Re: Anti-Atom Monitoring der tschechischen Presse
Verfasst: Mi 30. Jul 2025, 06:25
Auswahl von relevanten Artikeln aus der tschechischen Presse aus dem Enrgiebereich vom 30.Juli 2025:
Dutzende Gemeinden haben Klage gegen das Ministerium eingereicht
30.07.2025 Mladá fronta DNES ~ (tš) Seite: 11
TEMELÍN - Gemeinden, die aufgrund des Baus eines Tiefenlagers für Kernbrennstoffe von geologischen Untersuchungen betroffen sind, haben Klage gegen das Umweltministerium wegen der Genehmigung dieser Arbeiten eingereicht. Sie sind verärgert, dass die geologischen Untersuchungen beginnen müssen, ohne dass sie das Projekt kennen und sich daher nicht dazu äußern können. Zu den vier ausgewählten Endlager - Lokalitäten gehört Janoch bei Temelín in der Region České Budějovice/ Budweis.
„Die Verwaltung der Lagerstätten für radioaktive Abfälle (SÚRAO) verheimlicht sorgfältig die konkreten Grundstücke, auf denen geologische Bohrungen durchgeführt werden sollen. So stellen wir uns definitiv keinen transparenten Zugang des Staats vor“, sagte Zdeněk Souček, Sprecher der Plattform gegen das Atommüll-Endlager.
Er bestätigte, dass die Gemeinden rund um Janoch in Südböhmen und Březový potok in der Region Pilsen als erste mit einer Klage reagierten, und Gemeinden aus den Regionen Jihlava und Třebíč sich ihnen anschlossen.
SÚRAO hat vier mögliche Lokalitäten für das künftige Endlager ausgewählt, wobei in einer von ihnen bis zum Jahr 2050 das Endlager errichtet werden soll. Es wird 12 Hektar an der Oberfläche einnehmen und der abgebrannte Brennstoff wird dort in Containern einen halben Kilometer unter der Erde gelagert.
Radioaktive Partikel zerfallen dort Millionen von Jahren. Ein ähnliches Endlager ist in Europa noch nicht in Betrieb, am weitesten in dieser Richtung ist Finnland, wo die Anlage kurz vor dem Testbetrieb steht.
Die Gemeinden aus den ausgewählten Endlager – Lokalitäten in Tschechien haben Klage beim Obersten Verwaltungsgericht eingereicht und wollen sich gegen das intransparente Verfahren vor dem Verfassungsgericht wehren.
„Es ist uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, die Folgen der Klage und die mögliche Gerichtsentscheidung vorherzusehen“, kommentierte die SÚRAO-Sprecherin Martina Bílá zuvor.
/gr/
Wie aus einem Theaterspiel von Jára Cimrman..., sagte eine Frau bei Diskussion über das Atommüll-Endlager in der Lokalität Hradek.
30.7.2025 Jihlavska drbna
Autor: David Kratochvíl
Ca. fünfzig Personen besuchten am Donnerstagnachmittag das Kino in Dolní Cerekev. Sie kamen, um sich eine Präsentation über den Bau eines oberirdischen Areals eines Atommüll-Endlagers anzusehen.
Unter der Bedingung, dass in dem Gebiet, das acht Gemeinden vereint, ein Atommüll-Endlager errichtet wird. Im Gespräch mit den Bürgern wurde bekannt, dass der endgültige Standort bis zum Jahr 2030 bekannt gegeben werden soll.
Die Verwaltung für radioaktive Abfälle (SÚRAO) geht davon aus, dass das Endlager 20 Jahre später in Betrieb gehen wird. Der Zeitplan wurde bei der Debatte mit den Bürgern in Dolni Cerekev von Markéta Dohnálková, Leiterin der Abteilung für die Vorbereitung von Tiefenlagern von der Organisation SURAO bestätigt.
Die Ergebnisse der Methodik zur Unterbringung des Oberflächenareals des künftigen Atommüll-Endlagers präsentierten Alexandr Butovič und Pavel Bureš in einer Stunde. Sie fanden insgesamt vier mögliche Standorte im Gebiet Hrádek für den Bau des oberirdischen Areals des Endlagers.
Butovič erwähnte in seinem Vortragsteil auch die jetzt laufenden Gefühlskarten. Interessierte konnten im Juni über das Internet wertvolle oder problematische Stellen darin eintragen.
„Die Bürger konnten so an der Bewertung einzelner Flächen für die mögliche Unterbringung des oberirdischen Areals teilnehmen, die aus ihrer Sicht für diesen Zweck besser geeignet sind“, erklärte Butovič bei der Diskussion im Kino in Dolni Cerekev.
Hinweis an ein fiktives Genie….
Der zweite Autor der Methodik für die Auswahl der Fläche des oberirdischen Areals, Pavel Bureš, sprach bei seiner Präsentation vor den Anwesenden darüber, dass bei Bauvorhaben im Gebiet Hrádek das bestehende Straßennetz erweitert werden müsse, beispielsweise die Straße 3. Klasse Nr. 1335 und die Verbindung zwischen der Stadt Dolni Cerekev und Rohozna.
„Das ist wie in einem Theaterspiel von Jára Cimrman“, sagte einer der Diskutierenden im Kino. „Das hast Du ganz treffend gesagt“, antwortete die Frau neben ihr.
Bureš fügte hinzu, dass die Fläche des Oberflächensreals maximal 12 Hektar betragen sollte. Nach der einstündigen Präsentation beantwortete er die Fragen aus dem Publikum. Die Anwesenden interessierten sich für die Notwendigkeit des Baus eines Oberflächenareals, und es wurde auch eine Heißkammer dabei erwähnt.
Butovič erklärte, dass das Endlager für abgebrannte Brennelemente nicht ohne ein Oberflächenareal auskommen könnte. Gleichzeitig versuchte er die Anwesenden zu beruhigen, dass das Endlager so weit wie möglich unter der Erde verborgen bleiben werde.
„Die Anlage auf der Oberfläche muss einfach gebaut werden. Unser Bestreben ist und bleibt, so wenig wie möglich die Landschaft zu stören“, sagte Butovič. SÚRAO könnte noch in diesem Jahr einen der vier möglichen Standorte für das Oberflächenareals in Hrádek bekannt geben.
Es wird mit dem Bau von Dutzenden von Gebäuden auf der Oberfläche gerechnet. Laut Butovič wird es beispielsweise ein Verwaltungsgebäude, ein Pförtnerhaus, Einrichtungen für Mitarbeiter, aber auch ein Informationszentrum, ein Umspannwerk, eine Feuerwache, eine Kantine, Garagen, Lagerhallen, Werkstätten und ein Sprengstofflager umfassen.
Vier Endlager – Lokalitäten bleiben in der Auswahl…
Derzeit ist die Auswahl der endgültigen Variante für den Bau eines Endlagers für abgebrannte Brennelemente auf vier Endlager - Lokalitäten beschränkt, von denen sich zwei in der Region Vysočina befinden.
Konkret betrifft dies nicht nur die Lokalität Hrádek, sondern auch Horka in der Region Třebíč, Březový potok in der Region Klatov und Janoch bei Temelín in Südböhmen.
Die Lokalität Hrádek, der insgesamt acht Gemeinden umfasst, befindet sich auf dem Katastergebiet von Boršov, Cejle, Dolní Cerekev, Hojkov, Milíčov, Mirošov, Nový Rychnov und Rohozná. Insgesamt sechs Gemeinden und zwei Städte mit einer Gesamtfläche von 35,08 km² erhalten gemäß SÚRAO Beiträge für das ausgewiesene Erkundungsgebiet in Höhe von mindestens 27,8 Millionen Kronen pro Jahr für die gesamte Gültigkeitsdauer des ausgewiesenen Erkundungsgebiets.
Das Endlager, in dem Tausende Tonnen abgebrannter Brennelemente aus Kernkraftwerken in einer Tiefe von einem halben Kilometer dauerhaft gelagert werden sollen, soll nach nach bisherigen Angaben rund 220 Milliarden Kronen kosten. Derzeit werden abgebrannte Brennelemente aus Kernkraftwerken in Zwischenlagern direkt auf dem Kraftwerksgelände gelagert.
Quelle: https://www.jihlavske-listy.cz/clanek43 ... radek.html
/gr/
Der Schornstein in Dukovany verschwindet. Er diente bis zum Jahr 1987.
30.07.2025 Mladá fronta DNES Tomáš Blažek Seite: 11
DUKOVANY: AKW - Arbeiter haben mit dem Abriss eines der markantesten Merkmale des Atomkraftwerks Dukovany begonnen – des hundert Meter hohen Rauchgaskamins des ehemaligen Hilfskesselraums.
„Die AKW - Arbeiter begannen mit dem Abbau des unnötigen Schornsteins mit einem Spezialbagger, der an einem 500-Tonnen-Kran hängt, direkt auf dem Kraftwerksgelände. Alles geschieht bei vollem Betrieb der AKW-Blöcke. Die Arbeiten sollen Ende September abgeschlossen sein“, sagte Jana Štefánková, Sprecherin des Kraftwerks Dukovany.
Der Heizraum beheizte unter dem vorherigen Regime den Speisesaal und die Büros.
Der Hilfsheizraum wurde Mitte der 1970er Jahre im bewachten Bereich der Baustelle des zukünftigen Kraftwerks in Betrieb genommen. Er beheizte die Baustellenausrüstung, den Speisesaal, die Verwaltungsgebäude und lieferte die Wärme, die für den Start der ersten Blöcke benötigt wurde.
„Wir haben den Schornstein im Jahre 1987 außer Betrieb genommen und sind nicht mehr auf ihn angewiesen. Diese Art des Abrisses ist jedoch im Bereich eines in Betrieb befindlichen Kernkraftwerks nicht einfach. Deshalb haben wir uns für eine relativ anspruchsvolle Methode des schrittweisen Rückbaus mit Spezialgeräten entschieden“, sagte Roman Havlín, Direktor des Kraftwerks Dukovany.
In hundert Metern Höhe hängt ein spezieller Abbruchbagger am Seil eines Krans mit einer Tragkraft von 500 Tonnen, der von Arbeitern von der Plattform eines zweiten Krans in gleicher Höhe ferngesteuert wird. Die Arbeiten sind daher wetterabhängig. Bei extrem starkem Wind müssen die Arbeiter sie unterbrechen.
„Der Abbau des Schornsteins ist einer von mehreren Schritten zur schrittweisen Modernisierung des Kraftwerks“, fasste Bohdan Zronek, Vorstandsmitglied von ČEZ und Leiter der Kernenergieabteilung, zusammen.
Jedes Jahr investiert ČEZ rund vier Milliarden Kronen in die bestehenden Kernkraftwerke in Dukovany und Temelín.
„In diesem Jahr ändern wir beispielsweise in Dukovany einige Teile der Rohrleitungsführung oder Kabel und setzen den Umbau der Blockschalttafeln fort. In Temelín wird ein Teil des zentralen Steuerungs- und Managementsystems des Kraftwerks ausgetauscht“, sagte Štefánková. Der abgerissene Schornstein war eine der ersten Dominanten des Kraftwerks. Er besteht aus zwei Schalen und drei Galerien. Der innere Teil des Schornsteins besteht aus Schamotteziegeln, die äußere Schale aus Betonblöcken. Der Schornstein hat einen Durchmesser von 6,7 Metern an der Basis und 2,7 Metern an der Spitze.
/gr/
Stromerzeugung aus Steinkohle in Deutschland ist in diesem Jahr um mehr als ein Fünftel gestiegen
30. Juli 2025, oenergetice.cz
Eduard Majling
Deutschland - Die deutschen Steinkohlekraftwerke verzeichneten in diesem Jahr ein stärkeres erstes Halbjahr als im Vorjahr. Im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres speisten sie mehr als ein Fünftel mehr Strom in das deutsche Stromnetz ein. Neben der kälteren Witterung war der Produktionsanstieg auch auf eine schwächere Stromproduktion aus erneuerbaren Energien zurückzuführen. Während die Stromerzeugung aus Photovoltaik erneut zunahm, schnitten Windkraftanlagen im Vergleich zum Vorjahr deutlich schlechter ab.
Obwohl Deutschland die installierte Kapazität an erneuerbaren Energien, insbesondere Solar- und Windkraftanlagen, weiter ausbaut, kann das Land weiterhin nicht auf fossile Energieträger verzichten. Dies belegen auch die Daten zur Stromerzeugung für das erste Halbjahr dieses Jahres. Sie zeigen, dass der wachsende Anteil erneuerbarer Energien nicht automatisch zu einer höheren Produktion von Ökostrom führt. Dies gilt insbesondere für Windkraftanlagen, deren Produktion im Jahresvergleich deutlich stärker schwankt als die von Solaranlagen.
Während deutsche Steinkohlekraftwerke im ersten Halbjahr des Vorjahres 12,8 TWh Strom in das lokale Netz einspeisten, stieg ihre Produktion in diesem Jahr auf 15,6 TWh. Der Produktionsanstieg um ein Fünftel dürfte hauptsächlich auf die geringere Produktion von Onshore-Windkraftanlagen zurückzuführen sein. Diese produzierten im ersten Halbjahr des Vorjahres 60 TWh, während sie in diesem Jahr nur noch 49 TWh erreichten.
Obwohl die Produktion von Offshore-Windkraftanlagen mit 11,5 TWh in diesem Jahr stabiler blieb, sank sie im Jahresvergleich dennoch um 2,3 TWh. Die Stromproduktion aus Photovoltaik hingegen stieg im Jahresvergleich von 32,6 TWh im Vorjahr auf fast 40 TWh in diesem Jahr.
Laut AGEB, einer Forschungsgruppe, die statistische Daten des deutschen Energiesektors esammelt und vergleicht, stieg der Energieverbrauch in Deutschland um 2,3 %. Beim Kohleverbrauch war die Veränderung im Jahresvergleich insgesamt nicht signifikant, variierte jedoch je nach Sektor. Während Kohlekraftwerke in diesem Jahr mehr Kohle verbrauchten als im Vorjahr, verbrauchten deutsche Stahlwerke dagegen weniger Kohle.
Quelle: https://oenergetice.cz/nemecko/vyroba-e ... nez-petinu
Deutschland erwägt, seine Ausbauziele für erneuerbare Energien zu überdenken. Neue Studie soll zukünftigen Stromverbrauch bewerten
29. Juli 2025, oenergetice.cz
Autor: David Vobořil
Das deutsche Wirtschaftsministerium hat eine neue Studie in Auftrag gegeben, um die zukünftige Entwicklung des Stromverbrauchs genauer zu beleuchten. Die Ergebnisse könnten die ehrgeizigen Pläne Deutschlands zum Ausbau erneuerbarer Energien und zur Förderung des Baus von Gaskraftwerken beeinflussen. Gleichzeitig könnte eine Änderung der Schätzungen den Strommarkt und die Preisaussichten erheblich beeinflussen.
Das Wirtschaftsministerium unter Leitung von Katherina Reiche hat eine neue Studie in Auftrag gegeben, um die Entwicklung des Stromverbrauchs in Deutschland bis zum Jahr 2030 zu bewerten. Laut der Agentur Montel wird erwartet, dass die Regierung ihre Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien und Gaskraftwerke auf Grundlage der Ergebnisse anpassen könnte.
Der den deutschen Plänen derzeit zugrunde liegende erwartete Verbrauch von 750 TWh pro Jahr bis 2030 könnte Analysten zufolge zu optimistisch sein. Der deutsche Stromverbrauch erreichte im Jahre 2021 mit 569 TWh seinen Höchststand, ist seitdem aber rückläufig und wird laut ICIS-Analysten in diesem Jahr voraussichtlich 510 TWh erreichen. Der Trend des Verbrauchswachstums bleibt aufgrund des schwachen Wirtschaftswachstums und der langsameren Entwicklung von Wärmepumpen und Elektromobilität gedämpft.
Auswirkungen auf die Strompreise...
Laut dem Analyst Huangluolun Zhou kann die Anpassung der Verbrauchsprognosen auch erhebliche Auswirkungen auf den Terminmarkt und die Strompreisentwicklung haben. Ihm zufolge könnten die Preise im Bereich von 30-40 EUR/MWh bleiben, wenn das geplante Volumen an erneuerbaren Energien-Anlagen beibehalten wird.
„Wenn die Erwartungen gesenkt werden, können wir in den kommenden Jahren mit noch mehr negativen Preisen rechnen“, sagte Zhou gegenüber Montel.
Sebastian Braun von ICIS erklärte außerdem, dass der Ausblick auf einen Stromverbrauchsrückgang auf 580 TWh im Jahr 2030, gleichzeitig aber auf einen weiteren Anstieg des Anteils erneuerbarer Energien hindeutet. Dies führt zu Preisdruck und Anreizen für die Nutzung von Flexibilität auf der Nachfrageseite.
„Wir gehen davon aus, dass die Strompreise im nächsten Jahrzehnt aufgrund des vergleichsweise stärkeren Ausbaus der erneuerbaren Energien im Vergleich zum Nachfragewachstum niedriger sein werden. Durch flexible Stromnachfrage können erhebliche Kostenvorteile realisiert werden“, so Braun.
Kritik an der Windenergiebranche….
Vertreter der Windenergiebranche warnen jedoch vor einer Anpassung der Ziele. Laut Bärbel Heidebroek vom Windverband BWE müsse man mit einem Anstieg des Stromverbrauchs rechnen, insbesondere aufgrund der Digitalisierung, des Ausbaus von Rechenzentren und der industriellen Transformation. Schließlich entspreche der Stromverbrauch eines Rechenzentrums dem einer Stadt mit 180.000 Einwohnern.
„Es wäre ein fataler Fehler, das Signal zu senden, dass wir nicht auf Wirtschaftswachstum setzen. Die Branche bereitet sich auf die Transformation vor und rechnet mit einem höheren Strombedarf“, so Heidebroek.
Quelle: https://oenergetice.cz/rychlezpravy/nem ... i-spotrebu
/gr/
--
Mgr.Gabriela Reitingerova
OIŽP - Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí / BIU - Bürgeriniative Umweltschutz
Kubatova 6
370 04 České Budějovice
E-Mail: gabi.reitinger@oizp.cz
Tel: 603 805 799
Dutzende Gemeinden haben Klage gegen das Ministerium eingereicht
30.07.2025 Mladá fronta DNES ~ (tš) Seite: 11
TEMELÍN - Gemeinden, die aufgrund des Baus eines Tiefenlagers für Kernbrennstoffe von geologischen Untersuchungen betroffen sind, haben Klage gegen das Umweltministerium wegen der Genehmigung dieser Arbeiten eingereicht. Sie sind verärgert, dass die geologischen Untersuchungen beginnen müssen, ohne dass sie das Projekt kennen und sich daher nicht dazu äußern können. Zu den vier ausgewählten Endlager - Lokalitäten gehört Janoch bei Temelín in der Region České Budějovice/ Budweis.
„Die Verwaltung der Lagerstätten für radioaktive Abfälle (SÚRAO) verheimlicht sorgfältig die konkreten Grundstücke, auf denen geologische Bohrungen durchgeführt werden sollen. So stellen wir uns definitiv keinen transparenten Zugang des Staats vor“, sagte Zdeněk Souček, Sprecher der Plattform gegen das Atommüll-Endlager.
Er bestätigte, dass die Gemeinden rund um Janoch in Südböhmen und Březový potok in der Region Pilsen als erste mit einer Klage reagierten, und Gemeinden aus den Regionen Jihlava und Třebíč sich ihnen anschlossen.
SÚRAO hat vier mögliche Lokalitäten für das künftige Endlager ausgewählt, wobei in einer von ihnen bis zum Jahr 2050 das Endlager errichtet werden soll. Es wird 12 Hektar an der Oberfläche einnehmen und der abgebrannte Brennstoff wird dort in Containern einen halben Kilometer unter der Erde gelagert.
Radioaktive Partikel zerfallen dort Millionen von Jahren. Ein ähnliches Endlager ist in Europa noch nicht in Betrieb, am weitesten in dieser Richtung ist Finnland, wo die Anlage kurz vor dem Testbetrieb steht.
Die Gemeinden aus den ausgewählten Endlager – Lokalitäten in Tschechien haben Klage beim Obersten Verwaltungsgericht eingereicht und wollen sich gegen das intransparente Verfahren vor dem Verfassungsgericht wehren.
„Es ist uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich, die Folgen der Klage und die mögliche Gerichtsentscheidung vorherzusehen“, kommentierte die SÚRAO-Sprecherin Martina Bílá zuvor.
/gr/
Wie aus einem Theaterspiel von Jára Cimrman..., sagte eine Frau bei Diskussion über das Atommüll-Endlager in der Lokalität Hradek.
30.7.2025 Jihlavska drbna
Autor: David Kratochvíl
Ca. fünfzig Personen besuchten am Donnerstagnachmittag das Kino in Dolní Cerekev. Sie kamen, um sich eine Präsentation über den Bau eines oberirdischen Areals eines Atommüll-Endlagers anzusehen.
Unter der Bedingung, dass in dem Gebiet, das acht Gemeinden vereint, ein Atommüll-Endlager errichtet wird. Im Gespräch mit den Bürgern wurde bekannt, dass der endgültige Standort bis zum Jahr 2030 bekannt gegeben werden soll.
Die Verwaltung für radioaktive Abfälle (SÚRAO) geht davon aus, dass das Endlager 20 Jahre später in Betrieb gehen wird. Der Zeitplan wurde bei der Debatte mit den Bürgern in Dolni Cerekev von Markéta Dohnálková, Leiterin der Abteilung für die Vorbereitung von Tiefenlagern von der Organisation SURAO bestätigt.
Die Ergebnisse der Methodik zur Unterbringung des Oberflächenareals des künftigen Atommüll-Endlagers präsentierten Alexandr Butovič und Pavel Bureš in einer Stunde. Sie fanden insgesamt vier mögliche Standorte im Gebiet Hrádek für den Bau des oberirdischen Areals des Endlagers.
Butovič erwähnte in seinem Vortragsteil auch die jetzt laufenden Gefühlskarten. Interessierte konnten im Juni über das Internet wertvolle oder problematische Stellen darin eintragen.
„Die Bürger konnten so an der Bewertung einzelner Flächen für die mögliche Unterbringung des oberirdischen Areals teilnehmen, die aus ihrer Sicht für diesen Zweck besser geeignet sind“, erklärte Butovič bei der Diskussion im Kino in Dolni Cerekev.
Hinweis an ein fiktives Genie….
Der zweite Autor der Methodik für die Auswahl der Fläche des oberirdischen Areals, Pavel Bureš, sprach bei seiner Präsentation vor den Anwesenden darüber, dass bei Bauvorhaben im Gebiet Hrádek das bestehende Straßennetz erweitert werden müsse, beispielsweise die Straße 3. Klasse Nr. 1335 und die Verbindung zwischen der Stadt Dolni Cerekev und Rohozna.
„Das ist wie in einem Theaterspiel von Jára Cimrman“, sagte einer der Diskutierenden im Kino. „Das hast Du ganz treffend gesagt“, antwortete die Frau neben ihr.
Bureš fügte hinzu, dass die Fläche des Oberflächensreals maximal 12 Hektar betragen sollte. Nach der einstündigen Präsentation beantwortete er die Fragen aus dem Publikum. Die Anwesenden interessierten sich für die Notwendigkeit des Baus eines Oberflächenareals, und es wurde auch eine Heißkammer dabei erwähnt.
Butovič erklärte, dass das Endlager für abgebrannte Brennelemente nicht ohne ein Oberflächenareal auskommen könnte. Gleichzeitig versuchte er die Anwesenden zu beruhigen, dass das Endlager so weit wie möglich unter der Erde verborgen bleiben werde.
„Die Anlage auf der Oberfläche muss einfach gebaut werden. Unser Bestreben ist und bleibt, so wenig wie möglich die Landschaft zu stören“, sagte Butovič. SÚRAO könnte noch in diesem Jahr einen der vier möglichen Standorte für das Oberflächenareals in Hrádek bekannt geben.
Es wird mit dem Bau von Dutzenden von Gebäuden auf der Oberfläche gerechnet. Laut Butovič wird es beispielsweise ein Verwaltungsgebäude, ein Pförtnerhaus, Einrichtungen für Mitarbeiter, aber auch ein Informationszentrum, ein Umspannwerk, eine Feuerwache, eine Kantine, Garagen, Lagerhallen, Werkstätten und ein Sprengstofflager umfassen.
Vier Endlager – Lokalitäten bleiben in der Auswahl…
Derzeit ist die Auswahl der endgültigen Variante für den Bau eines Endlagers für abgebrannte Brennelemente auf vier Endlager - Lokalitäten beschränkt, von denen sich zwei in der Region Vysočina befinden.
Konkret betrifft dies nicht nur die Lokalität Hrádek, sondern auch Horka in der Region Třebíč, Březový potok in der Region Klatov und Janoch bei Temelín in Südböhmen.
Die Lokalität Hrádek, der insgesamt acht Gemeinden umfasst, befindet sich auf dem Katastergebiet von Boršov, Cejle, Dolní Cerekev, Hojkov, Milíčov, Mirošov, Nový Rychnov und Rohozná. Insgesamt sechs Gemeinden und zwei Städte mit einer Gesamtfläche von 35,08 km² erhalten gemäß SÚRAO Beiträge für das ausgewiesene Erkundungsgebiet in Höhe von mindestens 27,8 Millionen Kronen pro Jahr für die gesamte Gültigkeitsdauer des ausgewiesenen Erkundungsgebiets.
Das Endlager, in dem Tausende Tonnen abgebrannter Brennelemente aus Kernkraftwerken in einer Tiefe von einem halben Kilometer dauerhaft gelagert werden sollen, soll nach nach bisherigen Angaben rund 220 Milliarden Kronen kosten. Derzeit werden abgebrannte Brennelemente aus Kernkraftwerken in Zwischenlagern direkt auf dem Kraftwerksgelände gelagert.
Quelle: https://www.jihlavske-listy.cz/clanek43 ... radek.html
/gr/
Der Schornstein in Dukovany verschwindet. Er diente bis zum Jahr 1987.
30.07.2025 Mladá fronta DNES Tomáš Blažek Seite: 11
DUKOVANY: AKW - Arbeiter haben mit dem Abriss eines der markantesten Merkmale des Atomkraftwerks Dukovany begonnen – des hundert Meter hohen Rauchgaskamins des ehemaligen Hilfskesselraums.
„Die AKW - Arbeiter begannen mit dem Abbau des unnötigen Schornsteins mit einem Spezialbagger, der an einem 500-Tonnen-Kran hängt, direkt auf dem Kraftwerksgelände. Alles geschieht bei vollem Betrieb der AKW-Blöcke. Die Arbeiten sollen Ende September abgeschlossen sein“, sagte Jana Štefánková, Sprecherin des Kraftwerks Dukovany.
Der Heizraum beheizte unter dem vorherigen Regime den Speisesaal und die Büros.
Der Hilfsheizraum wurde Mitte der 1970er Jahre im bewachten Bereich der Baustelle des zukünftigen Kraftwerks in Betrieb genommen. Er beheizte die Baustellenausrüstung, den Speisesaal, die Verwaltungsgebäude und lieferte die Wärme, die für den Start der ersten Blöcke benötigt wurde.
„Wir haben den Schornstein im Jahre 1987 außer Betrieb genommen und sind nicht mehr auf ihn angewiesen. Diese Art des Abrisses ist jedoch im Bereich eines in Betrieb befindlichen Kernkraftwerks nicht einfach. Deshalb haben wir uns für eine relativ anspruchsvolle Methode des schrittweisen Rückbaus mit Spezialgeräten entschieden“, sagte Roman Havlín, Direktor des Kraftwerks Dukovany.
In hundert Metern Höhe hängt ein spezieller Abbruchbagger am Seil eines Krans mit einer Tragkraft von 500 Tonnen, der von Arbeitern von der Plattform eines zweiten Krans in gleicher Höhe ferngesteuert wird. Die Arbeiten sind daher wetterabhängig. Bei extrem starkem Wind müssen die Arbeiter sie unterbrechen.
„Der Abbau des Schornsteins ist einer von mehreren Schritten zur schrittweisen Modernisierung des Kraftwerks“, fasste Bohdan Zronek, Vorstandsmitglied von ČEZ und Leiter der Kernenergieabteilung, zusammen.
Jedes Jahr investiert ČEZ rund vier Milliarden Kronen in die bestehenden Kernkraftwerke in Dukovany und Temelín.
„In diesem Jahr ändern wir beispielsweise in Dukovany einige Teile der Rohrleitungsführung oder Kabel und setzen den Umbau der Blockschalttafeln fort. In Temelín wird ein Teil des zentralen Steuerungs- und Managementsystems des Kraftwerks ausgetauscht“, sagte Štefánková. Der abgerissene Schornstein war eine der ersten Dominanten des Kraftwerks. Er besteht aus zwei Schalen und drei Galerien. Der innere Teil des Schornsteins besteht aus Schamotteziegeln, die äußere Schale aus Betonblöcken. Der Schornstein hat einen Durchmesser von 6,7 Metern an der Basis und 2,7 Metern an der Spitze.
/gr/
Stromerzeugung aus Steinkohle in Deutschland ist in diesem Jahr um mehr als ein Fünftel gestiegen
30. Juli 2025, oenergetice.cz
Eduard Majling
Deutschland - Die deutschen Steinkohlekraftwerke verzeichneten in diesem Jahr ein stärkeres erstes Halbjahr als im Vorjahr. Im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres speisten sie mehr als ein Fünftel mehr Strom in das deutsche Stromnetz ein. Neben der kälteren Witterung war der Produktionsanstieg auch auf eine schwächere Stromproduktion aus erneuerbaren Energien zurückzuführen. Während die Stromerzeugung aus Photovoltaik erneut zunahm, schnitten Windkraftanlagen im Vergleich zum Vorjahr deutlich schlechter ab.
Obwohl Deutschland die installierte Kapazität an erneuerbaren Energien, insbesondere Solar- und Windkraftanlagen, weiter ausbaut, kann das Land weiterhin nicht auf fossile Energieträger verzichten. Dies belegen auch die Daten zur Stromerzeugung für das erste Halbjahr dieses Jahres. Sie zeigen, dass der wachsende Anteil erneuerbarer Energien nicht automatisch zu einer höheren Produktion von Ökostrom führt. Dies gilt insbesondere für Windkraftanlagen, deren Produktion im Jahresvergleich deutlich stärker schwankt als die von Solaranlagen.
Während deutsche Steinkohlekraftwerke im ersten Halbjahr des Vorjahres 12,8 TWh Strom in das lokale Netz einspeisten, stieg ihre Produktion in diesem Jahr auf 15,6 TWh. Der Produktionsanstieg um ein Fünftel dürfte hauptsächlich auf die geringere Produktion von Onshore-Windkraftanlagen zurückzuführen sein. Diese produzierten im ersten Halbjahr des Vorjahres 60 TWh, während sie in diesem Jahr nur noch 49 TWh erreichten.
Obwohl die Produktion von Offshore-Windkraftanlagen mit 11,5 TWh in diesem Jahr stabiler blieb, sank sie im Jahresvergleich dennoch um 2,3 TWh. Die Stromproduktion aus Photovoltaik hingegen stieg im Jahresvergleich von 32,6 TWh im Vorjahr auf fast 40 TWh in diesem Jahr.
Laut AGEB, einer Forschungsgruppe, die statistische Daten des deutschen Energiesektors esammelt und vergleicht, stieg der Energieverbrauch in Deutschland um 2,3 %. Beim Kohleverbrauch war die Veränderung im Jahresvergleich insgesamt nicht signifikant, variierte jedoch je nach Sektor. Während Kohlekraftwerke in diesem Jahr mehr Kohle verbrauchten als im Vorjahr, verbrauchten deutsche Stahlwerke dagegen weniger Kohle.
Quelle: https://oenergetice.cz/nemecko/vyroba-e ... nez-petinu
Deutschland erwägt, seine Ausbauziele für erneuerbare Energien zu überdenken. Neue Studie soll zukünftigen Stromverbrauch bewerten
29. Juli 2025, oenergetice.cz
Autor: David Vobořil
Das deutsche Wirtschaftsministerium hat eine neue Studie in Auftrag gegeben, um die zukünftige Entwicklung des Stromverbrauchs genauer zu beleuchten. Die Ergebnisse könnten die ehrgeizigen Pläne Deutschlands zum Ausbau erneuerbarer Energien und zur Förderung des Baus von Gaskraftwerken beeinflussen. Gleichzeitig könnte eine Änderung der Schätzungen den Strommarkt und die Preisaussichten erheblich beeinflussen.
Das Wirtschaftsministerium unter Leitung von Katherina Reiche hat eine neue Studie in Auftrag gegeben, um die Entwicklung des Stromverbrauchs in Deutschland bis zum Jahr 2030 zu bewerten. Laut der Agentur Montel wird erwartet, dass die Regierung ihre Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien und Gaskraftwerke auf Grundlage der Ergebnisse anpassen könnte.
Der den deutschen Plänen derzeit zugrunde liegende erwartete Verbrauch von 750 TWh pro Jahr bis 2030 könnte Analysten zufolge zu optimistisch sein. Der deutsche Stromverbrauch erreichte im Jahre 2021 mit 569 TWh seinen Höchststand, ist seitdem aber rückläufig und wird laut ICIS-Analysten in diesem Jahr voraussichtlich 510 TWh erreichen. Der Trend des Verbrauchswachstums bleibt aufgrund des schwachen Wirtschaftswachstums und der langsameren Entwicklung von Wärmepumpen und Elektromobilität gedämpft.
Auswirkungen auf die Strompreise...
Laut dem Analyst Huangluolun Zhou kann die Anpassung der Verbrauchsprognosen auch erhebliche Auswirkungen auf den Terminmarkt und die Strompreisentwicklung haben. Ihm zufolge könnten die Preise im Bereich von 30-40 EUR/MWh bleiben, wenn das geplante Volumen an erneuerbaren Energien-Anlagen beibehalten wird.
„Wenn die Erwartungen gesenkt werden, können wir in den kommenden Jahren mit noch mehr negativen Preisen rechnen“, sagte Zhou gegenüber Montel.
Sebastian Braun von ICIS erklärte außerdem, dass der Ausblick auf einen Stromverbrauchsrückgang auf 580 TWh im Jahr 2030, gleichzeitig aber auf einen weiteren Anstieg des Anteils erneuerbarer Energien hindeutet. Dies führt zu Preisdruck und Anreizen für die Nutzung von Flexibilität auf der Nachfrageseite.
„Wir gehen davon aus, dass die Strompreise im nächsten Jahrzehnt aufgrund des vergleichsweise stärkeren Ausbaus der erneuerbaren Energien im Vergleich zum Nachfragewachstum niedriger sein werden. Durch flexible Stromnachfrage können erhebliche Kostenvorteile realisiert werden“, so Braun.
Kritik an der Windenergiebranche….
Vertreter der Windenergiebranche warnen jedoch vor einer Anpassung der Ziele. Laut Bärbel Heidebroek vom Windverband BWE müsse man mit einem Anstieg des Stromverbrauchs rechnen, insbesondere aufgrund der Digitalisierung, des Ausbaus von Rechenzentren und der industriellen Transformation. Schließlich entspreche der Stromverbrauch eines Rechenzentrums dem einer Stadt mit 180.000 Einwohnern.
„Es wäre ein fataler Fehler, das Signal zu senden, dass wir nicht auf Wirtschaftswachstum setzen. Die Branche bereitet sich auf die Transformation vor und rechnet mit einem höheren Strombedarf“, so Heidebroek.
Quelle: https://oenergetice.cz/rychlezpravy/nem ... i-spotrebu
/gr/
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Mgr.Gabriela Reitingerova
OIŽP - Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí / BIU - Bürgeriniative Umweltschutz
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E-Mail: gabi.reitinger@oizp.cz
Tel: 603 805 799