologisch ist das Projekt bislang offen und sieht Varianten mit kleinen modularen sowie großen Reaktoren mit einer Gesamtleistung von 1.200 bis 3.400 MW vor.
Der Antrag betrifft den Standort Ävrö in der Gemeinde Oskarshamn und leitet Gespräche mit der Regierung über die konkreten Bedingungen und den Umfang einer möglichen Unterstützung ein. Fortum und NuCore Energi haben bislang noch keine Investitionsentscheidung getroffen. Das weitere Vorgehen wird unter anderem vom Ausgang dieser Verhandlungen abhängen.
Technologie bislang nicht ausgewählt...
Der Entwurf sieht mehrere Varianten mit kleinen und großen Reaktoren vor. Fortum hatte bereits im Rahmen einer Machbarkeitsstudie drei Unternehmen für eine engere Zusammenarbeit ausgewählt: EDF mit der EPR-Technologie, Westinghouse und Hyundai E&C mit dem AP1000-Reaktor sowie GE Vernova Hitachi mit dem kleinen modularen Reaktor BWRX-300. Im Juni 2025 schloss Fortum mit diesen Unternehmen Vereinbarungen über die Zusammenarbeit in einer frühen Projektphase. Diese umfassen insbesondere die Projektplanung, die Anpassung der Designs an die jeweiligen Standorte sowie Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem Genehmigungs- und Zulassungsverfahren. Für das Projekt in Oskarshamn wurde jedoch bislang noch keine konkrete Technologie ausgewählt.
Für die Vorbereitung des schwedischen Projekts gründete Fortum die eigenständige Gesellschaft NuCore Energi. Sie soll das geplante neue Kraftwerk und die dazugehörige Infrastruktur vorbereiten, errichten, besitzen und betreiben. NuCore Energi befindet sich derzeit vollständig im Besitz von Fortum. Nach und nach sollen jedoch weitere Investoren in das Projekt einsteigen. Fortum schließt auch eine Beteiligung des schwedischen Staates nicht aus und will seinen eigenen Anteil schrittweise reduzieren und langfristig nur noch Minderheitsaktionär bleiben.
Weitere Entwicklung hängt von Abnehmern und Zugang zum Standort ab….
Die Fortsetzung des Projekts wird nach Angaben von Fortum unter anderem von einer langfristigen politischen Unterstützung der Kernenergie sowie von Abnahmeverpflichtungen industrieller Kunden für den Strom aus der neuen Anlage abhängen. Die endgültige Größe des Kraftwerks soll außerdem von der gewählten Technologie, dem erwarteten Anstieg der Stromnachfrage und der Aufteilung der Risiken zwischen Investoren und Staat abhängen.
Eine weitere wichtige Voraussetzung ist die Sicherung des Zugangs zu den Grundstücken am Standort Ävrö sowie der Kontrolle über diese. Die Grundstücke gehören derzeit der Gesellschaft Oskarshamns Kraftgrupp AB (OKG), die das Kernkraftwerk Oskarshamn betreibt. Fortum hält an OKG einen Anteil von 45,5 Prozent, während Uniper mit 54,5 Prozent Mehrheitsaktionär ist.
Schweden teilt einen Teil der Investitionsrisiken...
Das schwedische Fördermodell für neue Kernkraftwerke kombiniert staatliche Kredite, einen zweiseitigen Differenzvertrag (Contract for Difference, CfD) und einen Mechanismus zur Teilung ausgewählter Risiken. Der Förderrahmen ist auf Investitionen in neue Kernkraftwerke mit einer gesamten installierten Leistung von rund 5 GW begrenzt.
Mit der Annahme des Antrags entsteht noch kein automatischer Anspruch auf staatliche Unterstützung. Es folgen Verhandlungen zwischen dem Investor und der Regierung; eine mögliche Förderung muss anschließend von der Europäischen Kommission nach den EU-Beihilfevorschriften genehmigt werden.
Am weitesten fortgeschritten ist bislang das Projekt Videberg Kraft am Kernkraftwerk Ringhals. Die schwedische Regierung beschloss im Juni, dass der Staat einen Anteil von 60 Prozent an der Projektgesellschaft übernehmen wird. Vattenfall und das Industriekonsortium Industrikraft sollen nach Abschluss der Übertragung jeweils 20 Prozent halten. Gleichzeitig wurden die wichtigsten Eckpunkte der finanziellen Unterstützung für das Projekt vereinbart.
NuCore hat fünften Antrag auf staatliche Unterstützung gestellt….
NuCore Energi ist bereits der fünfte Antragsteller auf staatliche Unterstützung nach dem neuen schwedischen Finanzierungsrahmen für den Bau von Kernkraftwerken. Zuvor hatten Videberg Kraft für das Projekt am Kernkraftwerk Ringhals, Blykalla für ein Kraftwerk in Norrsundet, Studsvik für Projekte an den Standorten Nyköping und Valdemarsvik sowie Nordic Baseload Power für zwei große Reaktorblöcke in Barsebäck entsprechende Anträge gestellt.
Blykalla stellte gleichzeitig einen Antrag auf Genehmigung eines weiteren Projekts am Standort Untra in der Gemeinde Tierp. Dieses umfasst acht bleigekühlte SEALER-Reaktoren mit einer Gesamtleistung von rund 440 MW. In diesem Fall handelt es sich jedoch um einen Genehmigungsantrag und nicht um einen Antrag auf staatliche finanzielle Unterstützung.
Die schwedische Regierung will die Voraussetzungen dafür schaffen, dass bis zum Jahr 2035 neue Kernkraftwerke mit einer Leistung von mindestens 2,5 GW in Betrieb gehen können. Bis zum Jahr 2045 ist ein deutlich umfangreicherer Ausbau vorgesehen, dessen installierte Leistung etwa zehn großen Reaktoren entsprechen könnte. Der konkrete Anteil großer Reaktorblöcke und kleiner modularer Reaktoren soll von der Entwicklung der Stromnachfrage, den verfügbaren Technologien und den Anforderungen des Stromnetzes abhängen.
Quelle: https://oenergetice.cz/jaderne-elektrar ... u-az-34-gw
/gr/
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Mgr. Gabriela Reitingerova
OIŽP - Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí / BIU - Bürgeriniative Umweltschutz
Kubatova 6
370 04 České Budějovice
E-Mail: gabi.reitinger@oizp.cz
Tel: 603 805 799
Inhalt:
Gemeinden in der Region Vysočina atmen auf: Uranmine bei Brzkov wird nicht gebaut.
Dukovany als Katze im Sack.
In Brünn werden neue Kernkraftwerksoperatoren ausgebildet.
Neues Gutachten bestätigt Wert der ČEZ-Beteiligung an JESS, die die Slowakei übernehmen will.
Rückkehr nach vier Jahren: US-Kernkraftwerk Palisades steht vor dem Neustart.
Fortum beantragt in Schweden Unterstützung für neues Kernkraftprojekt mit bis zu 3,4 GW Leistung
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Gemeinden in der Region Vysočina atmen auf: Uranmine bei Brzkov wird nicht gebaut
15.09.2026 Jihlavske listy Autor: David Kratochvíl
Das tschechische Umweltministerium (MŽP) hat das Verfahren zur geplanten Uranförderung bei Brzkov endgültig eingestellt. Damit geht für die Bewohner des kleinen Dorfes unweit von Polná eine zehnjährige Phase der Ungewissheit und Sorge zu Ende.
In dem jahrelangen Verfahren hatte das staatliche Unternehmen DIAMO versucht, das geschützte Lagerstättengebiet für den Uranabbau in der Umgebung von Brzkov zu erweitern.
„Das Unternehmen konnte jedoch auch innerhalb der mehrfach verlängerten Fristen die gesetzlich vorgeschriebene Bescheinigung über die Existenz einer Lagerstätte von wirtschaftlichem Interesse nicht vorlegen“, teilte Rechtsanwalt Luboš Kliment mit, der die rechtlichen Schritte der betroffenen Gemeinden koordinierte.
Gegen die Wiederaufnahme des Uranabbaus hatten sich Brzkov sowie die Nachbargemeinden Věžnice, Polná und Přibyslav langfristig und systematisch gewehrt.
Gemeinden verbergen ihre Erleichterung nicht...
Der Antrag auf Erweiterung des geschützten Lagerstättengebiets lag mehr als zehn Jahre bei den Behörden. Das Umweltministerium hat das Verfahren nun jedoch rechtskräftig beendet, weil das staatliche Unternehmen DIAMO die entscheidenden Unterlagen nicht vorlegen konnte.
Der Bürgermeister von Brzkov, Aleš Bořil, zeigte sich erleichtert. „Wir betrachten die Einstellung des Verfahrens als großen Sieg des gesunden Menschenverstands und vor allem als Bestätigung dafür, dass die Stimme der Gemeinden und der örtlichen Bevölkerung gehört werden muss. Zehn Jahre lang haben wir uns Sorgen über die Auswirkungen des Abbaus auf die Landschaft, die Qualität des Grundwassers und die Lebensqualität in unserer Region gemacht. Die heutige Entscheidung des Ministeriums gibt uns und den kommenden Generationen die Gewissheit, dass unsere Heimat nicht durch den Bergbau zerstört wird“, sagte er.
Neben dem unmittelbaren Schutz der Natur und der Trinkwasserressourcen habe der erfolgreiche Widerstand der Gemeinden nach Angaben des Bürgermeisters auch verhindert, dass der Staat künftig enorme Kosten für die Sanierung der Landschaft nach einem möglichen Uranabbau tragen müsste.
Die Umweltorganisation Calla weist darauf hin, dass die Entscheidung des Ministeriums auch ein Gewinn für die Geldbeutel aller Bürgerinnen und Bürger Tschechiens sei. Wäre die Uranmine bei Brzkov eröffnet worden, hätten die Steuerzahler nicht nur den Bau der Mine, sondern auch die Errichtung einer neuen chemischen Aufbereitungsanlage für Uranerz mitfinanzieren müssen.
Uranabbau bereits vor Jahren beendet...
Edvard Sequens, Energieberater der Umweltorganisation Calla, erklärte dazu: „Der Uranabbau in Tschechien endete im Jahre 2017 mit der Förderung der letzten Tonnen in Rožná. Angesichts der Schäden in Milliardenhöhe, die die Uranindustrie in der Umwelt hinterlassen hat, sollte dies endgültig das Ende gewesen sein. Deshalb begrüßen wir, dass der Versuch, die Uran-Geister der Vergangenheit in der Region Vysočina wiederzubeleben, mit der Entscheidung des Umweltministeriums beendet ist.“
Die ursprünglich in Betracht gezogene Aufbereitungsanlage in Dolní Rožínka im Bezirk Žďár nad Sázavou befindet sich bereits in der Stilllegung. Tschechien muss bis heute in großem Umfang für die Hinterlassenschaften der Bergbauprojekte des vergangenen Jahrhunderts aufkommen.
Allein bis Ende 2025 hat der Staat rund 63 Milliarden Kronen für die Sanierung der Schäden durch den Uranabbau und die Uranverarbeitung ausgegeben. Darin sind die Sozialprogramme für die Bergleute noch nicht enthalten.
In den kommenden Jahren werden weitere Dutzende Milliarden Kronen aus dem Staatshaushalt für diese Zwecke aufgewendet werden müssen.
/gr/
Dukovany als Katze im Sack
16.09.2026 Zeitung A2 Autor: Edvard Sequens
Der tschechische Industrieminister Karel Havlíček dürfte Mitte August einige Menschen überrascht haben, als er die Karten über den Preis der beiden neuen Reaktoren in Dukovany auf den Tisch legte.
Erinnern Sie sich noch daran, wie Politiker und Journalisten immer wieder betonten, wie günstig das Angebot des südkoreanischen Staatsunternehmens KHNP sei, und sich selbst und ganz Tschechien versicherten, wir würden gerade einmal 400 Milliarden Kronen bezahlen? Genauer gesagt handelt es sich dabei um den Preisstand von 2024, als die Angebote für die Ausschreibung eingingen. Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ein Jahr später waren es bereits 407 Milliarden Kronen, und die Inflation wird den Betrag bis zum Ende des kommenden Jahrzehnts weiter in die Höhe treiben – bis die Reaktoren mit der Stromproduktion beginnen und die letzte Rate der Investition bezahlt ist.
Bereits im Jahre 2024 hatten zahlreiche Menschen und Nichtregierungsorganisationen darauf hingewiesen, dass zu dieser Summe noch die Kosten für die Finanzierung hinzukommen würden – etwa Zinsen für Kredite oder Anleihen. Genau das hat Minister Havlíček nun eingeräumt. Seiner Einschätzung zufolge könnte der Endpreis der neuen Dukovany-Reaktoren bei 700 Milliarden Kronen liegen. Hören Sie dieses Schweigen in den Medien?
Die Realität dürfte allerdings noch wesentlich schlimmer aussehen. Bei neuen Kernkraftwerken in Europa und den USA beobachten wir mit geradezu eiserner Regelmäßigkeit durchschnittliche Kostensteigerungen von mehr als 100 Prozent während der Bauphase. Hinzu kommt, dass die APR1000-Reaktoren, die das Unternehmen KHNP bauen soll, bislang nirgendwo auf der Welt in Betrieb sind. Es handelt sich um den ersten Reaktor dieses Typs, und in einem solchen Fall sind Bauverzögerungen und Kostensteigerungen üblich.
Außerdem müssen die Südkoreaner erst ihre Lieferketten in Europa aufbauen und werden auch mit regulatorischen Risiken konfrontiert sein. Welche Kostensteigerungen in welchem Umfang und unter welchen Bedingungen zulasten des Auftragnehmers beziehungsweise des Investors gehen, bleibt in den veröffentlichten Verträgen allerdings geheim. Dabei hatte uns die Regierung bei der Unterzeichnung versichert, KHNP garantiere den Preis und Kostenüberschreitungen würden uns nicht betreffen.
Nur: Wahrscheinlich betreffen sie uns sehr wohl.
Überraschende Informationen finden sich in der kürzlich veröffentlichten Entscheidung der Europäischen Kommission über die Einleitung einer eingehenden Prüfung der Rechtmäßigkeit der geplanten staatlichen Beihilfe für Dukovany aus dem tschechischen Staatshaushalt.
Während der Bauphase soll ein zinsloses Darlehen, das ČEZ erhalten wird, auch mögliche Kostenüberschreitungen abdecken. Insgesamt geht es um bis zu 900 Milliarden Kronen für beide Blöcke. Diese Summe soll ČEZ anschließend über einen Zeitraum von 40 Jahren – möglicherweise sogar noch länger – aus den Einnahmen aus dem Verkauf des in den neuen Reaktoren erzeugten Stroms zurückzahlen.
Da der Strom aus den neuen Reaktoren bereits heute preislich nicht mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen konkurrieren kann, haben die Politiker eine Garantie für den Abnahmepreis vorbereitet. Die Differenz werden wir über den Preis jeder verbrauchten Kilowattstunde mitfinanzieren. Und das kann sich über Generationen hinziehen.
Wenn uns Dukovany also fast eine Billion Kronen kosten können, dürfte es bei den neuen Reaktoren in Temelín ähnlich aussehen, mit denen die derzeitige Regierung Tschechien noch stärker verschulden will.
Damit ist es allerdings noch nicht getan. Die Regierung würde gerne nach einem ähnlichen Mechanismus auch die Entwicklung kleiner modularer Reaktoren unterstützen, die ČEZ gemeinsam mit Rolls-Royce in Tschechien bauen will. Vorausgesetzt natürlich, dass deren Entwicklung überhaupt erfolgreich abgeschlossen werden kann.
In jedem Fall werden die Politiker entscheiden müssen, welche strategischen Prioritäten und welche Sozialprogramme sich Tschechien künftig noch leisten können wird.
Die Schlinge um die Katze im Sack namens Atomkraft zieht sich also weiter zu.
Obwohl der Bau der neuen Reaktoren mit staatlicher Unterstützung aus unseren Steuergeldern finanziert werden soll, schlägt das Industrieministerium vor, sämtliche Verträge im Bereich der Kernenergie – auch rückwirkend – nicht mehr im Vertragsregister zu veröffentlichen. Dieses Register soll eigentlich Transparenz, öffentliche Kontrolle und den Schutz des Wettbewerbs gewährleisten.
Die Änderung des Gesetzes über das Vertragsregister ist Bestandteil des derzeit zur Stellungnahme vorliegenden Entwurfs einer Novelle, des sogenannten Niedrigemissionsgesetzes.
Und wieder einmal – hören Sie dieses Schweigen?
/gr/
In Brünn werden neue Kernkraftwerksoperatoren ausgebildet
16.09.2026 Tageszeitung Mladá fronta DNES Region Brünn-Seite 10 (adb)
BRÜNN - Zwei Jahre Ausbildung im Schulungszentrum, anschließend die Arbeit in der Blockwarte eines Kernkraftwerks.
Für 28 künftige Operatoren und Operatorinnen hat gestern in Brünn die fachliche Ausbildung begonnen. Unter ihnen sind auch acht künftige Mitarbeiter der neuen Kernkraftwerksblöcke in Dukovany, die bislang noch gar nicht gebaut sind.
ČEZ stellte bisher jährlich etwa 20 bis 24 neue Mitarbeiter ein. In diesem Jahr ist die Einstellung damit so umfangreich wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Der Grund dafür ist nicht nur der Generationenwechsel, sondern auch die Vorbereitung auf neue Kernkraftwerke.
„Mit der Aufstockung verfolgen wir zwei Ziele. Zum einen geht es natürlich darum, unser eigenes Personal zu ergänzen, zum anderen um die Vorbereitung von Personal für neue Kernkraftwerke – sowohl für Dukovany 5 und 6 als auch für kleine modulare Reaktoren“, erklärt Bohdan Zronek, Direktor der Abteilun Kernenergie der ČEZ-Gruppe.
Seinen Angaben zufolge wird der Konzern auch in den kommenden Jahren eine größere Zahl neuer Operatoren einstellen. Auf diese Weise will er rechtzeitig Personal ausbilden, damit die Mitarbeiter beim Start der neuen Dukovany-Blöcke bereits über die erforderliche praktische Erfahrung verfügen.
Der Weg zur selbstständigen Tätigkeit ist anspruchsvoll. Die Neulinge absolvieren zunächst eine rund zweijährige Grundausbildung. Dabei lernen sie die Technologie der Kernkraftwerke, Sicherheitsverfahren und die Bedienung der Anlagen kennen.Ein Bestandteil der Ausbildung ist auch ein praktisches Training an Simulatoren. Bereits während der Ausbildung absolvieren sie Praktika im Kraftwerk – stets unter der Aufsicht erfahrener Mitarbeiter.
Nur etwa jeder zehnte Bewerber erfüllt die Anforderungen...
Zu den neuen Operatoren gehört auch Jakub Michal. Er hat Energietechnik an der Fakultät für Maschinenbau der Technischen Universität Brünn studiert. An der Tätigkeit reizt ihn vor allem die Verantwortung.
„Ein Operator ist so etwas wie ein Arzt, zu dem das Kraftwerk zu Vorsorgeuntersuchungen kommt. Genauso wie ein Arzt seinen Patienten muss ein Operator sein Kraftwerk kennen. Er muss jedes Detail kennen und sich gut darum kümmern“, beschreibt er seine Tätigkeit.
Laut Zronek ist auch die psychische Belastbarkeit von großer Bedeutung. Aufgrund der spezifischen Anforderungen stellt ČEZ nur etwa ein Zehntel der Bewerber ein.
„Für die Arbeit in der Warte brauchen wir nun einmal Menschen mit einem bestimmten Profil, die in der Lage sind, auch unter Druck über längere Zeit zuverlässig Leistung zu erbringen“, betont er.
Das derzeitige Ausbildungszentrum ist in Tschechien einzigartig. In Zukunft dürfte jedoch wahrscheinlich ein weiteres hinzukommen.
„Wir wollen noch ein Schulungszentrum errichten, damit wir die Ausbildung für Temelín und Dukovany voneinander trennen und die Kapazität erhöhen können. Wir würden uns wünschen, dass es in den kommenden zwei bis drei Jahren entsteht“, schließt Zronek.
/gr/
Neues Gutachten bestätigt Wert der ČEZ-Beteiligung an JESS, die die Slowakei übernehmen will
16.9.2026 Seznam Zpravy Autor: Radek Vebr
ČTK
Ein neues Sachverständigengutachten bestätigt, dass die frühere Bewertung der Beteiligung des tschechischen Energiekonzerns ČEZ an der slowakischen Gesellschaft Jadrová energetická spoločnosť Slovenska (JESS) korrekt ist. Die slowakische Regierung will die Kontrolle über das Unternehmen übernehmen.
Wie slowakische Medien am Dienstag berichteten, informierte darüber das staatlich kontrollierte Unternehmen JAVYS, das 51 Prozent an JESS hält. Die Information wurde auch von ČEZ in einer Pressemitteilung bestätigt.
Laut einem Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY, das bereits früher erstellt worden war, beträgt der Marktwert des 49-prozentigen Anteils von ČEZ an JESS 189,4 Millionen Euro (4,6 Milliarden Kronen). Diese Bewertung wurde nun durch eine fachliche Stellungnahme der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG bestätigt.
Die JESS-Aktionäre hatten sich im August auf eine Überprüfung des EY-Gutachtens geeinigt. Der Anlass war dafür ein Streit zwischen dem slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico und dem Wirtschaftsministerium über den Preis, den der Staat für den Anteil von ČEZ zahlen soll. Das tschechische Unternehmen erklärte, dass es sowohl mit den Ergebnissen des EY-Gutachtens als auch mit der anschließenden Überprüfung durch KPMG übereinstimmt.
Die Slowakei und ČEZ gründeten JESS während der ersten Regierung Ficos im Jahr 2009. Die derzeitige Fico-Regierung hat jedoch beschlossen, dass das neue Kernkraftwerk in staatlichem Besitz sein soll. Dafür soll der Staat den Anteil von ČEZ an JESS übernehmen. Mit der Abwicklung der Transaktion wurde das Wirtschaftsministerium beauftragt, das dies jedoch auch innerhalb einer verlängerten Frist nicht geschafft hat. Diese Frist lief im Juli dieses Jahres ab. Das Ministerium erklärte anschließend, dass vor allem unterschiedliche Vorstellungen über den Wert der tschechischen Beteiligung den Abschluss der Transaktion verzögerten.
Der Hauptpartner Bratislavas beim Bau des neuen Kernkraftwerks in staatlichem Besitz soll nach früheren Informationen das US-Unternehmen Westinghouse werden. Für den Bau des neuen Kraftwerks mit einer Leistung von rund 1.200 Megawatt will der Staat die bestehende Infrastruktur in Jaslovské Bohunice nutzen. Dort hatte die Slowakei in den Jahren 2006 und 2008 aufgrund ihrer Verpflichtungen gegenüber der EU zwei Blöcke des älteren Kernkraftwerks V1 abgeschaltet.
Gleichzeitig betreibt der größte Stromerzeuger der Slowakei, das Unternehmen Slovenské elektrárne (SE) aus der Gruppe Energetický a průmyslový holding (EPH), an diesem Standort sein eigenes Kernkraftwerk.
https://www.seznamzpravy.cz/clanek/ekon ... sko-315449
/gr/
Rückkehr nach vier Jahren: US-Kernkraftwerk Palisades steht vor dem Neustart
12.9.2026 oenergetice.cz Autor: Jiří Salavec
Das US-Kernkraftwerk Palisades ist seinem Neustart wieder ein Stück näher gekommen, nachdem es vier Jahre lang keinen Strom produziert hat. Techniker haben mit der Beladung des Reaktors mit Kernbrennstoff begonnen. Der Reaktorblock verfügt über eine installierte Leistung von 805 MW. Bei einem reibungslosen Verlauf soll der Kernkraftwerksblock noch in diesem Jahr wieder ans Netz gehen. Die Neustarts US-amerikanischer Kernkraftwerke werden vor allem durch den wachsenden Strombedarf von Rechenzentren vorangetrieben.
Das US-Energieunternehmen Holtec International hat bekannt gegeben, dass es mit der Beladung des Reaktors des Kernkraftwerks Palisades mit Kernbrennstoff begonnen hat. Insgesamt werden die Techniker 204 Brennelemente in den Reaktor laden. Einige davon wurden bereits vor der Abschaltung des Reaktors im Jahr 2022 teilweise eingesetzt.
„Die Beladung des Reaktors von Palisades mit Brennstoff ist ein wichtiger Meilenstein und ein Ausdruck der enormen Anstrengungen der Männer und Frauen, die dieses Kraftwerk bis zu diesem Punkt gebracht haben. Ich bin stolz darauf, eine Organisation mit so talentierten und engagierten Menschen zu leiten, die einen tiefen Stolz auf dieses Kraftwerk und ein großes Verantwortungsgefühl gegenüber ihrer Gemeinde empfinden“, erklärte Fadi Diya, bei Holtec International für den Nuklearbereich verantwortlicher Direktor.
https://oenergetice.cz/jaderne-elektrar ... k-restartu
/gr/
Fortum beantragt in Schweden Unterstützung für neues Kernkraftprojekt mit bis zu 3,4 GW Leistung
11.9.2026 oenergetice.cz
Autor: Jiří Puchnar
Die Projektgesellschaft NuCore Energi aus dem Fortum-Konzern hat bei der schwedischen Regierung staatliche Unterstützung für die Vorbereitung eines neuen Kernkraftwerks am Standort des Kernkraftwerks Oskarshamn beantragt. Technologisch ist das Projekt bislang offen und sieht Varianten mit kleinen modularen sowie großen Reaktoren mit einer Gesamtleistung von 1.200 bis 3.400 MW vor.
Der Antrag betrifft den Standort Ävrö in der Gemeinde Oskarshamn und leitet Gespräche mit der Regierung über die konkreten Bedingungen und den Umfang einer möglichen Unterstützung ein. Fortum und NuCore Energi haben bislang noch keine Investitionsentscheidung getroffen. Das weitere Vorgehen wird unter anderem vom Ausgang dieser Verhandlungen abhängen.
Technologie bislang nicht ausgewählt...
Der Entwurf sieht mehrere Varianten mit kleinen und großen Reaktoren vor. Fortum hatte bereits im Rahmen einer Machbarkeitsstudie drei Unternehmen für eine engere Zusammenarbeit ausgewählt: EDF mit der EPR-Technologie, Westinghouse und Hyundai E&C mit dem AP1000-Reaktor sowie GE Vernova Hitachi mit dem kleinen modularen Reaktor BWRX-300. Im Juni 2025 schloss Fortum mit diesen Unternehmen Vereinbarungen über die Zusammenarbeit in einer frühen Projektphase. Diese umfassen insbesondere die Projektplanung, die Anpassung der Designs an die jeweiligen Standorte sowie Tätigkeiten im Zusammenhang mit dem Genehmigungs- und Zulassungsverfahren. Für das Projekt in Oskarshamn wurde jedoch bislang noch keine konkrete Technologie ausgewählt.
Für die Vorbereitung des schwedischen Projekts gründete Fortum die eigenständige Gesellschaft NuCore Energi. Sie soll das geplante neue Kraftwerk und die dazugehörige Infrastruktur vorbereiten, errichten, besitzen und betreiben. NuCore Energi befindet sich derzeit vollständig im Besitz von Fortum. Nach und nach sollen jedoch weitere Investoren in das Projekt einsteigen. Fortum schließt auch eine Beteiligung des schwedischen Staates nicht aus und will seinen eigenen Anteil schrittweise reduzieren und langfristig nur noch Minderheitsaktionär bleiben.
Weitere Entwicklung hängt von Abnehmern und Zugang zum Standort ab….
Die Fortsetzung des Projekts wird nach Angaben von Fortum unter anderem von einer langfristigen politischen Unterstützung der Kernenergie sowie von Abnahmeverpflichtungen industrieller Kunden für den Strom aus der neuen Anlage abhängen. Die endgültige Größe des Kraftwerks soll außerdem von der gewählten Technologie, dem erwarteten Anstieg der Stromnachfrage und der Aufteilung der Risiken zwischen Investoren und Staat abhängen.
Eine weitere wichtige Voraussetzung ist die Sicherung des Zugangs zu den Grundstücken am Standort Ävrö sowie der Kontrolle über diese. Die Grundstücke gehören derzeit der Gesellschaft Oskarshamns Kraftgrupp AB (OKG), die das Kernkraftwerk Oskarshamn betreibt. Fortum hält an OKG einen Anteil von 45,5 Prozent, während Uniper mit 54,5 Prozent Mehrheitsaktionär ist.
Schweden teilt einen Teil der Investitionsrisiken...
Das schwedische Fördermodell für neue Kernkraftwerke kombiniert staatliche Kredite, einen zweiseitigen Differenzvertrag (Contract for Difference, CfD) und einen Mechanismus zur Teilung ausgewählter Risiken. Der Förderrahmen ist auf Investitionen in neue Kernkraftwerke mit einer gesamten installierten Leistung von rund 5 GW begrenzt.
Mit der Annahme des Antrags entsteht noch kein automatischer Anspruch auf staatliche Unterstützung. Es folgen Verhandlungen zwischen dem Investor und der Regierung; eine mögliche Förderung muss anschließend von der Europäischen Kommission nach den EU-Beihilfevorschriften genehmigt werden.
Am weitesten fortgeschritten ist bislang das Projekt Videberg Kraft am Kernkraftwerk Ringhals. Die schwedische Regierung beschloss im Juni, dass der Staat einen Anteil von 60 Prozent an der Projektgesellschaft übernehmen wird. Vattenfall und das Industriekonsortium Industrikraft sollen nach Abschluss der Übertragung jeweils 20 Prozent halten. Gleichzeitig wurden die wichtigsten Eckpunkte der finanziellen Unterstützung für das Projekt vereinbart.
NuCore hat fünften Antrag auf staatliche Unterstützung gestellt….
NuCore Energi ist bereits der fünfte Antragsteller auf staatliche Unterstützung nach dem neuen schwedischen Finanzierungsrahmen für den Bau von Kernkraftwerken. Zuvor hatten Videberg Kraft für das Projekt am Kernkraftwerk Ringhals, Blykalla für ein Kraftwerk in Norrsundet, Studsvik für Projekte an den Standorten Nyköping und Valdemarsvik sowie Nordic Baseload Power für zwei große Reaktorblöcke in Barsebäck entsprechende Anträge gestellt.
Blykalla stellte gleichzeitig einen Antrag auf Genehmigung eines weiteren Projekts am Standort Untra in der Gemeinde Tierp. Dieses umfasst acht bleigekühlte SEALER-Reaktoren mit einer Gesamtleistung von rund 440 MW. In diesem Fall handelt es sich jedoch um einen Genehmigungsantrag und nicht um einen Antrag auf staatliche finanzielle Unterstützung.
Die schwedische Regierung will die Voraussetzungen dafür schaffen, dass bis zum Jahr 2035 neue Kernkraftwerke mit einer Leistung von mindestens 2,5 GW in Betrieb gehen können. Bis zum Jahr 2045 ist ein deutlich umfangreicherer Ausbau vorgesehen, dessen installierte Leistung etwa zehn großen Reaktoren entsprechen könnte. Der konkrete Anteil großer Reaktorblöcke und kleiner modularer Reaktoren soll von der Entwicklung der Stromnachfrage, den verfügbaren Technologien und den Anforderungen des Stromnetzes abhängen.
Quelle: https://oenergetice.cz/jaderne-elektrar ... u-az-34-gw
/gr/
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Mgr. Gabriela Reitingerova
OIŽP - Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí / BIU - Bürgeriniative Umweltschutz
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