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Anti-Atom Monitoring der tschechischen Presse

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Gabi Reitinger
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Re: Anti-Atom Monitoring der tschechischen Presse

Beitrag von Gabi Reitinger »

Auswahl von relevanten Zeitungsartikeln aus Tschechien aus dem Energiebereich vm 13.4.2026:

Inhalt:

Mit den Regierungsplänen wächst die Menge abgebrannter Kernbrennstoffe. Wohin damit?
Vlcek: 80 Jahre des Betriebs von Dukovany?
Slowakische Elektrárne (SE) erreichten Rekordwerte aus der Kernenergie.
TES gewährleistet wissenschaftlich-technische Unterstützung für die ÚJD SR beim Anfahren des 3. und 4. Blocks des Kernkraftwerks Mochovce.
Neue Regierung enthüllt Ambitionen in der Kernenergie.
Heißwasserleitung von Dukovany nach Brünn – ein Projekt, das die europäische Fernwärme verändern kann.
Okamura: Tschechien sollte wegen der Energiepreise wieder auch in Russland nach Quellen suchen

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Mit den Regierungsplänen wächst die Menge abgebrannter Kernbrennstoffe.
Wohin damit?
13.4.2026 https://www.enviweb.cz/133007

Die Bewertung des tschechischen Konzepts zum Umgang mit radioaktiven Abfällen hat begonnen

Gemeinden, Behörden, Vereine und auch die Öffentlichkeit können sich bis zum 20. April dazu äußern, auf welche konkreten Auswirkungen der Umsetzung des tschechischen Regierungskonzepts zum Umgang mit radioaktiven Abfällen sich die begonnene Umweltverträglichkeitsprüfung konzentrieren soll und ob sie überhaupt durchgeführt werden soll. Den Entwurf des „Konzepts zum Umgang mit radioaktiven Abfällen und abgebrannten Kernbrennstoffen in der Tschechischen Republik (Aktualisierung für den Zeitraum 2025 bis 2035 mit Ausblick über das Jahr 2050 hinaus)“ hat die Regierung genau vor einem Jahr zur Kenntnis genommen. Die Mitglieder der Plattform gegen das Atommüllendlager werden sich aktiv am Einwendugnsverfahren beteiligen, da die Umsetzung des Konzepts erhebliche Auswirkungen auf das Leben der betroffenen Gemeinschaften hätte.

Weder der eigentliche Regierungsentwurf des Konzepts noch die Mitteilung im SEA-Verfahren ziehen andere mögliche Varianten zur Lösung des Problems der abgebrannten Kernbrennstoffe in Betracht als den Bau eines Tiefen-Endlagers. Die Vorteile und Auswirkungen weiterer Varianten werden nicht miteinander verglichen. In Betracht gezogen werden könnten eine langfristige Lagerung bis zur Findung einer akzeptablen Lösung (Konzept der übergebenen Verantwortung), die Errichtung eines gemeinsamen internationalen Endlagers im Ausland oder gegebenenfalls auch die Nutzung aufgearbeiteter abgebrannter Brennstoffe in schnellen Reaktoren und die Lagerung nur der Rückstände dieses Prozesses.

Bewertet werden sollten auch die Auswirkungen der erheblichen Beschleunigung des geplanten Zeitplans für die Vorbereitung eines Tiefen-Endlagers um die Hälfte. Während das bisher gültige Konzept mit der Auswahl des endgültigen Standorts für das Lager im Jahr 2025 und seiner Inbetriebnahme bis 2065 rechnete, verkürzt der neue Entwurf diesen Zeitraum um zwanzig Jahre. Der endgültige Standort soll bis zum Jahr 2030 ausgewählt und das Lager bis zum Jahr 2050 in Betrieb genommen werden.

Der angekündigte längere Betrieb des Kernkraftwerks Dukovany auf insgesamt 80 Jahre bedeutet eine größere Menge sowohl hochradioaktiver als auch weniger radioaktiver Abfälle, als im Regierungsentwurf des Konzepts vorgesehen war. Die Bewertung wird dies berücksichtigen und die Auswirkungen einer potenziell möglichen Errichtung von zwei Tiefenlagern auf dem Gebiet Tschechiens beurteilen müssen. Schon ohne diese jüngste Ankündigung haben die Atompläne der vorherigen Regierung die Menge hochradioaktiver abgebrannter Kernbrennstoffe um die Hälfte von 9.000 Tonnen auf 14.500 Tonnen erhöht. Und die staatlichen Behörden haben es bereits abgelehnt, aus dem Konzept die Entstehung einer sogenannten Reservevariante eines Tiefenlagers auszuschließen, mit der Begründung, dass zwei Lager entstehen könnten.

Das Konzept beschreibt die Beteiligung der Öffentlichkeit als problemlos, die Erfahrungen der von der Auswahl eines Tiefenlagers betroffenen Kommunalverwaltungen sind jedoch gegenteilig. Davon zeugen auch zahlreiche Protestaktionen an den einzelnen Standorten. Dazu gehören auch die diesjährigen Tage gegen das Lager, die am Wochenende des 18. und 19. April stattfinden werden. Das laufend ergänzte Programm der Tage gegen das Lager 2026.

Das Verfahren zur Bewertung der Auswirkungen von Konzepten auf die Umwelt (SEA – Strategic Environmental Assessment) ist ein gesetzlich vorgeschriebener Schritt, bei dem die Auswirkungen der Umsetzung konkreter Strategien auf die Umwelt und die öffentliche Gesundheit bewertet werden.Das Ziel ist es, negative Auswirkungen bereits in einer frühen Planungsphase zu mindern. Ohne dieses Verfahren, in dem auch die Öffentlichkeit zu Wort kommen kann, kann das Konzept nicht in Kraft treten.

Michael Forman, Sprecher der Plattform gegen das Atommülllager und Bürgermeister der Stadt Horažďovice aus dem Standortgebiet Březový potok, sagte: „Der Staat zeigt seit langem, dass Sicherheit und die beste Lösung für die Bewohner und die Natur zugunsten anderer Interessen in den Hintergrund gedrängt werden. Die Kommunikation mit den Kommunalverwaltungen und den Einwohnern der betroffenen Standorte ist keineswegs so gut, wie es das Konzept darstellt und wie es leider auch der breiten Öffentlichkeit präsentiert wird. Dies weckt wiederholt Zweifel an der Richtigkeit des gewählten Verfahrens bei der Suche nach einer Methode zur Beseitigung und Lagerung hochradioaktiver Abfälle.“

Die Plattform gegen das Atommüllendlager, die 58 Mitglieder vereint (40 Gemeinden und Städte sowie 18 Vereine), setzt sich für eine Änderung des staatlichen Ansatzes im Umgang mit abgebrannten Kernbrennstoffen und anderen radioaktiven Abfällen ein, der sich nicht nur auf ein Tiefenlager beschränkt. Darüber hinaus fordert die Plattform, dass die Entscheidung über die Auswahl eines Standorts für eine eventuelle Lagerung von der vorherigen Zustimmung der betroffenen Gemeinden abhängig gemacht wird. [www.platformaprotiulozisti.cz](http://www.platformaprotiulozisti.cz)
Artikel unter: https://www.enviweb.cz/133007
/gr/



80 Jahre des Betriebs von Dukovany?
Autor: Pavel Vlček
11.4.2026 Medium Seznam.cz

Foto: https://nung.edu.ua/news/poizdka-na-riv ... nciyu-raes
Temelín im Vordergrund und die Hälfte von Dukovany im Hintergrund (Kernkraftwerk Riwne, Ukraine)

Im März 2026 sprach sich die Präsidentin der Europäischen Kommission dafür aus, die sichere Nutzung bestehender Blöcke zu verlängern und möglicherweise kleine modulare Kernreaktoren zu bauen….

Im März 2026 sprach sich die Präsidentin der Europäischen Kommission dafür aus, die sichere Nutzung bestehender Blöcke zu verlängern und möglicherweise kleine modulare Kernreaktoren zu bauen. Wahrscheinlicher von beiden Optionen ist zwar die Verlängerung – allerdings von sichereren Reaktoren, als die Regierung der Tschechischen Republik gestern beschlossen hat. Sie ist für weitere vierzig Jahre Betrieb der Kernkraftwerke Dukovany, die selbst nach sozialistischen Plänen bereits hätten abgeschaltet werden sollen.
Vor einem Vierteljahrhundert hätte ich von einem Schock gesprochen; heute stelle ich nur fest, dass die Menschen nichts gelernt haben und dass ihre Pläne alles bisher Dagewesene übertreffen. Dass Dukovany auch nach vierzig gefährlichen Jahren in einer Zeit zunehmenden Terrorismus und von Kriegen noch gefährlicher ist, belegt am besten das beigefügte Bild eines ukrainischen Kernkraftwerks. Das Kernkraftwerk Riwne besteht aus „halben Dukovany“ ohne Schutzmantel (im Bild hinten) und Temelín mit einer unübersehbaren, einen Meter dicken Hülle (vorne). Ich habe etwas mehr Zeit damit verbracht, ein Foto zu finden, auf dem dieser Unterschied wenigstens ein wenig erkennbar ist. Im Übrigen hat hierzulande aus den genannten Gründen fast niemand jemals das Aussehen der primären Schutzhüllen von Dukovany und Temelín verglichen.

Quelle: https://medium.seznam.cz/clanek/pavel-v ... van-262561
/gr/


Slowakische Elektrárne (SE) erreichten Rekordwerte aus der Kernenergie
10.04.2026 Monatszeitung Reportagen aus der Industrie / Reportaze z prumyslu Seite: 38

SLOVENSKÉ ELEKTRÁRNE
Das Unternehmen Slovenské elektrárne, a.s., (SE) konnte im Jahr 2025 eine stabile Stromversorgung sicherstellen und bewältigte die extreme Marktvolatilität dank der Flexibilität der Wasserkraftressourcen und einer modernen Marktstrategie.
Slovenské elektrárne erzielte im vergangenen Jahr mehrere Rekorde und produzierte als größter Stromerzeuger der Slowakei insgesamt 21.013 GWh Strom ohne direkte CO₂-Emissionen. Die Kernkraftwerke Jaslovské Bohunice und Mochovce erreichten dank hoher Verfügbarkeit der Blöcke und verkürzter Stillstände historisch höchste Liefermengen. Insgesamt lieferte das Unternehmen aus der Kernenergie 17.930 GWh emissionsfreien Strom mit fünf betriebenen Blöcken – ein neuer Rekord.

„Aus betrieblicher Sicht ist das Jahr 2025 in den Kernkraftwerken sehr erfolgreich verlaufen. Es gelang uns, die Blöcke mit leicht höherer Leistung zu betreiben als geplant. Auch der kühlere Sommer hat geholfen, sodass die Leistung nicht wie in den vorherigen heißen Jahren reduziert werden musste“, bestätigte Ján Mazánik, Manager für den Handel mit Regelenergie und die Optimierung des Kraftwerkseinsatzes. Wie er ergänzte, trug auch die historisch kürzeste Generalüberholung des zweiten Blocks in Mochovce wesentlich zum Rekordergebnis bei. „Im Dezember 2025 lieferten wir 1.711.769 MWh Strom aus Kernenergie ins Netz – die höchste Monatsproduktion in der Geschichte unserer Kernkraftwerke“, so Mazánik.

LANGANHALTENDE TROCKENHEIT BELASTETE PUMPSPEICHERKRAFTWERKE

Die Wasserkraftwerke von Slovenské elektrárne (SE) erzeugten im vergangenen Jahr 1.691 GWh Strom. Der Jahresbeginn war von niedrigen Wasserständen in den Stauseen Liptovská Mara und Orava geprägt, wo in den letzten drei Jahren außergewöhnliche Trockenheit herrschte. Das Ergebnis war die historisch niedrigste Produktion aus Laufwasserkraftwerken – 1.085 GWh. Niederschläge im Herbst milderten zwar die Bilanz, änderten jedoch nichts am Gesamttrend des Jahres.
Die ungünstigen Wetterbedingungen wurden teilweise durch Pumpspeicherkraftwerke ausgeglichen, die deutlich über Plan eingesetzt wurden. Sie erzeugten 582 GWh Strom (geplant waren 377 GWh) bei einem Pumpverbrauch von fast 774 GWh (geplant waren 512 GWh). „Während vieler Mittagsstunden mit hohem Solarüberschuss fiel der Strompreis auf null und gelegentlich sogar in den negativen Bereich, während die Morgen- und Abendspitzen hohe Preise brachten. Das schuf ein ideales Profil: Pumpen bei günstiger Energie und Turbinieren zu Spitzenzeiten“, erklärte Mazánik. Die Pumpspeicherkraftwerke wurden 2025 so stark eingesetzt wie nie zuvor in den letzten zwanzig Jahren, seit sie vom Produktionsleitstand von Slovenské elektrárne gesteuert werden.

DER MARKT WAR TURBULENT
Im Jahr 2026 wird Slovenské elektrárne sein Erzeugungsportfolio um ein Batteriespeichersystem in Nováky erweitern. Es handelt sich um zwei Systeme mit einer Leistung von 36 MW und einer Kapazität von 72 MWh. Diese durchlaufen derzeit energietechnische Tests mit dem Leitstand. Die Inbetriebnahme war für März 2026 geplant. Die Batterien werden die Pumpspeicherkraftwerke ergänzen und die Reaktionsfähigkeit auf schnelle Preisschwankungen verbessern.
Das Jahr 2025 brachte zudem die höchste Anzahl an Handelsperioden mit negativen Strompreisen in der Geschichte. Dies ist eine direkte Folge des schnellen Ausbaus installierter Leistung aus schwer vorhersehbaren erneuerbaren Energiequellen im verbundenen europäischen Stromsystem. Daher wurde ab Oktober 2025 der Charakter des Day-Ahead-Marktes von stündlichen auf 15-minütige Intervalle umgestellt, da das kürzere Produkt die reale Situation besser widerspiegelt und größere Preisunterschiede zwischen den Viertelstunden ermöglicht.
„Die Volatilität wird die Preisunterschiede zwischen den Handelsviertelstunden weiter verstärken. Um die Flexibilität im veränderten Markt besser nutzen zu können, bereiten wir Anpassungen des Betriebs der Wasserkraftwerke an der Waag-Kaskade auf einen vollwertigen 15-Minuten-Modus vor“, erklärte Ján Mazánik.
Das Unternehmen Slovenské elektrárne betreibt fünf Kernkraftwerksblöcke, 31 Wasserkraftwerke und zwei Photovoltaikanlagen. Mehrheitsaktionär ist Slovak Power Holding B.V., der zweite Aktionär ist die Slowakische Republik.
/gr/

TES gewährleistet wissenschaftlich-technische Unterstützung für die ÚJD SR beim Anfahren des 3. und 4. Blocks des Kernkraftwerks Mochovce
10.04.2026 Monatszeitung Reportagen aus der Industrie / Reportaze z prumyslu Seite: 40

Die Firma TES s.r.o. leitet ein Team von Schlüsselexperten, die für die ÚJD SR (Amt für nukleare Aufsicht der Slowakischen Republik) wissenschaftlich-technische Unterstützung beim inaktiven und aktiven Anfahren der Kraftwerksblöcke des Kernkraftwerks Mochovce in der Slowakei leisten.
Dieses Projekt begann im Jahr 2015, als TES gemeinsam mit seinen Partnern VUJE, a.s., und ÚJV Řež, a.s., eine Ausschreibung für diese Tätigkeit gewann.

Experten unter der Leitung von TES beteiligten sich an der Kommentierung von Anfahr- und Prüfprogrammen, bewerteten ausgewählte Betriebs- und Notfallvorschriften, führten Analysen durch und kontrollierten insbesondere den Verlauf des Anfahrens der kerntechnischen Anlage sowie dessen ordnungsgemäße Dokumentation – sowohl in den Phasen der inaktiven Tests als auch beim physikalischen und energetischen Anfahren.
Im Oktober 2023 wurde der 3. Block des Kraftwerks erfolgreich in Betrieb genommen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der inaktiven Tests des 4. Blocks konzentriert sich die wissenschaftlich-technische Unterstützung von TES nun auf die Überprüfung der Bereitschaft zur Brennstoffbeladung sowie auf die Kontrolle der Durchführung des physikalischen und energetischen Anfahrens.

Werden Sie Teil unserer Projekte!
Wir bieten Zusammenarbeit für Absolventen und Fachkräfte in folgenden Bereichen:
• Kerntechnik / Kernenergie
• Maschinenbau
• mathematisch-physikalische Ingenieurdisziplinen
• Elektrotechnik, Elektronik und Kommunikationstechnologien
• Kybernetik, Informatik
Ingenieurdienstleistungen für die Kernenergie:
• Unterstützung beim Anfahren und Betrieb von Kernkraftwerken
• Unterstützung der nuklearen Aufsicht
• Deterministische Sicherheitsanalysen
• Service und Wartung von Anlagen in Kernkraftwerken
• Überwachungs- und Diagnosesysteme
Standorte:
• Třebíč
• Kernkraftwerk Dukovany
• Kernkraftwerk Temelín
• Kernkraftwerk Mochovce
/gr/


Neue Regierung enthüllt Ambitionen in der Kernenergie
10.04.2026 Monatszeitung Reportagen aus der Industrie / Reportaze z prumyslu Seite: 44

ČEZ-GRUPPE
Der Jahresbeginn im tschechischen Ministerium für Industrie und Handel war von wichtigen Verhandlungen über die Zukunft der Tschechischen Republik im Bereich der Kernenergie geprägt. Das Ziel der Gespräche waren sowohl der Ausbau neuer Blöcke des Kernkraftwerks Dukovany als auch die Planung weiterer Blöcke im Kernkraftwerk Temelín.
Mitte Februar reiste der südkoreanische Minister für Handel, Industrie und Energie, Jung-kwan Kim, nach Prag. Auf seinem Programm stand unter anderem die erste Sitzung des gemeinsamen ministeriellen Lenkungsausschusses zur Koordination des Baus neuer Blöcke des Kernkraftwerks Dukovany, den Tschechien gemeinsam mit der Republik Korea eingerichtet hat. Bei dieser ersten Sitzung wurden in Anwesenheit der Minister beider Länder Verträge unterzeichnet, die die Einbindung tschechischer Unternehmen in die Lieferkette beim Bau der neuen Blöcke sichern.
Wie Industrieminister Karel Havlíček betonte, handelt es sich dabei um eine zentrale Priorität der neuen tschechischen Regierung. Neue Kernenergiequellen in Dukovany seien entscheidend, um Haushalten und Unternehmen eine bezahlbare und stabile Energieversorgung zu gewährleisten.

„Das Projekt zur Erweiterung von Dukovany haben wir bereits in der vorherigen Regierung durchgesetzt und zugleich einen Zeitplan verabschiedet. Diesen halten wir weiterhin ein und betrachten es als wesentlich, ihn ebenso wie das Budget konsequent einzuhalten. Deshalb haben wir gemeinsam mit Minister Jung-kwan Kim einen ministeriellen Lenkungsausschuss eingerichtet, und wir werden den Fortschritt der Vorbereitung und des Baus kontinuierlich überwachen. Ebenso wichtig ist eine starke Beteiligung tschechischer Unternehmen, was sowohl im Interesse der tschechischen als auch – wie uns unsere Partner versichern – der koreanischen Seite liegt. Ich begrüße daher den Abschluss direkter Verträge für die Turbine sowie für die Unterstützung bei Genehmigungs- und Lizenzierungsprozessen. Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass tschechische Unternehmen gleiche Bedingungen und einen möglichst hohen Anteil an diesem Projekt sowie an den anschließenden Investitionen erhalten, die Arbeitsplätze und neue Chancen für die heimische Wirtschaft bringen“, fasste Karel Havlíček zusammen.
Darauf reagierte Minister Jung-kwan Kim: „Die Republik Korea betrachtet das Projekt Dukovany als strategische Partnerschaft mit der Tschechischen Republik. Wir wollen eine effektive Zusammenarbeit zwischen unseren Regierungen und der Industrie sicherstellen und einen reibungslosen Projektverlauf gewährleisten.“

Im tschechisch-koreanischen ministeriellen Lenkungsausschuss sind die Industrieminister beider Länder sowie Vertreter des Lieferanten, des koreanischen Unternehmens Korea Hydro & Nuclear Power (KHNP), und des Investors, der Gesellschaft Elektrárna Dukovany II, vertreten.
„Eine starke Beteiligung tschechischer Unternehmen am Bau neuer Blöcke halten wir auch im Hinblick auf den späteren Betrieb und die Wartung für wichtig. Technologien von tschechischen Lieferanten stellen einen großen Vorteil für die kommenden Jahrzehnte des Betriebs und der Instandhaltung dar. Das bedeutet für uns mehr Flexibilität bei Stillständen und Modernisierungen, schnellere Reaktionen bei möglichen Problemen und vor allem größere Unabhängigkeit“, erklärte der Generaldirektor von Elektrárna Dukovany II, Petr Závodský.
Auf Grundlage eines Vertrags zwischen KHNP und ÚJV Řež wird das Unternehmen Energoprojekt Praha aus der ÚJV-Řež-Gruppe die Genehmigungs- und Lizenzierungsprozesse unterstützen. Das Unternehmen Doosan Enerbility wiederum schloss einen Vertrag mit dem Pilsener Werk Doosan Škoda Power über die Lieferung der Turbine ab.
„Die Unterzeichnung des Vertrags für die Turbine, das Herzstück des Kraftwerks, ist nicht nur eine hervorragende Nachricht, sondern auch ein Beweis dafür, dass das Projekt planmäßig verläuft. Dies betrifft sowohl die Vorbereitung des Baus neuer Kernenergiequellen als auch die Einbindung tschechischer Unternehmen“, kommentierte der Vizepräsident von KHNP für internationale Projekte, Insik Park. Derzeit seien fast 160 Unternehmen im Registrierungsprozess, um sich als Lieferanten für den Bau der Blöcke Dukovany 5 und 6 zu qualifizieren.

„Dies ist ein wichtiger Beginn der Zusammenarbeit zwischen Energoprojekt Praha aus der ÚJV-Řež-Gruppe und KHNP. Für die koreanische Seite sind unsere langjährigen Erfahrungen in der Planung und in Genehmigungsverfahren von großem Wert, die für die Vorbereitung des Projekts Dukovany II entscheidend sind, damit es im Einklang mit der tschechischen Gesetzgebung und den aktuellen internationalen Best Practices umgesetzt wird“, erklärte der Generaldirektor von ÚJV Řež, Martin Ruščák.
„Im Rahmen dieses historisch größten Projekts möchte ich der Regierung der Tschechischen Republik sowie den Unternehmen Elektrárna Dukovany II und KHNP meinen Dank für das Vertrauen in die Doosan-Gruppe aussprechen, indem sie uns mit der Herstellung und Lieferung zentraler Anlagen beauftragt haben“, sagte der Executive Vice President von Doosan Enerbility, Seung-woo Sohn. „Doosan Enerbility wird gemeinsam mit Doosan Škoda Power, das weltweit für seine Spitzenproduktion und komplexe technische Projektumsetzung bekannt ist, sein gesamtes Potenzial einsetzen, um dieses Projekt erfolgreich abzuschließen. Wir sind fest entschlossen, alle erforderliche Unterstützung zu leisten und ein langfristiger, zuverlässiger Partner der Tschechischen Republik zu sein.“
„Wir schätzen die Entscheidung von KHNP sehr, dass die Stromerzeugung in den beiden neuen Blöcken des Kernkraftwerks Dukovany durch Turbinen gewährleistet wird, die von tschechischen Ingenieuren entworfen und in unserem Werk in Pilsen gefertigt werden. Dies ist nicht nur ein Ausdruck des Vertrauens in unsere Spitzentechnologie, sondern auch ein wichtiger Faktor für den sicheren Betrieb und die Wartung der Turbinen über Jahrzehnte“, ergänzte der Geschäftsführer von Doosan Škoda Power, Daniel Procházka.

Die Minister befassten sich während des Treffens auch mit den breiteren tschechisch-koreanischen Wirtschaftsbeziehungen, neben der Kernenergie auch mit Investitionen, Handel und Technologiezentren. Besprochen wurden zudem die Vorbereitung weiterer Runden des Lieferanten- und Energiedialogs sowie Möglichkeiten der Zusammenarbeit auf Drittlandsmärkten.
Teil der Gespräche war auch die Planung neuer Blöcke im Kernkraftwerk Temelín. Die Regierung möchte bereits im nächsten Jahr über den Bau von zwei weiteren Kernkraftwerksblöcken in Temelín entscheiden. Im Falle einer Genehmigung würde eine Option aktiviert, die Bestandteil des Vertrags mit KHNP über den Bau der Blöcke in Dukovany ist.
„Die Vergabe an die koreanische Seite ist jedoch nicht sicher – auch andere Interessenten werden Angebote einreichen können“, stellte Karel Havlíček klar. Seiner Ansicht nach kommt der Staat ohne neue Blöcke in Temelín nicht aus, da die neuen Reaktoren in Dukovany allein nicht ausreichen werden.

Als die staatliche Gesellschaft Elektrárna Dukovany II im vergangenen Jahr den Vertrag mit KHNP über den Bau von zwei Blöcken in Dukovany abschloss – wobei der erste Block bis 2036 für 407 Milliarden Kronen fertiggestellt werden soll – war auch eine Option für den Bau weiterer zwei Blöcke in Temelín enthalten.
Zunächst muss jedoch die Regierung selbst über den Bau entscheiden. Diese Entscheidung wird für das Jahr 2027 erwartet, wobei Minister Havlíček davon ausgeht, dass das Kabinett das Projekt genehmigen wird. „Ich kann mir kaum vorstellen, dass es anders ausgeht – wenn man sich die Energiebilanz ansieht, bleibt praktisch keine Alternative“, fügte er hinzu.
Im Falle einer Zustimmung sollen anschließend Schritte zur Aktivierung der Option mit KHNP folgen. Danach werden die Details des Angebots geklärt, das bereits weitgehend vorbereitet ist. Dies bedeutet jedoch nicht automatisch, dass die koreanische Seite den Zuschlag für Temelín erhält.

„Auch andere Akteure – etwa aus Frankreich oder den USA – werden ihre Angebote vorlegen können, und wir wollen diese ebenfalls prüfen“, betonte Havlíček. Gleichzeitig räumte er ein, dass KHNP einen gewissen Vorsprung habe.
„Wir wollen die beiden Blöcke in Dukovany auf jeden Fall gemeinsam realisieren, und ich kann mir vorstellen, dass sie auch für Temelín sehr gute Bedingungen anbieten werden. Aber vielleicht kommt ein anderer Anbieter mit einem noch besseren Angebot.“
Die Auswahlmethode werde davon abhängen, in welcher Form sich die Interessenten beteiligen wollen – es müsse also nicht zwingend ein öffentlicher Tender wie bei Dukovany sein.
Die Vorbereitungen für den Bau der neuen Blöcke in Dukovany laufen unterdessen weiter, unter anderem mit geologischen Untersuchungen am Standort. Diese wurden im vergangenen August begonnen und verlaufen laut KHNP bisher planmäßig. Insgesamt sind bis zu 300 Bohrungen vorgesehen, die Untersuchungen sollen etwa ein Jahr dauern.
/gr/



Heißwasserleitung von Dukovany nach Brünn – ein Projekt, das die europäische Fernwärme verändern kann
10.04.2026 Monatszeitung Reportagen aus der Industrie / Reportaze z prumyslu Seite: 49

HEIZWERKE BRÜNN / TEPLÁRNY BRNO
Brünn bereitet eines der größten Energieprojekte der letzten Jahrzehnte vor – eine Heißwasserleitung, die Wärme aus dem Kernkraftwerk Dukovany direkt in das städtische Fernwärmesystem bringt.
Die Heißwasserleitung von Dukovany nach Brünn kann die Energieversorgung der zweitgrößten Stadt der Tschechischen Republik grundlegend verändern. Sie wird stabile Lieferungen und vorhersehbare Wärmepreise für mehr als hunderttausend Haushalte und Institutionen gewährleisten. Die Verbindung des Kernkraftwerks Dukovany mit dem Brünner Fernwärmenetz wird zugleich die Abhängigkeit der Stadt von Erdgas deutlich reduzieren und die Energieinfrastruktur der Region stärken.
In einer Zeit, in der die Märkte für fossile Brennstoffe erneut volatil sind, kann das Brünner Projekt auch für andere europäische Städte als Inspiration dienen. Es handelt sich um eines der bedeutendsten Investitionsvorhaben in der jüngeren Geschichte der tschechischen Energiewirtschaft. Das Projekt wird von Teplárny Brno / Heizwerke Brünn in Zusammenarbeit mit der ČEZ-Gruppe vorbereitet.

STRATEGISCHER, WIRTSCHAFTLICHER UND ÖKOLOGISCHER NUTZEN
Hauptziel der Heißwasserleitung ist es, die Abhängigkeit Brünns von Erdgas deutlich zu verringern und eine stabile Wärmeversorgung für Jahrzehnte sicherzustellen. Nach Inbetriebnahme wird das Kernkraftwerk Dukovany Wärmelieferungen bereitstellen, die etwa der Hälfte des jährlichen Wärmebedarfs der Stadt Brünn entsprechen. Derzeit nutzen die Brünner Heizwerke zu rund 80 % Erdgas zur Wärmeerzeugung; nach Fertigstellung des Projekts soll dieser Anteil auf etwa 10 % sinken.
Die Trasse der 42 Kilometer langen Leitung wird überwiegend durch unbebautes Gebiet führen und auch Gemeinden in der Region Vysočina und in Südmähren anschließen. Innerhalb Brünns werden weitere 53 Kilometer Leitungen an die Haupttrasse angeschlossen, um die neue Quelle in das bestehende Fernwärmesystem zu integrieren.
„Unser Ziel ist es, Brünn eine stabile und langfristig verfügbare Wärmeversorgung zu sichern. Die Heißwasserleitung aus Dukovany ermöglicht es uns zugleich, wirtschaftlich vorteilhafte und ökologische Energielieferungen für Haushalte und Unternehmen anzubieten, die damit Wärme ohne Preisschwankungen und ohne Sorgen um eigene Anlagen erhalten“, sagt der Generaldirektor der Teplárny Brno / Heizwerke Brünn, Petr Fajmon.
Das Projekt wird auch erhebliche Umweltvorteile bringen. Durch die Nutzung von Kernwärme werden die CO₂-Emissionen jährlich um etwa 135.000 Tonnen reduziert, was dem Betrieb von rund 50.000 Pkw entspricht. Gleichzeitig ermöglicht es die schrittweise Stilllegung lokaler Gaskesselanlagen in mehreren Stadtteilen und trägt zur Verbesserung der Luftqualität bei.

EIN PROJEKT, DESSEN ZEIT GEKOMMEN IST
Die Idee, Wärme aus Dukovany zur Versorgung Brünns zu nutzen, entstand bereits in den 1980er Jahren, doch erst die aktuelle Energiesituation gab ihr eine klare wirtschaftliche Grundlage. Die Energiekrise der letzten Jahre hat gezeigt, wie verwundbar ein System ist, das überwiegend auf Erdgas basiert. Die Heißwasserleitung bringt eine stabile, langfristig verfügbare und emissionsfreie Quelle in das Fernwärmesystem. Sie nutzt die bei der Stromerzeugung in Dukovany entstehende Wärme – also Energie, die ohne zusätzlichen Brennstoffeinsatz verfügbar ist und sonst ungenutzt bliebe.

WÄRME AUS KERNENERGIE IST NICHT PREISSCHOCKS AUSGESETZT
Ein zentraler Vorteil des Projekts ist die Vorhersehbarkeit. Wärme aus Kernenergie ist keinen Preisschocks oder starken Schwankungen auf den Rohstoffmärkten ausgesetzt, wie Europa sie nach Beginn des Krieges in der Ukraine oder im Zusammenhang mit Entwicklungen im Nahen Osten erlebt hat. In der Praxis bedeutet dies eine stabilere Entwicklung der Wärmepreise auf lange Sicht.
Das Projekt stellt zugleich eine effiziente Nutzung bestehender nuklearer Infrastruktur dar und erweitert den Einsatz der Kernenergie auch auf den Bereich der Wärmeversorgung. Die Tschechische Republik stärkt damit ihre Energieautarkie, ohne neue primäre Wärmequellen errichten zu müssen.

MODERNES ENERGIE-ÖKOSYSTEM DER STADT
Die neue Quelle wird Teil eines umfassenderen städtischen Energiesystems sein. Das zentrale System wird Kernwärme mit weiteren modernen Technologien kombinieren – etwa der energetischen Abfallverwertung oder Biomasse. So entsteht ein robustes und flexibles System, das weniger anfällig für Marktschwankungen ist.
Eine stabile, emissionsarme Energiequelle ist zudem wichtig für die zukünftige Stadtentwicklung. Neue Wohn- und Verwaltungsprojekte können an die bestehende Infrastruktur angeschlossen werden, ohne eigene Heizwerke oder individuelle Wärmequellen errichten zu müssen. Dies senkt Investitionskosten und vereinfacht Genehmigungsverfahren.
Die Vorbereitungsarbeiten laufen bereits. Teplárny Brno hat einen Vertrag mit der Firma Afry CZ über die Erstellung der Projektdokumentation einschließlich aller erforderlichen Genehmigungen unterzeichnet. Die ČEZ-Gruppe wird den Wärmetransport aus den Blöcken in Dukovany bis an die Grenze des Kraftwerks sicherstellen. Der Baubeginn ist für das Jahr 2028 geplant, die ersten Wärmelieferungen könnten etwa im Jahr 2032 beginnen.

DER BRÜNNER HEISSWASSERANSCHLUSS INSPIRIERT EUROPA
Das Projekt hat auch eine starke internationale Dimension. Vertreter von Teplárny Brno / Heizwerken Brünn präsentierten es beispielsweise im Europäischen Parlament in Brüssel und Straßburg, wo es großes Interesse bei Fachleuten und Politikern weckte. Aus europäischer Sicht handelt es sich um eine der ersten großen Investitionen, die Kernenergie und Fernwärme in großem Maßstab verbindet.
„Schon heute wird das Projekt der Heißwasserleitung aus Dukovany im Ausland als Vorbild dafür gesehen, wie emissionsarme Quellen zur Dekarbonisierung von Städten genutzt werden können. Es ist ein Weg, der auch andere Metropolen inspirieren kann – nicht nur in Europa –, um Emissionen zu senken, die Energiesicherheit zu stärken und gleichzeitig bezahlbare Wärme für die Bevölkerung sicherzustellen“, sagt Petr Fajmon.
Das Projekt fand auch große Beachtung auf der Weltausstellung Expo 2025 im japanischen Osaka, wo sich unter anderem Länder wie China und Australien intensiv dafür interessierten. Für viele Staaten ist vor allem der pragmatische Ansatz inspirierend: die Nutzung einer bestehenden stabilen Energiequelle und deren Anbindung an die städtische Infrastruktur ohne grundlegende Veränderungen der Stadtstruktur.

STABILE ENERGIE FÜR DIE ZUKUNFT TSCHECHIENS
Die Tschechische Republik steht heute vor der Aufgabe, ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Industrie zu erhalten. Die Heißwasserleitung von Dukovany nach Brünn zeigt, dass Dekarbonisierung nicht Instabilität oder steigende Kosten bedeuten muss.
Im Gegenteil: Sie kann auf einer starken Infrastruktur und stabilen Energiequellen basieren. Das Projekt nutzt bestehende nukleare Kapazitäten und erweitert deren Nutzen auch auf den Bereich der Wärmeversorgung, wodurch zugleich die Energieautarkie der Tschechischen Republik gestärkt wird. Dadurch entwickelt sich das Land zunehmend zu einem der interessantesten Beispiele für moderne städtische Energieversorgung in Mitteleuropa.
/gr/


Okamura: Tschechien sollte wegen der Energiepreise wieder auch in Russland nach Quellen suchen
ČTK
11. April 2026, oenergetice.cz

Eine Lösung für die hohen Energie- und Kraftstoffpreise wäre der Bezug von Gas und Öl aus Russland. Tschechien sollte daher seine Bezugsquellen erneut diversifizieren und seine Energiesicherheit sichern. Das sagte der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, Tomio Okamura (SPD), heute in der Sendung Za pět minut dvanáct des Fernsehsenders Nova. Tschechien hatte sich in der vergangenen Legislaturperiode nach dem russischen Angriff auf die Ukraine von der Abhängigkeit von Importen aus Russland gelöst.
„Heute sollte die Diversifizierung meiner Meinung nach auch wieder in die entgegengesetzte Richtung erfolgen. Übrigens hat die österreichische Regierung bereits im vergangenen Jahr gesagt, dass sie durchaus Energie aus Russland beziehen würde, sofern sie am günstigsten ist – allerdings nach Beendigung des Konflikts (der russischen Invasion in der Ukraine). Das bedeutet, wir sollten versuchen, unsere Energiesicherheit durch mehrere Quellen zu gewährleisten“, sagte Okamura.
Er fügte hinzu, dass für ihn am wichtigsten sei, dass tschechische Bürger und Unternehmen möglichst günstige Energie haben.

Nach Ansicht Okamuras erhöhen die aktuellen Eingriffe der USA im Iran das Risiko einer Energiekrise. Die Oppositionsabgeordnete und ehemalige Vizepräsidentin des Abgeordnetenhauses, Věra Kovářová (STAN), begrüßte, dass der Vorsitzende der Bewegung SPD anerkennt, dass der starke Preisanstieg eine Folge des Krieges ist. „Das haben Sie vor vier Jahren (nach dem russischen Angriff auf die Ukraine) nicht getan, damals haben Sie das tatsächlich bestritten“, sagte Kovářová.
Okamura argumentiert, dass russische Energieträger ohnehin weiterhin nach Europa geliefert werden. „Wenn Sie also nach Osten blicken und russisches Öl beziehen möchten, erinnere ich nur an das Jahr 2019, als verunreinigtes Öl aus Russland zu uns kam. Auf russisches Öl ist kein Verlass – es ist ein unzuverlässiger Partner. Es ist ein Partner, der uns erpressen kann, und das zeigt sich sowohl am Beispiel der Slowakei als auch Ungarns“, erklärte die Abgeordnete der STAN.
Bild: Der landgestützte Teil der Gaspipeline Nord Stream 2.
Quelle: https://oenergetice.cz/plyn/okamura-ces ... -i-v-rusku
/gr/

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Mgr. Gabriela Reitingerova
OIŽP - Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí / BIU - Bürgeriniative Umweltschutz
Kubatova 6
370 04 České Budějovice
E-Mail: gabi.reitinger@oizp.cz
Tel: 603 805 799
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