Re: Anti-Atom Monitoring der tschechischen Presse
Verfasst: Fr 15. Aug 2025, 08:18
Auswahl von relevanten Zeitungsartikeln aus dem Energiebereich vom 15.August 2025:
Kinder beim Atomreaktor
15.08.2025 Spezial DNES (rot) Seite: 15
Dutzende Kinder erlebten eine Woche voller Spaß, Abenteuer und Wissen im Kernkraftwerk Temelín. Sie spielten Schiffbrüchige, Entdecker und Zehnkämpfer.
Dutzende Kinder erlebten dieses Jahr eine Woche voller Spaß, Abenteuer und Wissen im Kernkraftwerk Temelín. Zum elften Mal hat ČEZ ein Vorortcamp für die Kinder seiner Mitarbeiter vorbereitet. Neben der Kinderbetreuung möchte das Energieunternehmen CEZ den Eltern, die AKW-Mitarbeiter sind, auch in den Ferien bei der Kinderbetreuung helfen. Insgesamt 100 Kinder nahmen an den drei 1-wöchentlichen Sommer – Camps bei Temelin teil.
CAMP - BASIS IM INFOZENTRUM
Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautete Sport, Abenteuer und Wettbewerb. „In der ersten Woche waren die Kinder Schiffbrüchige, in der nächsten Woche Entdecker und die Teilnehmer des letzten Laufs Zehnkämpfer. Bei jedem Sommercamp -Lauf haben wir auch zwei Ausflüge in die Umgebung im Programm. Alles hängt immer vom Wetter ab“, so Martin Rothschedl, einer der Leiter des Vereins Poškolák, der das Sommer-Camp für Kinder organisiert, über das Programm.
Die Kinder hatten ihren Ausgangspunkt im Infozentrum Temelín. Hier besichtigten sie mithilfe einer virtuellen Brille die wichtigsten Teile des Kraftwerks Temelín, darunter die Reaktorhalle. Sie konnten auch einen realen Blick in das Schulungszentrum für Block-Bediener werfen.
ZUM SIEBTEN MAL IM CAMP
„Ich bin jetzt zum dritten Mal im Camp in Temelín und es gefällt mir hier sehr gut. Am liebsten bastele ich mit Perlen. Wir können alles basteln, was wir wollen, dann wird es gebügelt und wir haben ein schönes Souvenir. Heute haben wir uns das Kraftwerk mit einer virtuellen Brille angeschaut, das hat Spaß gemacht. Wir sind auf den Kühlturm geflogen. Ich hatte ein bisschen Angst, aber als wir oben waren, war es ein wunderbares Gefühl und die Angst war wie weggeblasen“, erzählte die achtjährige Juliana Nader im Juli.
Die elfjährige Natálie Herálecká nahm ebenfalls zum siebten Mal am Camp teil. „Ich besuche dieses Camp seit meiner Kindheit. Mein Vater arbeitet hier im Kraftwerk, deshalb ist es für mich ein bisschen wie Zuhause. Am meisten Spaß machen mir die Wettbewerbe. Heute sind wir gelaufen und haben Karten gesammelt. Und weil ich schon seit einigen Jahren hierherkomme, habe ich hier Freunde gefunden, die ich jedes Jahr wiedertreffe“, beschrieb Herálecká.
/gr/
Südböhmen: Sommeruniversität öffnet Hochschul-Studenten die Tür zur Arbeit in der Kernenergie
13. August 2025 Za krasnejsi Vimperk
33 Studierende von Fachhochschulen und Universitäten nahmen dieses Jahr an der von der CEZ-Gruppe organisierten Sommeruniversität teil. Zwei Wochen lang besuchten sie dreißig Fachvorträge im Kernkraftwerk Temelín und besichtigten zahlreiche normalerweise unzugängliche Bereiche. Obwohl die Studierenden noch mindestens ein Studienjahr vor sich haben, haben sie bereits jetzt gute Chancen auf einen Job in der Kernenergie-Branche. CEZ intensiviert seine Rekrutierungsaktivitäten und konzentriert sich neben Bloc-Bedienern auch auf Maschinisten, Elektriker und Werkstoffingenieure.
Während des zweiwöchigen Aufenthalt im Kraftwerk besuchten die Studenten die Kontrollzone, den Maschinenraum, die Notrufzentrale und das Strahlungsüberwachungslabor. In dreißig Vorlesungen lernten sie theoretisches Wissen direkt von Experten. Viele von ihnen haben sogar Angebote für zukünftige Jobs erhalten.
Sarah Markvartová, eine von sieben Studierenden der diesjährigen Sommeruniversität, beginnt in einem Jahr ihre Vorbereitung auf die Position einer Turbinenführerin. „Ich interessiere mich für Energie und möchte hier arbeiten. Die Sommeruniversität war für mich eine gute Möglichkeit, das Kraftwerk kennenzulernen. Der Kühlturm, für dessen Bau 63.000 Tonnen Material verwendet wurden, hat mich sehr interessiert. Ich möchte Sekundärkreis-Operator werden und habe die erforderlichen psychologischen Tests bereits absolviert“, sagte die Studentin im fünften Studienjahr an der Tschechischen Technischen Universität CVUT.
Jonáš Venc von der Fakultät für Mathematik und Physik der Karls-Universität erwägt ebenfalls eine Karriere in der Kernenergie. „Es ist toll hier. Am meisten hat mich der Blocksteuerwarten-Simulator interessiert, in dem wir gesehen haben, wie das Kraftwerk gesteuert wird. Und ich habe gerade ein Angebot für eine Stelle als Block-Bediener bekommen, daher denke ich viel darüber nach.“
Laut Energieingenieuren haben erfolgreiche Absolventen der Sommeruniversität sehr gute Aussichten auf eine Weiterbeschäftigung bei ČEZ. „Es geht nicht nur um Block -Operatoren oder Kerntechniker. Wir suchen ständig neue Mitarbeiter für verschiedene technische Berufe in den Bereichen Elektrotechnik, Mechanik und Werkstoffanalyse. Der Generationswechsel, den Temelín derzeit durchläuft, sowie die Vorbereitung neuer Kernkraftwerke – ob Großanlagen oder kleine modulare Reaktoren – bieten jungen Menschen große Chancen“, so Bohdan Zronek, Vorstandsmitglied von ČEZ und Leiter der Kernenergieabteilung.
Auch im Hinblick auf Entwicklungsprojekte hat ČEZ in letzter Zeit seine Rekrutierungsaktivitäten intensiviert. Energiefachleute konzentrieren sich auch auf technische Berufe wie Schweißer, Elektriker, Maschinisten, Werkstoffingenieure, Projektmanager oder Technologen.
Autor:: Marek Svita, Kernkraftwerk Temelín
Quelle. https://zakrasnejsivimperk.cz/?p=353719
/gr/
Dank der Temelíner Mitarbeiter erhielten Vereine aus Südböhmen 1,7 Millionen Kronen.
1. August 2025 Za Vimperk krasnejsi
50.000 Kronen erhielten Imker aus Albrechtice nad Vltavou für einen Glasbienenstock.
Umweltschutz, Kinderarbeit oder Hilfe und Unterstützung für Menschen mit Behinderungen: Dies sind nur einige Beispiele für die Bereiche, die die ČEZ-Stiftung in diesem Jahr in Südböhmen unterstützt hat. Insgesamt wurden im Rahmen der sogenannten Mitarbeiterstipendien über 1,7 Millionen Kronen für 36 Projekte bereitgestellt.
„Nennen Sie gemeinnützige Organisationen, die Sie unterstützen, und erhalten Sie die Chance auf eine Unterstützung von bis zu 50.000 Kronen durch die ČEZ-Stiftung.“ : Mitarbeiter der ČEZ-Gruppe haben jedes Jahr die Möglichkeit dazu. In diesem Jahr unterstützte die ČEZ-Stiftung 36 Freiwilligenvereine in Südböhmen mit über 1,7 Millionen Kronen.
Michal Seiml aus Zliv erhielt knapp 50.000 Kronen für die Wiederherstellung des Feuchtgebiets für die Südböhmische Ornithologische Gesellschaft. „Wir restaurieren schrittweise die Feuchtgebiete in der Aue des Bezdrevský-Baches. So wollen wir die Rückkehr von Vögeln ermöglichen, die früher in den Sümpfen nisteten.“
Der Imkerverein Albrechtice nad Vltavou wird mit einem Zuschuss von 50.000 Kronen der ČEZ-Stiftung einen Glasbienenstock erwerben. „Wir organisieren Veranstaltungen nicht nur für Imker, sondern auch für die breite Öffentlichkeit. Wir haben einen Schaubienenstand im Garten der Grundschule, verfügen aber noch nicht über viel eigene Ausrüstung. Mit dem Zuschuss von CEZ möchten wir beispielsweise einen Glasbienenstock anschaffen, damit Kinder einen Blick in den Stock werfen können“, sagte František Musil, der die Imker aus Albrechtice in das Förderverfahren anmeldete.
Der Verein „Kočka v srdci“ /Katze im Herzen/ mit Sitz in Vltavou erhielt 20.000 Kronen. „Wir sind ein Zusammenschluss mehrerer Freiwilliger. Wir kümmern uns um heimatlose Katzen, bieten tierärztliche Behandlung, Kastration und suchen ein neues Zuhause für sie. Seit 17 Jahren gibt es in Týn nad Vltavou eine Aufnahmestation für streunende Katzen. Die letzte eingefangene Katze hieß Jaderka /Atomatze/. Die Spende geht an diese Aufnahmestation“, erklärte Pavla Vlnová, Mitgliederin des Vereins und Mitarbeiterin des Kernkraftwerks Temelín.
„Unsere Mitarbeiter engagieren sich in verschiedenen Vereinen. Manche engagieren sich im Umweltschutz, andere fördern die Fähigkeiten von Kindern und wieder andere helfen Menschen mit Behinderungen. Es ist großartig, dass die ČEZ-Stiftung ein Programm hat, das die Bemühungen unserer Mitarbeiter weiter unterstützen kann“, sagte Jan Kruml, Direktor des Kernkraftwerks Temelín.
Zu den weiteren erfolgreichen Bewerbern zählen Sportvereine, freiwillige Feuerwehrleute und Organisationen, die sich um körperlich Behinderte kümmern. Die ČEZ-Stiftung verteilte zehn Millionen Kronen an zweihundert Freiwilligenorganisationen im ganzen Land.
Autor: Marek Svitak, Kernkraftwerk Temelín
Foto: Jana Gribbinova
Quelle: https://zakrasnejsivimperk.cz/?p=352675
/gr/
Der größte Uranförderer der Welt plant den Start der Kernbrennstoffproduktion.
14. August 2025, energetice.cz
Autor: Eduard Majling
Kasachstan ist seit langem der größte Uranförderer und -lieferant auf dem Weltmarkt. Das Land betreibt jedoch noch kein einziges Kernkraftwerk und produziert auch keinen Kernbrennstoff aus dem heimischem Uran. Dies dürfte sich jedoch in der Zukunft ändern.
Der Uranbergbau ist nur der erste Schritt zur Sicherung des Betriebs von Kernkraftwerken, da dieses Ausgangsmaterial anschließend zu Kernbrennstoff verarbeitet werden muss. Die Versorgung mit Kernbrennstoffen ist daher für viele Länder ein strategisches Thema, und die Zahl der Anbieter auf dem Weltmarkt ist begrenzt. Die Diversifizierung der Kernbrennstoffversorgung hat in den letzten Jahren nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine noch mehr an Bedeutung gewonnen.
Man muss für ein Beispiel nicht weit gehen, denn der tschechische Energiekonzern ČEZ hat diesen Prozess bereits vor Jahren begonnen. In diesem Jahr trafen die ersten Lieferungen eines neuen Brennstoffs von Westinghouse in tschechischen Kernkraftwerken ein, die zuvor mit Brennstoff aus Russland beliefert wurden. Auch andere Länder, wie Bulgarien, das sich von der Abhängigkeit von russischen Brennstofflieferungen lösen will, diversifizieren ihre Kernbrennstoff - Versorgung auf ähnliche Weise.
Ein weiterer Akteur könnte in den kommenden Jahren auf den Weltmarkt drängen: Kasachstan. Laut der Agentur Reuters kündigte die kasachische Atomenergiebehörde letzte Woche Pläne an, mit der Produktion von Kernbrennstoff im Land zu beginnen. Kasachstan verfügt über umfangreiche Uranreserven, die auf 15 % der weltweiten Uranreserven geschätzt werden. Gemessen an den Reserven liegt das Land nach Australien an zweiter Stelle, gemessen an der Produktion ist es jedoch weltweit führend.
Das Land hat mit dem Bau seines ersten Kernkraftwerks begonnen….
Neben der Aufnahme der heimischen Kernbrennstoffproduktion wird Kasachstan voraussichtlich auch sein erstes Kernkraftwerk bekommen. Laut der Agentur Reuters wurde der Bau eines Kernkraftwerks im vergangenen Oktober in einem Referendum von über 71 % der Wähler unterstützt. Am vergangenen Freitag begann dann das russische Unternehmen Rosatom mit dem Bau des ersten Kernkraftwerks Kasachstans. Bis zum Jahr 2035 plant das Land, über eine installierte Kernenergiekapazität von 2,4 GW zu verfügen.
Quelle: https://oenergetice.cz/jaderne-elektrar ... eho-paliva
/gr/
Wer baut als Erster einen Atomreaktor auf dem Mond?
15.08.2025 Mladq fronta DNES Ladislav Kryzanek Seite: 7
Der Minireaktor soll als stabile Energiequelle für bemannte Basisstationen auf dem Mond dienen. Das Rennen hat begonnen.
Der Bau einer bemannten Basis auf dem Mond, einem Sprungbrett für Flüge zum Mars und noch weiter, ist keine Science-Fiction mehr. Die Frage ist nicht ob, sondern wann. „Wenn“ bedeutet dann ziemlich bald, vielleicht in zehn Jahren, glauben Optimisten.
Astronauten, die auf dem Mond leben werden, werden viel Energie benötigen. Sie können keinen Treibstoff mitnehmen und werden ihn auf dem Mond wahrscheinlich auch nicht finden, da es dort weder Gas noch Öl gibt. Wie also sollen sie das schaffen? Experten sind sich einig, dass die Lösung darin besteht, dort einen Miniatur-Atomreaktor zu bauen, um die Station mit Strom zu versorgen.
Das Rennen darum, wer ihn zuerst auf der Mondoberfläche bauen wird, hat bereits begonnen. Die alten Beannten USA, Russland und China kämpfen um den Sieg, aber auch andere, wie Indien oder Japan, blicken diskreter auf den Mond.
Es wird viel Geld kosten, das sich selbst die USA nicht leisten können, insbesondere nachdem die Trump-Administration das NASA-Budget für nächstes Jahr um ein Viertel gekürzt hat. Aber der Gewinner bekommt den Jackpot. Es geht weit mehr als nur um Prestige oder wissenschaftlichen Fortschritt. Die bahnbrechenden Pläne sind sicherlich auch von langfristigen geopolitischen Zielen motiviert, die die Rivalität zwischen den Supermächten auf der Erde widerspiegeln.
Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA gab diesen Monat bekannt, dass sie ihre ehrgeizigen Pläne beschleunigt und ihren Reaktor bis Anfang der 30er Jahre auf dem Mond haben möchte. Die gesamte Basis könnte einige Jahre später fertig sein. Experten sind sich uneinig, ob dieser Zeitrahmen realistisch ist, aber China und Russland, die derzeit Hand in Hand gehen, wollen nicht zurückbleiben. Sie sind jetzt auf dem Zug und haben bis jetzt angekündigt, dass ihre Basis um 2035 in Betrieb gehen soll. Einschließlich eines Kernspaltungsreaktors mit schwach angereichertem Uran als stabile Energiequelle für Langzeitaufenthalte und den Betrieb während der Mondnächte.
Nur der Atomkraft kann es schaffen…..
Ein zuverlässiger nuklearer Minireaktor ist die Grundlage, um die sich jetzt alles dreht. „Die Wahrheit ist, dass Atomkraft die einzige Möglichkeit ist, eine Mondbasis am Leben zu erhalten“, sagte Simon Middleburgh vom Nuclear Futures Institute in Wales gegenüber der BBC-Agentur. „Wir können keinen Treibstoff mitbringen, Solarzellen und Dieselgeneratoren funktionieren nicht“, fügte er hinzu.
Es wird jedoch eine Herausforderung, da die Bedingungen auf dem Mond extrem sind. Ein Tag dort dauert nicht 24 Stunden wie auf der Erde, sondern fast einen Monat. 29,5 Tage, um genau zu sein. Im Grunde gibt es zwei Wochen Licht und zwei Wochen Dunkelheit, während derer die Temperatur auf -130 Grad Celsius sinkt. Deshalb fanden alle Apollo-Missionen von 1969 bis 1972 während des Mondtages und in der Nähe des Mondäquators statt, als die Temperaturen erträglich waren und Sonnenlicht wissenschaftliche Instrumente mit Strom versorgen konnte.
Einen kleinen Kernreaktor unter den extrem rauen Bedingungen auf dem Mond zum Laufen zu bringen, ist eine echte Herausforderung. Er muss leicht und langlebig sein und gemäß den Spezifikationen der NASA die Mondstation mindestens zehn Jahre lang in Betrieb halten können. Das bedeutet, dass er kontinuierlich 50 bis 100 Kilowatt Energie produzieren muss.
„In der Vorgabe heißt es auch, dass das Reaktorsystem so konzipiert sein muss, dass es autonom und mit minimalem menschlichen Eingriff betrieben werden kann“, sagte Shatel Bhakta vom Johnson Space Center der NASA der Zeitung Los Angeles Times.
Die russische Agentur Roskosmos entwickelt gemeinsam mit der chinesischen Raumfahrtbehörde ebenfalls aktiv einen Weltraum-Kernreaktor. Russische Experten erklärten, dass dieser auf dem Mond „ohne menschliche Anwesenheit“ in Betrieb genommen werden soll.
Die ersten Entwürfe für solche Reaktoren sind zwar keine „Temelins“, aber sie haben die Größe eines Kleinwagens und wiegen mehrere Tonnen. Für den Betrieb im Weltraum sind sie dennoch relativ groß. Deshalb wird nun intensiv an ihrer Miniaturisierung gearbeitet. Die Entwickler versprechen, dass ähnliche Mikroreaktoren nach ihrer Erprobung in vielen Bereichen, auch auf der Erde, eingesetzt werden könnten.
Vorteil des First-Mover-Prinzips….
Neben einer Vielzahl praktischer Probleme wirft der Plan jedoch auch eine Reihe rechtlicher Fragen auf.
Mit dem zunehmenden Mondfieber wachsen auch die Bedenken, dass in einer Ära erneuerter Großmachtpolitik die Spannungen zwischen Rivalen auf der Erde auf die Mondoberfläche übergreifen könnten. Sie konzentrieren sich in der Frage: „Wem gehört eigentlich der Mond?“
„Das Weltraumrecht erweist sich als recht schwach und unerprobt. Experten warnen insbesondere davor, dass das erste Land, das einen Reaktor auf dem Mond errichtet, diesen anschließend zur Sperrzone erklären könnte. „Es gibt einen bestimmten Teil des Mondes, von dem jeder weiß, dass er sich am besten für diesen Zweck eignet“, sagte der amtierende NASA-Administrator und Verkehrsminister Sean Duffy. „Wir wollen als Erste dort sein und ihn für Amerika besetzen“, fügte er hinzu und erklärte, warum die NASA die Pläne zum Bau eines Mini-Atomreaktors beschleunigt hat.
Solche Überlegungen stehen im Widerspruch zum Weltraumvertrag von 1967, wonach kein Land den Mond oder Teile davon besitzen darf. Doch was getan werden kann – rohe Gewalt und Direktheit – sind das was sich in der gegenwärtigen Politik am meisten durchsetzt. Es bleibt nur zu hoffen, dass das spannende Weltraumabenteuer nicht irgendwann in eine Goldgräbermentalität und einen Star Wars um die dortigen unerschöpflichen Ressourcen ausartet.
/gr/
Staatswälder öffnen sich für grüne Energie
15.08.2025 Mlada fronta DNES Seite: 9
Die Wälder der Tschechischen Republik werden künftig Land und Gebäude für erneuerbare Energien bereitstellen. Dies ist in Europa gängige Praxis.
Der Ausbau erneuerbarer Energiequellen stößt in der Tschechischen Republik häufig auf lokalen Widerstand. Der Umfrage zufolge ist sich die überwiegende Mehrheit der Tschechen der Auswirkungen des Klimawandels und der Notwendigkeit von Veränderungen im Energiesektor bewusst, steht Projekten in ihrer Region jedoch überwiegend negativ gegenüber. Der sogenannte NIMBY-Effekt gewinnt an Bedeutung. Er basiert auf der englischen Redewendung „Not In My BackYard“ und beschreibt in diesem konkreten Fall die Haltung von Menschen, die zwar nicht grundsätzlich gegen Windkraftanlagen oder Photovoltaik sind, diese aber nicht in der Nähe ihres Hauses, also im „eigenen Hinterhof“, haben möchten.
Die Wälder der Tschechischen Republik und die Kammer für Erneuerbare Energien haben sich von mehreren europäischen Ländern inspirieren lassen und entwickeln eine Lösung, die neue Projekte fördern soll. Diese sollen nicht in der Nähe von Gemeinden, sondern im Wald errichtet werden. Mitte Juli unterzeichneten sie ein Memorandum zur Zusammenarbeit, dessen Ziel die Entwicklung erneuerbarer Energien auf staatlichen Grundstücken oder Gebäuden unter der Verwaltung der Wälder der Tschechischen Republik ist. Teil der Zusammenarbeit ist die Identifizierung geeigneter Standorte für den Bau von Wind-, Solar- oder Wasserkraftwerken, Biomasseanlagen oder Wärmepumpen. Zukünftig könnte auch die Nutzung von Geothermie einbezogen werden.
„Wir sind uns bewusst, dass Dekarbonisierung, Energiesicherheit und -autarkie einen gemeinsamen Ansatz erfordern. Unsere Zusammenarbeit steht im Zusammenhang mit der Entwicklung von Regionen und ihrer Energieinfrastruktur im Hinblick auf die Umwelt“, sagte Dalibor Šafařík, Generaldirektor von Lesy ČR / Wälder der Tschechischen Republi, nach der Unterzeichnung.
Laut Štěpán Chalupa, Vorsitzender der Kammer für Erneuerbare Energien, ist die Nutzung staatlicher Wälder sinnvoll. „Es handelt sich um große, zusammenhängende Flächen fernab von besiedelten Gebieten, die sparsam und naturschutzgerecht genutzt werden können“, sagt er.
Geeignete Standorte werden gesucht…..
Der Bau von Kraftwerken in staatlichen Wäldern befindet sich derzeit in der Phase der Standortsuche und der Vorbereitung erster Projekte. Experten schätzen den Zeithorizont auf mehrere Jahre.
„Eine Analyse der Möglichkeiten für weitere Maßnahmen ist im Gange, hauptsächlich in Zusammenarbeit mit dem Industrieministerium“, bestätigte Šafařík gegenüber MF DNES. Er fügt hinzu, dass bei der Auswahl geeigneter Standorte stets die Interessen von Lesy ČR / Wälder der Tschechischen Republik und des Staates berücksichtigt werden, insbesondere im Hinblick auf die Natur und ihren Schutz sowie das potenzielle Risiko erheblicher Einschränkungen der Bewirtschaftung.
Laut dem Generaldirektor installiert das Unternehmen zudem weiterhin Photovoltaikanlagen auf ausgewählten eigenen Grundstücken. Das Ziel dieser Investitionen ist es, eine größere Autarkie zu erreichen und die Kosten der Stromversorgung zu senken.
Lesy ČR / Wälder der Tschechischen Republi bevorzugt keine bestimmte Form erneuerbarer Energie. „Vor allem Windkraftanlagen sind jedoch auf Waldflächen sinnvoll. Angesichts der geringen Wasserführung der von uns bewirtschafteten Gewässer, also eher Bäche, werden Wasserkraftwerksprojekte in der Minderheit sein. Wir greifen das Thema jedoch regelmäßig wieder auf und suchen nach neuen Alternativen“, erklärt Šafařík. Ihm zufolge wird die wirtschaftliche Rendite aller Projekte einen grundlegenden Einfluss haben.
Mögliche Standorte von Kraftwerken werden individuell und unter Berücksichtigung der Besonderheiten des jeweiligen Standorts geprüft. Auch die Auswirkungen auf die Forstwirtschaft werden bewertet.
Der Generaldirektor der Wälder der Tschechischen Republik bestätigt, dass er den neuen Ansatz wiederholt mit Vertretern der österreichischen Staatswälder besprochen hat, die über langjährige Erfahrung im Betrieb und Bau von Wasser- und Windkraftanlagen verfügen. „Uns interessierten insbesondere die Fallstricke bei der Projektvorbereitung, dem Betrieb und dem anschließenden Rückbau von Windkraftanlagen. In Österreich sind die Bedingungen und die nationale Gesetzgebung jedoch anders, sodass dieses Wissen im Inland nicht in vollem Umfang genutzt werden kann“, erklärt Šafařík.
Erfahrungen aus Europa…
Ein Beispiel für alle: In der Oststeiermark befindet sich der größte Höhenwindpark Mitteleuropas. Er heißt Steinriegel – Pretul und verfügt über 35 Turbinen. „Vom Dorf Rettenegg aus nimmt man den Alpannonia-Zugangsweg zum 1.656 Meter hohen Pretul. Von hier aus kann man das herrliche Bergpanorama und den Windpark genießen“, beschreibt der Park auf seiner Website.
Auch Štěpán Chalupa bestätigt, dass sich die Kammer für erneuerbare Energien vom Ausland inspirieren ließ. „Die tschechischen Staatswälder können damit einen ähnlichen Weg einschlagen wie Länder wie Deutschland, Schweden oder Finnland, wo erneuerbare Energien zunehmend zu einem festen Bestandteil öffentlich verwalteter Flächen werden“, fügt er hinzu.
„Auf dem Gelände der Bayerischen Staatsforste stehen 104 Windkraftanlagen. Fünf davon befinden sich derzeit im Bau und werden bald in Betrieb genommen. In diesem Jahr beginnt der Bau von rund 30 neuen Windkraftanlagen“, bestätigte Jan-Paul Schmidt, Pressesprecher der Bayerischen Staatsforsten (BaySF), gegenüber MF DNES. Bis 2030 plant das Unternehmen, die Fläche für rund 500 Windkraftanlagen zugänglich zu machen.
Im April dieses Jahres begann der Bau von 22 neuen Windkraftanlagen in den Bayerischen Staatsforsten. Acht weitere entstehen allein in der Gemeinde Pollenfeld und werden rund 36.000 Haushalte mit Ökostrom versorgen. Im Dorf Schlüsselfeld bei Bamberg rechnet man mit bis zu fünf Windkraftwerken, die 25.000 Haushalte mit Strom versorgen werden. Am dritten Standort, in Ipsheim, sollen neun neue Windkraftanlagen entstehen, die rund 41.000 Haushalte mit Strom versorgen sollen. Projektpartner ist hier Green Wind Energy.
Boom im Norden….
In Finnland hat das staatliche Unternehmen Metsähallitus bisher den Bau von 179 Onshore-Windkraftanlagen ermöglicht und bereitet weitere Offshore-Projekte vor. Der Staat erhält sowohl eine feste Miete als auch eine Beteiligung an den Einnahmen. Der schwedische staatliche Forstbesitzer Sveaskog ist eine Partnerschaft mit dem Solarparkentwickler Alight eingegangen, um bis 2029 Solarenergieprojekte mit einer Gesamtleistung von 2 GW zu entwickeln. Das Ziel der Zusammenarbeit ist es, Schwedens Stromdefizit zu beheben, indem Sveaskogs ausgedehnte Flächen zur Erzeugung erneuerbarer Energien genutzt werden. Die erste Phase der Partnerschaft umfasst den Bau von zwei Solarparks, einem 150 Hektar großen in Mittelschweden und einem 70 Hektar großen im Süden des Landes. Diese Gebiete sind von Stromknappheit betroffen und benötigen Infrastruktur für erneuerbare Energiequellen.
Neue Technologien….
Laut Štěpán Chalupa bietet insbesondere die Windenergie dank des technischen Fortschritts der letzten Jahre erhebliches Potenzial für den Ausbau neuer erneuerbarer Energien in den tschechischen Wäldern.
Die derzeit verfügbaren Technologien für Onshore-Windkraftanlagen erreichen in der Regel eine Turmhöhe zwischen 120 und 180 Metern, Rotoren mit einem Durchmesser von 140 bis 180 Metern und eine Leistung von vier bis sieben Megawatt. Die Gesamthöhe dieser Anlagen liegt somit zwischen 200 und 270 Metern.
„So kann auch bei altem Wald eine ausreichende Schutzzone für beispielsweise Vögel oder Fledermäuse, die dicht über den Baumkronen fliegen, aufrechterhalten werden. Dies gewährleistet auch den Zugang zu einer stabileren und stärkeren Windströmung, die für eine effiziente Stromerzeugung notwendig ist“, fügt er hinzu.
Darüber hinaus erhöht die Ansiedlung neuer erneuerbarer Energiequellen an weniger frequentierten oder abgelegenen Standorten die Chance auf positive Akzeptanz in der Bevölkerung. „Projekte werden stets den geltenden Vorschriften entsprechen, einschließlich einer gründlichen Prüfung aus naturschutzfachlicher Sicht“, versichert Chalupa.
Online auch hier: https://www.idnes.cz/ekonomika/domaci/l ... ntent=main
/gr/
--
Mgr. Gabriela Reitingerova
OIŽP - Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí / BIU - Bürgeriniative Umweltschutz
Kubatova 6
370 04 České Budějovice
E-Mail: gabi.reitinger@oizp.cz
Tel: 603 805 799
Kinder beim Atomreaktor
15.08.2025 Spezial DNES (rot) Seite: 15
Dutzende Kinder erlebten eine Woche voller Spaß, Abenteuer und Wissen im Kernkraftwerk Temelín. Sie spielten Schiffbrüchige, Entdecker und Zehnkämpfer.
Dutzende Kinder erlebten dieses Jahr eine Woche voller Spaß, Abenteuer und Wissen im Kernkraftwerk Temelín. Zum elften Mal hat ČEZ ein Vorortcamp für die Kinder seiner Mitarbeiter vorbereitet. Neben der Kinderbetreuung möchte das Energieunternehmen CEZ den Eltern, die AKW-Mitarbeiter sind, auch in den Ferien bei der Kinderbetreuung helfen. Insgesamt 100 Kinder nahmen an den drei 1-wöchentlichen Sommer – Camps bei Temelin teil.
CAMP - BASIS IM INFOZENTRUM
Das Motto der diesjährigen Veranstaltung lautete Sport, Abenteuer und Wettbewerb. „In der ersten Woche waren die Kinder Schiffbrüchige, in der nächsten Woche Entdecker und die Teilnehmer des letzten Laufs Zehnkämpfer. Bei jedem Sommercamp -Lauf haben wir auch zwei Ausflüge in die Umgebung im Programm. Alles hängt immer vom Wetter ab“, so Martin Rothschedl, einer der Leiter des Vereins Poškolák, der das Sommer-Camp für Kinder organisiert, über das Programm.
Die Kinder hatten ihren Ausgangspunkt im Infozentrum Temelín. Hier besichtigten sie mithilfe einer virtuellen Brille die wichtigsten Teile des Kraftwerks Temelín, darunter die Reaktorhalle. Sie konnten auch einen realen Blick in das Schulungszentrum für Block-Bediener werfen.
ZUM SIEBTEN MAL IM CAMP
„Ich bin jetzt zum dritten Mal im Camp in Temelín und es gefällt mir hier sehr gut. Am liebsten bastele ich mit Perlen. Wir können alles basteln, was wir wollen, dann wird es gebügelt und wir haben ein schönes Souvenir. Heute haben wir uns das Kraftwerk mit einer virtuellen Brille angeschaut, das hat Spaß gemacht. Wir sind auf den Kühlturm geflogen. Ich hatte ein bisschen Angst, aber als wir oben waren, war es ein wunderbares Gefühl und die Angst war wie weggeblasen“, erzählte die achtjährige Juliana Nader im Juli.
Die elfjährige Natálie Herálecká nahm ebenfalls zum siebten Mal am Camp teil. „Ich besuche dieses Camp seit meiner Kindheit. Mein Vater arbeitet hier im Kraftwerk, deshalb ist es für mich ein bisschen wie Zuhause. Am meisten Spaß machen mir die Wettbewerbe. Heute sind wir gelaufen und haben Karten gesammelt. Und weil ich schon seit einigen Jahren hierherkomme, habe ich hier Freunde gefunden, die ich jedes Jahr wiedertreffe“, beschrieb Herálecká.
/gr/
Südböhmen: Sommeruniversität öffnet Hochschul-Studenten die Tür zur Arbeit in der Kernenergie
13. August 2025 Za krasnejsi Vimperk
33 Studierende von Fachhochschulen und Universitäten nahmen dieses Jahr an der von der CEZ-Gruppe organisierten Sommeruniversität teil. Zwei Wochen lang besuchten sie dreißig Fachvorträge im Kernkraftwerk Temelín und besichtigten zahlreiche normalerweise unzugängliche Bereiche. Obwohl die Studierenden noch mindestens ein Studienjahr vor sich haben, haben sie bereits jetzt gute Chancen auf einen Job in der Kernenergie-Branche. CEZ intensiviert seine Rekrutierungsaktivitäten und konzentriert sich neben Bloc-Bedienern auch auf Maschinisten, Elektriker und Werkstoffingenieure.
Während des zweiwöchigen Aufenthalt im Kraftwerk besuchten die Studenten die Kontrollzone, den Maschinenraum, die Notrufzentrale und das Strahlungsüberwachungslabor. In dreißig Vorlesungen lernten sie theoretisches Wissen direkt von Experten. Viele von ihnen haben sogar Angebote für zukünftige Jobs erhalten.
Sarah Markvartová, eine von sieben Studierenden der diesjährigen Sommeruniversität, beginnt in einem Jahr ihre Vorbereitung auf die Position einer Turbinenführerin. „Ich interessiere mich für Energie und möchte hier arbeiten. Die Sommeruniversität war für mich eine gute Möglichkeit, das Kraftwerk kennenzulernen. Der Kühlturm, für dessen Bau 63.000 Tonnen Material verwendet wurden, hat mich sehr interessiert. Ich möchte Sekundärkreis-Operator werden und habe die erforderlichen psychologischen Tests bereits absolviert“, sagte die Studentin im fünften Studienjahr an der Tschechischen Technischen Universität CVUT.
Jonáš Venc von der Fakultät für Mathematik und Physik der Karls-Universität erwägt ebenfalls eine Karriere in der Kernenergie. „Es ist toll hier. Am meisten hat mich der Blocksteuerwarten-Simulator interessiert, in dem wir gesehen haben, wie das Kraftwerk gesteuert wird. Und ich habe gerade ein Angebot für eine Stelle als Block-Bediener bekommen, daher denke ich viel darüber nach.“
Laut Energieingenieuren haben erfolgreiche Absolventen der Sommeruniversität sehr gute Aussichten auf eine Weiterbeschäftigung bei ČEZ. „Es geht nicht nur um Block -Operatoren oder Kerntechniker. Wir suchen ständig neue Mitarbeiter für verschiedene technische Berufe in den Bereichen Elektrotechnik, Mechanik und Werkstoffanalyse. Der Generationswechsel, den Temelín derzeit durchläuft, sowie die Vorbereitung neuer Kernkraftwerke – ob Großanlagen oder kleine modulare Reaktoren – bieten jungen Menschen große Chancen“, so Bohdan Zronek, Vorstandsmitglied von ČEZ und Leiter der Kernenergieabteilung.
Auch im Hinblick auf Entwicklungsprojekte hat ČEZ in letzter Zeit seine Rekrutierungsaktivitäten intensiviert. Energiefachleute konzentrieren sich auch auf technische Berufe wie Schweißer, Elektriker, Maschinisten, Werkstoffingenieure, Projektmanager oder Technologen.
Autor:: Marek Svita, Kernkraftwerk Temelín
Quelle. https://zakrasnejsivimperk.cz/?p=353719
/gr/
Dank der Temelíner Mitarbeiter erhielten Vereine aus Südböhmen 1,7 Millionen Kronen.
1. August 2025 Za Vimperk krasnejsi
50.000 Kronen erhielten Imker aus Albrechtice nad Vltavou für einen Glasbienenstock.
Umweltschutz, Kinderarbeit oder Hilfe und Unterstützung für Menschen mit Behinderungen: Dies sind nur einige Beispiele für die Bereiche, die die ČEZ-Stiftung in diesem Jahr in Südböhmen unterstützt hat. Insgesamt wurden im Rahmen der sogenannten Mitarbeiterstipendien über 1,7 Millionen Kronen für 36 Projekte bereitgestellt.
„Nennen Sie gemeinnützige Organisationen, die Sie unterstützen, und erhalten Sie die Chance auf eine Unterstützung von bis zu 50.000 Kronen durch die ČEZ-Stiftung.“ : Mitarbeiter der ČEZ-Gruppe haben jedes Jahr die Möglichkeit dazu. In diesem Jahr unterstützte die ČEZ-Stiftung 36 Freiwilligenvereine in Südböhmen mit über 1,7 Millionen Kronen.
Michal Seiml aus Zliv erhielt knapp 50.000 Kronen für die Wiederherstellung des Feuchtgebiets für die Südböhmische Ornithologische Gesellschaft. „Wir restaurieren schrittweise die Feuchtgebiete in der Aue des Bezdrevský-Baches. So wollen wir die Rückkehr von Vögeln ermöglichen, die früher in den Sümpfen nisteten.“
Der Imkerverein Albrechtice nad Vltavou wird mit einem Zuschuss von 50.000 Kronen der ČEZ-Stiftung einen Glasbienenstock erwerben. „Wir organisieren Veranstaltungen nicht nur für Imker, sondern auch für die breite Öffentlichkeit. Wir haben einen Schaubienenstand im Garten der Grundschule, verfügen aber noch nicht über viel eigene Ausrüstung. Mit dem Zuschuss von CEZ möchten wir beispielsweise einen Glasbienenstock anschaffen, damit Kinder einen Blick in den Stock werfen können“, sagte František Musil, der die Imker aus Albrechtice in das Förderverfahren anmeldete.
Der Verein „Kočka v srdci“ /Katze im Herzen/ mit Sitz in Vltavou erhielt 20.000 Kronen. „Wir sind ein Zusammenschluss mehrerer Freiwilliger. Wir kümmern uns um heimatlose Katzen, bieten tierärztliche Behandlung, Kastration und suchen ein neues Zuhause für sie. Seit 17 Jahren gibt es in Týn nad Vltavou eine Aufnahmestation für streunende Katzen. Die letzte eingefangene Katze hieß Jaderka /Atomatze/. Die Spende geht an diese Aufnahmestation“, erklärte Pavla Vlnová, Mitgliederin des Vereins und Mitarbeiterin des Kernkraftwerks Temelín.
„Unsere Mitarbeiter engagieren sich in verschiedenen Vereinen. Manche engagieren sich im Umweltschutz, andere fördern die Fähigkeiten von Kindern und wieder andere helfen Menschen mit Behinderungen. Es ist großartig, dass die ČEZ-Stiftung ein Programm hat, das die Bemühungen unserer Mitarbeiter weiter unterstützen kann“, sagte Jan Kruml, Direktor des Kernkraftwerks Temelín.
Zu den weiteren erfolgreichen Bewerbern zählen Sportvereine, freiwillige Feuerwehrleute und Organisationen, die sich um körperlich Behinderte kümmern. Die ČEZ-Stiftung verteilte zehn Millionen Kronen an zweihundert Freiwilligenorganisationen im ganzen Land.
Autor: Marek Svitak, Kernkraftwerk Temelín
Foto: Jana Gribbinova
Quelle: https://zakrasnejsivimperk.cz/?p=352675
/gr/
Der größte Uranförderer der Welt plant den Start der Kernbrennstoffproduktion.
14. August 2025, energetice.cz
Autor: Eduard Majling
Kasachstan ist seit langem der größte Uranförderer und -lieferant auf dem Weltmarkt. Das Land betreibt jedoch noch kein einziges Kernkraftwerk und produziert auch keinen Kernbrennstoff aus dem heimischem Uran. Dies dürfte sich jedoch in der Zukunft ändern.
Der Uranbergbau ist nur der erste Schritt zur Sicherung des Betriebs von Kernkraftwerken, da dieses Ausgangsmaterial anschließend zu Kernbrennstoff verarbeitet werden muss. Die Versorgung mit Kernbrennstoffen ist daher für viele Länder ein strategisches Thema, und die Zahl der Anbieter auf dem Weltmarkt ist begrenzt. Die Diversifizierung der Kernbrennstoffversorgung hat in den letzten Jahren nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine noch mehr an Bedeutung gewonnen.
Man muss für ein Beispiel nicht weit gehen, denn der tschechische Energiekonzern ČEZ hat diesen Prozess bereits vor Jahren begonnen. In diesem Jahr trafen die ersten Lieferungen eines neuen Brennstoffs von Westinghouse in tschechischen Kernkraftwerken ein, die zuvor mit Brennstoff aus Russland beliefert wurden. Auch andere Länder, wie Bulgarien, das sich von der Abhängigkeit von russischen Brennstofflieferungen lösen will, diversifizieren ihre Kernbrennstoff - Versorgung auf ähnliche Weise.
Ein weiterer Akteur könnte in den kommenden Jahren auf den Weltmarkt drängen: Kasachstan. Laut der Agentur Reuters kündigte die kasachische Atomenergiebehörde letzte Woche Pläne an, mit der Produktion von Kernbrennstoff im Land zu beginnen. Kasachstan verfügt über umfangreiche Uranreserven, die auf 15 % der weltweiten Uranreserven geschätzt werden. Gemessen an den Reserven liegt das Land nach Australien an zweiter Stelle, gemessen an der Produktion ist es jedoch weltweit führend.
Das Land hat mit dem Bau seines ersten Kernkraftwerks begonnen….
Neben der Aufnahme der heimischen Kernbrennstoffproduktion wird Kasachstan voraussichtlich auch sein erstes Kernkraftwerk bekommen. Laut der Agentur Reuters wurde der Bau eines Kernkraftwerks im vergangenen Oktober in einem Referendum von über 71 % der Wähler unterstützt. Am vergangenen Freitag begann dann das russische Unternehmen Rosatom mit dem Bau des ersten Kernkraftwerks Kasachstans. Bis zum Jahr 2035 plant das Land, über eine installierte Kernenergiekapazität von 2,4 GW zu verfügen.
Quelle: https://oenergetice.cz/jaderne-elektrar ... eho-paliva
/gr/
Wer baut als Erster einen Atomreaktor auf dem Mond?
15.08.2025 Mladq fronta DNES Ladislav Kryzanek Seite: 7
Der Minireaktor soll als stabile Energiequelle für bemannte Basisstationen auf dem Mond dienen. Das Rennen hat begonnen.
Der Bau einer bemannten Basis auf dem Mond, einem Sprungbrett für Flüge zum Mars und noch weiter, ist keine Science-Fiction mehr. Die Frage ist nicht ob, sondern wann. „Wenn“ bedeutet dann ziemlich bald, vielleicht in zehn Jahren, glauben Optimisten.
Astronauten, die auf dem Mond leben werden, werden viel Energie benötigen. Sie können keinen Treibstoff mitnehmen und werden ihn auf dem Mond wahrscheinlich auch nicht finden, da es dort weder Gas noch Öl gibt. Wie also sollen sie das schaffen? Experten sind sich einig, dass die Lösung darin besteht, dort einen Miniatur-Atomreaktor zu bauen, um die Station mit Strom zu versorgen.
Das Rennen darum, wer ihn zuerst auf der Mondoberfläche bauen wird, hat bereits begonnen. Die alten Beannten USA, Russland und China kämpfen um den Sieg, aber auch andere, wie Indien oder Japan, blicken diskreter auf den Mond.
Es wird viel Geld kosten, das sich selbst die USA nicht leisten können, insbesondere nachdem die Trump-Administration das NASA-Budget für nächstes Jahr um ein Viertel gekürzt hat. Aber der Gewinner bekommt den Jackpot. Es geht weit mehr als nur um Prestige oder wissenschaftlichen Fortschritt. Die bahnbrechenden Pläne sind sicherlich auch von langfristigen geopolitischen Zielen motiviert, die die Rivalität zwischen den Supermächten auf der Erde widerspiegeln.
Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA gab diesen Monat bekannt, dass sie ihre ehrgeizigen Pläne beschleunigt und ihren Reaktor bis Anfang der 30er Jahre auf dem Mond haben möchte. Die gesamte Basis könnte einige Jahre später fertig sein. Experten sind sich uneinig, ob dieser Zeitrahmen realistisch ist, aber China und Russland, die derzeit Hand in Hand gehen, wollen nicht zurückbleiben. Sie sind jetzt auf dem Zug und haben bis jetzt angekündigt, dass ihre Basis um 2035 in Betrieb gehen soll. Einschließlich eines Kernspaltungsreaktors mit schwach angereichertem Uran als stabile Energiequelle für Langzeitaufenthalte und den Betrieb während der Mondnächte.
Nur der Atomkraft kann es schaffen…..
Ein zuverlässiger nuklearer Minireaktor ist die Grundlage, um die sich jetzt alles dreht. „Die Wahrheit ist, dass Atomkraft die einzige Möglichkeit ist, eine Mondbasis am Leben zu erhalten“, sagte Simon Middleburgh vom Nuclear Futures Institute in Wales gegenüber der BBC-Agentur. „Wir können keinen Treibstoff mitbringen, Solarzellen und Dieselgeneratoren funktionieren nicht“, fügte er hinzu.
Es wird jedoch eine Herausforderung, da die Bedingungen auf dem Mond extrem sind. Ein Tag dort dauert nicht 24 Stunden wie auf der Erde, sondern fast einen Monat. 29,5 Tage, um genau zu sein. Im Grunde gibt es zwei Wochen Licht und zwei Wochen Dunkelheit, während derer die Temperatur auf -130 Grad Celsius sinkt. Deshalb fanden alle Apollo-Missionen von 1969 bis 1972 während des Mondtages und in der Nähe des Mondäquators statt, als die Temperaturen erträglich waren und Sonnenlicht wissenschaftliche Instrumente mit Strom versorgen konnte.
Einen kleinen Kernreaktor unter den extrem rauen Bedingungen auf dem Mond zum Laufen zu bringen, ist eine echte Herausforderung. Er muss leicht und langlebig sein und gemäß den Spezifikationen der NASA die Mondstation mindestens zehn Jahre lang in Betrieb halten können. Das bedeutet, dass er kontinuierlich 50 bis 100 Kilowatt Energie produzieren muss.
„In der Vorgabe heißt es auch, dass das Reaktorsystem so konzipiert sein muss, dass es autonom und mit minimalem menschlichen Eingriff betrieben werden kann“, sagte Shatel Bhakta vom Johnson Space Center der NASA der Zeitung Los Angeles Times.
Die russische Agentur Roskosmos entwickelt gemeinsam mit der chinesischen Raumfahrtbehörde ebenfalls aktiv einen Weltraum-Kernreaktor. Russische Experten erklärten, dass dieser auf dem Mond „ohne menschliche Anwesenheit“ in Betrieb genommen werden soll.
Die ersten Entwürfe für solche Reaktoren sind zwar keine „Temelins“, aber sie haben die Größe eines Kleinwagens und wiegen mehrere Tonnen. Für den Betrieb im Weltraum sind sie dennoch relativ groß. Deshalb wird nun intensiv an ihrer Miniaturisierung gearbeitet. Die Entwickler versprechen, dass ähnliche Mikroreaktoren nach ihrer Erprobung in vielen Bereichen, auch auf der Erde, eingesetzt werden könnten.
Vorteil des First-Mover-Prinzips….
Neben einer Vielzahl praktischer Probleme wirft der Plan jedoch auch eine Reihe rechtlicher Fragen auf.
Mit dem zunehmenden Mondfieber wachsen auch die Bedenken, dass in einer Ära erneuerter Großmachtpolitik die Spannungen zwischen Rivalen auf der Erde auf die Mondoberfläche übergreifen könnten. Sie konzentrieren sich in der Frage: „Wem gehört eigentlich der Mond?“
„Das Weltraumrecht erweist sich als recht schwach und unerprobt. Experten warnen insbesondere davor, dass das erste Land, das einen Reaktor auf dem Mond errichtet, diesen anschließend zur Sperrzone erklären könnte. „Es gibt einen bestimmten Teil des Mondes, von dem jeder weiß, dass er sich am besten für diesen Zweck eignet“, sagte der amtierende NASA-Administrator und Verkehrsminister Sean Duffy. „Wir wollen als Erste dort sein und ihn für Amerika besetzen“, fügte er hinzu und erklärte, warum die NASA die Pläne zum Bau eines Mini-Atomreaktors beschleunigt hat.
Solche Überlegungen stehen im Widerspruch zum Weltraumvertrag von 1967, wonach kein Land den Mond oder Teile davon besitzen darf. Doch was getan werden kann – rohe Gewalt und Direktheit – sind das was sich in der gegenwärtigen Politik am meisten durchsetzt. Es bleibt nur zu hoffen, dass das spannende Weltraumabenteuer nicht irgendwann in eine Goldgräbermentalität und einen Star Wars um die dortigen unerschöpflichen Ressourcen ausartet.
/gr/
Staatswälder öffnen sich für grüne Energie
15.08.2025 Mlada fronta DNES Seite: 9
Die Wälder der Tschechischen Republik werden künftig Land und Gebäude für erneuerbare Energien bereitstellen. Dies ist in Europa gängige Praxis.
Der Ausbau erneuerbarer Energiequellen stößt in der Tschechischen Republik häufig auf lokalen Widerstand. Der Umfrage zufolge ist sich die überwiegende Mehrheit der Tschechen der Auswirkungen des Klimawandels und der Notwendigkeit von Veränderungen im Energiesektor bewusst, steht Projekten in ihrer Region jedoch überwiegend negativ gegenüber. Der sogenannte NIMBY-Effekt gewinnt an Bedeutung. Er basiert auf der englischen Redewendung „Not In My BackYard“ und beschreibt in diesem konkreten Fall die Haltung von Menschen, die zwar nicht grundsätzlich gegen Windkraftanlagen oder Photovoltaik sind, diese aber nicht in der Nähe ihres Hauses, also im „eigenen Hinterhof“, haben möchten.
Die Wälder der Tschechischen Republik und die Kammer für Erneuerbare Energien haben sich von mehreren europäischen Ländern inspirieren lassen und entwickeln eine Lösung, die neue Projekte fördern soll. Diese sollen nicht in der Nähe von Gemeinden, sondern im Wald errichtet werden. Mitte Juli unterzeichneten sie ein Memorandum zur Zusammenarbeit, dessen Ziel die Entwicklung erneuerbarer Energien auf staatlichen Grundstücken oder Gebäuden unter der Verwaltung der Wälder der Tschechischen Republik ist. Teil der Zusammenarbeit ist die Identifizierung geeigneter Standorte für den Bau von Wind-, Solar- oder Wasserkraftwerken, Biomasseanlagen oder Wärmepumpen. Zukünftig könnte auch die Nutzung von Geothermie einbezogen werden.
„Wir sind uns bewusst, dass Dekarbonisierung, Energiesicherheit und -autarkie einen gemeinsamen Ansatz erfordern. Unsere Zusammenarbeit steht im Zusammenhang mit der Entwicklung von Regionen und ihrer Energieinfrastruktur im Hinblick auf die Umwelt“, sagte Dalibor Šafařík, Generaldirektor von Lesy ČR / Wälder der Tschechischen Republi, nach der Unterzeichnung.
Laut Štěpán Chalupa, Vorsitzender der Kammer für Erneuerbare Energien, ist die Nutzung staatlicher Wälder sinnvoll. „Es handelt sich um große, zusammenhängende Flächen fernab von besiedelten Gebieten, die sparsam und naturschutzgerecht genutzt werden können“, sagt er.
Geeignete Standorte werden gesucht…..
Der Bau von Kraftwerken in staatlichen Wäldern befindet sich derzeit in der Phase der Standortsuche und der Vorbereitung erster Projekte. Experten schätzen den Zeithorizont auf mehrere Jahre.
„Eine Analyse der Möglichkeiten für weitere Maßnahmen ist im Gange, hauptsächlich in Zusammenarbeit mit dem Industrieministerium“, bestätigte Šafařík gegenüber MF DNES. Er fügt hinzu, dass bei der Auswahl geeigneter Standorte stets die Interessen von Lesy ČR / Wälder der Tschechischen Republik und des Staates berücksichtigt werden, insbesondere im Hinblick auf die Natur und ihren Schutz sowie das potenzielle Risiko erheblicher Einschränkungen der Bewirtschaftung.
Laut dem Generaldirektor installiert das Unternehmen zudem weiterhin Photovoltaikanlagen auf ausgewählten eigenen Grundstücken. Das Ziel dieser Investitionen ist es, eine größere Autarkie zu erreichen und die Kosten der Stromversorgung zu senken.
Lesy ČR / Wälder der Tschechischen Republi bevorzugt keine bestimmte Form erneuerbarer Energie. „Vor allem Windkraftanlagen sind jedoch auf Waldflächen sinnvoll. Angesichts der geringen Wasserführung der von uns bewirtschafteten Gewässer, also eher Bäche, werden Wasserkraftwerksprojekte in der Minderheit sein. Wir greifen das Thema jedoch regelmäßig wieder auf und suchen nach neuen Alternativen“, erklärt Šafařík. Ihm zufolge wird die wirtschaftliche Rendite aller Projekte einen grundlegenden Einfluss haben.
Mögliche Standorte von Kraftwerken werden individuell und unter Berücksichtigung der Besonderheiten des jeweiligen Standorts geprüft. Auch die Auswirkungen auf die Forstwirtschaft werden bewertet.
Der Generaldirektor der Wälder der Tschechischen Republik bestätigt, dass er den neuen Ansatz wiederholt mit Vertretern der österreichischen Staatswälder besprochen hat, die über langjährige Erfahrung im Betrieb und Bau von Wasser- und Windkraftanlagen verfügen. „Uns interessierten insbesondere die Fallstricke bei der Projektvorbereitung, dem Betrieb und dem anschließenden Rückbau von Windkraftanlagen. In Österreich sind die Bedingungen und die nationale Gesetzgebung jedoch anders, sodass dieses Wissen im Inland nicht in vollem Umfang genutzt werden kann“, erklärt Šafařík.
Erfahrungen aus Europa…
Ein Beispiel für alle: In der Oststeiermark befindet sich der größte Höhenwindpark Mitteleuropas. Er heißt Steinriegel – Pretul und verfügt über 35 Turbinen. „Vom Dorf Rettenegg aus nimmt man den Alpannonia-Zugangsweg zum 1.656 Meter hohen Pretul. Von hier aus kann man das herrliche Bergpanorama und den Windpark genießen“, beschreibt der Park auf seiner Website.
Auch Štěpán Chalupa bestätigt, dass sich die Kammer für erneuerbare Energien vom Ausland inspirieren ließ. „Die tschechischen Staatswälder können damit einen ähnlichen Weg einschlagen wie Länder wie Deutschland, Schweden oder Finnland, wo erneuerbare Energien zunehmend zu einem festen Bestandteil öffentlich verwalteter Flächen werden“, fügt er hinzu.
„Auf dem Gelände der Bayerischen Staatsforste stehen 104 Windkraftanlagen. Fünf davon befinden sich derzeit im Bau und werden bald in Betrieb genommen. In diesem Jahr beginnt der Bau von rund 30 neuen Windkraftanlagen“, bestätigte Jan-Paul Schmidt, Pressesprecher der Bayerischen Staatsforsten (BaySF), gegenüber MF DNES. Bis 2030 plant das Unternehmen, die Fläche für rund 500 Windkraftanlagen zugänglich zu machen.
Im April dieses Jahres begann der Bau von 22 neuen Windkraftanlagen in den Bayerischen Staatsforsten. Acht weitere entstehen allein in der Gemeinde Pollenfeld und werden rund 36.000 Haushalte mit Ökostrom versorgen. Im Dorf Schlüsselfeld bei Bamberg rechnet man mit bis zu fünf Windkraftwerken, die 25.000 Haushalte mit Strom versorgen werden. Am dritten Standort, in Ipsheim, sollen neun neue Windkraftanlagen entstehen, die rund 41.000 Haushalte mit Strom versorgen sollen. Projektpartner ist hier Green Wind Energy.
Boom im Norden….
In Finnland hat das staatliche Unternehmen Metsähallitus bisher den Bau von 179 Onshore-Windkraftanlagen ermöglicht und bereitet weitere Offshore-Projekte vor. Der Staat erhält sowohl eine feste Miete als auch eine Beteiligung an den Einnahmen. Der schwedische staatliche Forstbesitzer Sveaskog ist eine Partnerschaft mit dem Solarparkentwickler Alight eingegangen, um bis 2029 Solarenergieprojekte mit einer Gesamtleistung von 2 GW zu entwickeln. Das Ziel der Zusammenarbeit ist es, Schwedens Stromdefizit zu beheben, indem Sveaskogs ausgedehnte Flächen zur Erzeugung erneuerbarer Energien genutzt werden. Die erste Phase der Partnerschaft umfasst den Bau von zwei Solarparks, einem 150 Hektar großen in Mittelschweden und einem 70 Hektar großen im Süden des Landes. Diese Gebiete sind von Stromknappheit betroffen und benötigen Infrastruktur für erneuerbare Energiequellen.
Neue Technologien….
Laut Štěpán Chalupa bietet insbesondere die Windenergie dank des technischen Fortschritts der letzten Jahre erhebliches Potenzial für den Ausbau neuer erneuerbarer Energien in den tschechischen Wäldern.
Die derzeit verfügbaren Technologien für Onshore-Windkraftanlagen erreichen in der Regel eine Turmhöhe zwischen 120 und 180 Metern, Rotoren mit einem Durchmesser von 140 bis 180 Metern und eine Leistung von vier bis sieben Megawatt. Die Gesamthöhe dieser Anlagen liegt somit zwischen 200 und 270 Metern.
„So kann auch bei altem Wald eine ausreichende Schutzzone für beispielsweise Vögel oder Fledermäuse, die dicht über den Baumkronen fliegen, aufrechterhalten werden. Dies gewährleistet auch den Zugang zu einer stabileren und stärkeren Windströmung, die für eine effiziente Stromerzeugung notwendig ist“, fügt er hinzu.
Darüber hinaus erhöht die Ansiedlung neuer erneuerbarer Energiequellen an weniger frequentierten oder abgelegenen Standorten die Chance auf positive Akzeptanz in der Bevölkerung. „Projekte werden stets den geltenden Vorschriften entsprechen, einschließlich einer gründlichen Prüfung aus naturschutzfachlicher Sicht“, versichert Chalupa.
Online auch hier: https://www.idnes.cz/ekonomika/domaci/l ... ntent=main
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Mgr. Gabriela Reitingerova
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