Auswahl von relevanten Zeitungsartikeln zum Thema Energie vom 21.August 2026:
Inhalt:
Wie geht man mit Drohnen über Temelín um?
ČEZ und andere Betreiber sollen die Befugnis erhalten, unbekannte Drohnen zu zerstören. Sie werden jedoch nicht über die Technologien verfügen, die dies ermöglichen.
Kraftwerk bietet an vier Freitagen Nachtführungen an.
Bei Potštát stürzte eine Windkraftanlage ein, niemand wurde verletzt.
Wegen der Verlängerung der Laufzeit der Kernkraftwerke investiert ČEZ jährlich bis zu 12 Milliarden Kronen.
Ferienlager in Temelin begeisterte Kinder von Mitarbeitern: Statt am Computer- eine Reise ins Weltall und Ritterkämpfe.
Dukovany und Temelín planen Nachtführungen für die Öffentlichkeit – die Kapazität ist begrenzt
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Wie geht man mit Drohnen über Temelín um?
21.8.2026 Tageszeitung HN Titelseite
ČEZ und andere Betreiber erhalten die Befugnis, unbekannte Drohnen zu zerstören. Sie werden jedoch nicht über die Technologien verfügen, die dies ermöglichen.
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ČEZ und andere Betreiber sollen die Befugnis erhalten, unbekannte Drohnen zu zerstören. Sie werden jedoch nicht über die Technologien verfügen, die dies ermöglichen
21.08.2026 Tageszeitung Hospodářské noviny Seite 3 Autor: Jan Brož
Energie und Sicherheit
Die Zahl der Fälle, in denen nicht identifizierte Drohnen in der Nähe von Flughäfen, Eisenbahnknotenpunkten, Umspannwerken, Kernkraftwerken, Brennstofflagern und anderen Einrichtungen der kritischen Infrastruktur gesichtet werden, nimmt zu. Ihre Betreiber haben jedoch keinerlei Möglichkeiten, eine potenzielle Gefahr zu beseitigen. Diese Befugnis haben bislang nur Armee und Polizei – und auch sie nur eingeschränkt. Auf ein unbekanntes Flugobjekt muss jedoch innerhalb von Minuten oder sogar Sekunden reagiert werden, sodass keine Zeit bleibt, auf das Eintreffen der Polizei zu warten.
Auf diese Situation reagiert jetzt eine Novelle des Luftfahrtgesetzes und weiterer Rechtsvorschriften aus der Feder des Innen- und des Verkehrsministeriums. Sie soll den Mitarbeitern von Betreibern kritischer Infrastruktur beim Kampf gegen Drohnen mehr Handlungsspielraum geben. Der relativ begrenzte Gesetzentwurf, der derzeit das Stellungnahmeverfahren durchläuft, eröffnet diese Möglichkeit bislang jedoch eher nur theoretisch. Denn es ist unklar, womit ein unbemanntes Flugobjekt, das auf Temelín, Dukovany oder einen Gasspeicher zusteuert, abgeschossen werden könnte.
Der Entwurf birgt zugleich eine Reihe weiterer Unklarheiten. „Im Falle der Verabschiedung des vorgelegten Gesetzentwurfs werden zivile Betreiber kritischer Infrastruktur überhaupt keinen Drohnenschutz aufbauen“, reagiert beispielsweise die Wirtschaftskammer (HK) gleich zu Beginn ihrer Stellungnahme. Für Ernüchterung sorgte dabei weniger der eigentliche Entwurf als vielmehr die etwas chaotische Begründung. Deren Text sei laut Lenka Janáková, Leiterin des Bereichs Gesetzgebung, Recht und Analysen der Handelskammer HK, „etwas unklar bis unverständlich und widerspricht im Grunde dem Text der Novelle“. Die Begründung soll dabei auch als Orientierung dafür dienen, wie das Gesetz künftig auszulegen ist.
Eine Liste dessen, was nicht eingesetzt werden kann...
Die Begründung führt auf relativ breitem Raum Beispiele für Mittel und Technologien an, die gegen Drohnen eingesetzt werden können. Gleichzeitig wird bei den meisten von ihnen unmittelbar erläutert, warum dies selbst nach der Änderung der Rechtsvorschriften für Betreiber kritischer Infrastruktur wahrscheinlich nicht möglich sein wird. Die Gründe dafür sind entweder Konflikte mit anderen Rechtsvorschriften, die noch geringe Erfahrung mit der sich rasch entwickelnden Technologie oder schlicht die Tatsache, dass beispielsweise der Abschuss von Drohnen mit Raketen eine größere Sicherheitsbedrohung darstellen würde als die Drohne selbst.
Die Begründung rechnet daher kaum mit dem Einsatz von Langwaffen, Lasern und ähnlichen Technologien. Unklar ist jedoch auch der Einsatz von Signalstörsendern oder Systemen, die in der Lage sind, die Kontrolle über die Steuerung einer Drohne zu übernehmen. Denn dadurch könnten andere Kommunikationsgeräte und -netze gestört werden. „In der derzeitigen Fassung geht der Entwurf davon aus, dass ein Betreiber kritischer Infrastruktur nur ein Mittel auswählen kann, zu dessen Einsatz er aufgrund anderer, bereits bestehender Rechtsvorschriften berechtigt ist“, antwortet die Sprecherin des Innenministeriums, Ivana Nguyenová, etwas vage auf die Frage, welche Mittel die betroffenen Betreiber in der Praxis einsetzen können werden.
Theoretisch kommt der Abschuss von Drohnen mit einer Schrotflinte oder deren Abfangen mithilfe eines aus einer Vorrichtung abgeschossenen Netzes infrage. Beide Möglichkeiten sind jedoch durch die relativ kurze Reichweite begrenzt. Und wie die HK warnt, könnte der Abschuss einer Drohne beispielsweise über einem Chemiewerk mit brennbaren Stoffen oder über einem Umspannwerk katastrophale Folgen haben. Eine weitere Möglichkeit wäre, ein unbekanntes unbemanntes Luftfahrzeug mithilfe einer anderen Drohne unschädlich zu machen. Würde diese jedoch einen Sprengstoff oder eine Schusswaffe tragen, bestünde erneut die Gefahr potenziell größerer Sekundärschäden.
Eine Lösung gibt es bislang nicht...
„Eine Lösung gibt es nicht. Das Problem ist jedoch enorm, und wer es löst, wird Tausende und Abertausende Kunden haben, denn Einrichtungen der kritischen Infrastruktur gibt es unendlich viele. Bislang gibt es eine solche Lösung aber nicht“, sagt Martin Saska von der Fakultät für Elektrotechnik der Tschechischen Technischen Universität in Prag (ČVUT), einer der führenden tschechischen Experten für Technologien unbemannter Luftfahrzeuge.
Die Ausweitung der Befugnisse zur Abwehr von Drohnen auf ČEZ, ČEPS, Čepro, die tschechische Eisenbahnverwaltung / Správa železnic und weitere Betreiber sei seiner Ansicht nach dennoch bereits jetzt sinnvoll. Je weniger gesetzliche Hindernisse es gebe, desto größer sei die Chance, dass letztlich ein funktionierendes System auf dem Markt erscheine. „Es ist wichtig, dass die Gesetzgebung bereits in der frühen Entwicklungsphase keine Tests solcher Systeme verhindert“, fügt Saska hinzu.
Ähnlich argumentiert grundsätzlich auch das Innenministerium. „Die gewählte Lösung trägt der rasanten technologischen Entwicklung im Bereich des Schutzes vor unbemannten Systemen Rechnung. Daher legt der Entwurf keine konkreten Mittel fest“, erklärt Ministeriumssprecherin Nguyenová.
Die HK fordert unterdessen von den zuständigen Ministerien, die Widersprüche zu beseitigen. Laut Janáková gehe es beispielsweise darum, eindeutig festzulegen, dass zur Beseitigung von Drohnen in einem Sperrgebiet auch elektronische Mittel eingesetzt werden können. In diesem Fall werde das Fluggerät nämlich nicht zerstört, wodurch sich auch das Risiko von Schäden verringere, die ein herabfallendes Gerät verursachen könnte. Die Kammer weist zudem darauf hin, dass ein Signal nicht dauerhaft, sondern nur in außergewöhnlichen Situationen gestört würde. Das Risiko einer Beeinträchtigung anderer Signale wäre daher relativ gering.
„Welche Methode zur Beseitigung in einer konkreten Situation beim Schutz einer Anlage eingesetzt wird, wird von den konkreten Umständen des jeweiligen Falles und deren Bewertung durch den eingreifenden Betreiber der kritischen Infrastruktur abhängen“, sagt Janáková und betont, dass es sich keineswegs um die einzige Methode handle.
Weitere Verbände, die zu dem Entwurf Stellung genommen haben, etwa der Energieverband und der Industrieverband, weisen ebenfalls auf weitere problematische Punkte hin, die eine wirksame Abwehr in der Praxis unmöglich machen könnten. So könnten beispielsweise nur Mitarbeiter des jeweiligen Infrastrukturbetreibers gegen unbemannte Fluggeräte vorgehen. Die Sicherheit der Anlagen wird jedoch in der Regel von privaten Sicherheitsdiensten gewährleistet.
Die Vertreter der betroffenen Unternehmen kritisieren außerdem den Plan, dass auch Mitarbeiter, die ausschließlich mit der Suche nach einer gefährlichen Drohne und nicht mit deren anschließender Beseitigung befasst sind, eine entsprechende Berechtigung zum Führen unbemannter Luftfahrzeuge besitzen müssten. Die Beschäftigung entsprechend qualifizierter Personen allein zur Überwachung außergewöhnlicher Ereignisse würde unverhältnismäßig hohe Kosten verursachen.
Autor: Jan Broz: jan.broz@hn.cz
/gr/
Kraftwerk bietet an vier Freitagen Nachtführungen an
21.08.2026 Tageszeitung Mladá fronta DNES Tschechische Presseagentur
DUKOVANY - Das Kernkraftwerk Dukovany bietet an vier Freitagen im September Nachtführungen an. Die Führungen führen unter anderem auch in die Maschinenhäuser und das Lager für abgebrannte Kernbrennstoffe. Teilnehmen können tschechische Staatsbürger ab 15 Jahren. Aus Sicherheitsgründen ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Interessierte können sich bis Ende August für die Exkursionen anmelden.
Die erste Führung findet am 4. September, die letzte am 25. September statt. Sie beginnen jeweils um 21:00 Uhr und enden eine Stunde nach Mitternacht. Sie knüpfen an frühere Tage der offenen Tür an, die in der Öffentlichkeit auf großes Interesse stießen. In Dukovany besuchen die Teilnehmer auch das Besucherzentrum mit Virtual-Reality-Angeboten.
/gr/
Bei Potštát stürzte eine Windkraftanlage ein, niemand wurde verletzt
20. August 2026, oEnergetice.cz, ČTK
Bei Potštát im Bezirk Přerov stürzte am Vormittag eine etwa 30 Meter hohe Windkraftanlage mit einer installierten Leistung von 0,15 MW auf ein Feld. Niemand wurde verletzt. Nach Angaben der Polizei könnte der Einsturz durch starken Wind verursacht worden sein. Die Anlage hatte nämlich blockierte Turbinenblätter und war seit Anfang Juli außer Betrieb. Ihr Eigentümer bezifferte den Schaden auf 200.000 Kronen. Dies teilte der Polizeisprecher Libor Hejtman heute der Tschechischen Presseagentur (ČTK) mit. Nach Angaben der Tschechischen Windenergiegesellschaft (ČSVE) handelt es sich um den ersten Einsturz einer Windkraftanlage in der Tschechischen Republik.
Nach Angaben Hejtmans war eines der motorbetriebenen Stellglieder in den Rotorblättern beschädigt, sodass diese in geöffneter Stellung verblieben. „Der Defekt verhinderte, dass sie in die Ruhestellung gebracht werden konnten“, erklärte er. In dieser Position wirkten die Rotorblätter wie ein Segel, in das der Wind hineinbläst. „Heute Morgen gab es in Potštát sehr starke Windböen, die zum Einsturz der Anlage geführt haben könnten“, fügte Hejtman hinzu. Industrieminister Karel Havlíček (ANO) sagte gegenüber der ČTK, dass er sich vorerst nicht zu dem Unfall bei Potštát äußern werde und auf detailliertere Informationen von den Energieexperten warte.
Martin Mikeska von der Kammer für erneuerbare Energiequellen teilte der ČTK mit, dass die eingestürzte Windkraftanlage 31 Jahre alt war. Der Turm war 30 Meter hoch und die Rotorblätter waren jeweils 20 Meter lang, sodass es sich um eine kleine Windkraftanlage handelte. Die Windkraftanlage wurde von der Firma Bonus hergestellt. „An dem Standort stehen noch drei baugleiche Windkraftanlagen, für die bereits eine gründliche Kontrolle vorbereitet wird“, erklärte er. Windkraftanlagen der Firma Bonus gibt es sonst nirgendwo in Tschechien. „Das Unternehmen Bonus hat ihre Produktion im Jahr 2005 eingestellt“, fügte er hinzu.
Auf den Fotos von der Unfallstelle ist zu erkennen, dass der gesamte Turm der Windkraftanlage umgestürzt ist und die Turbine mit den Rotorblättern beim Aufprall auf den Boden beschädigt wurde. Der Vorsitzende der ČSVE, Michal Janeček, sagte gegenüber der ČTK, dass in Tschechien bislang noch keine Windkraftanlage eingestürzt sei. „Der Einsturz der Windkraftanlage bei Potštát ist eine Anomalie“, betonte er. Nach Angaben Mikeskas haben Techniker bereits mit der Beseitigung der Trümmer der eingestürzten Windkraftanlage begonnen.
Die Windkraftanlage auf einem Feld bei Potštát war Teil eines Windparks mit vier Türmen und Turbinen. Betrieben wird der Windpark von der Firma Vapol CZ. „Im Namen der Stadt werden wir vom Betreiber eine sofortige Überprüfung der Sicherheit der verbliebenen Windkraftanlagen verlangen. Nach einem derart schwerwiegenden Vorfall halte ich eine gründliche fachliche Kontrolle für eine absolute Selbstverständlichkeit“, erklärte der Bürgermeister von Potštát, René Passinger. Die ČTK bemüht sich um Stellungnahmen des Unternehmens Vapol CZ und des Industrieministeriums.
Der Bürgermeister forderte die Einwohner auf, sich weder der Unfallstelle noch den einzelnen Teilen der Anlage zu nähern und nichts zu berühren oder zu bewegen. „Es handelt sich um eine technische Anlage, bei der ohne fachkundige Begutachtung weitere Risiken nicht ausgeschlossen werden können“, warnte er.
Aus den Daten der ČSVE geht hervor, dass die erste der vier Windkraftanlagen bei Potštát im Jahr 2005 installiert wurde und die letzte im Jahr 2011. Das tatsächliche Alter der Anlagen könnte jedoch höher sein, da einige von ihnen nach Informationen der ČTK bereits vor ihrer Installation in Tschechien im Ausland Strom erzeugt haben könnten.
Unfälle mit Windkraftanlagen sind in Tschechien äußerst selten. Im vergangenen August brach in der Gemeinde Karle im Bezirk Svitavy ein Rotorblatt einer Windkraftanlage ab. Ein Teil davon stürzte zu Boden, woraufhin die Anlage außer Betrieb genommen wurde.
Quelle: https://oenergetice.cz/vetrne-elektrarn ... byl-zranen
/gr/
Wegen der Verlängerung der Laufzeit der Kernkraftwerke investiert ČEZ jährlich bis zu 12 Milliarden Kronen
18. August 2026, Novinky.cz CTK
Der Energiekonzern ČEZ rechnet wegen der Verlängerung des Betriebs der tschechischen Kernkraftwerke auf 80 Jahre mit jährlichen Investitionen von 10 bis 12 Milliarden Kronen in diese Anlagen. Das Geld soll insbesondere in die Erneuerung der Technologie, die Modernisierung der Leitsysteme und die Verbesserung der Sicherheit fließen. Außerdem will sich das Unternehmen auf die Digitalisierung des Betriebs konzentrieren. Geplant sind jährlich Dutzende technologische Innovationen. Dies sagte am Dienstag Bohdan Zronek, Vorstandsmitglied und Direktor der Kernenergieabteilung von ČEZ, gegenüber Journalisten.
Über die Verlängerung der Lebensdauer der Kernkraftwerksblöcke in Dukovany und Temelín auf 80 Jahre ab ihrer Inbetriebnahme hat das Unternehmen in diesem Jahr auf Grundlage wirtschaftlicher und technischer Analysen entschieden. Ursprünglich war ein Betrieb von 60 Jahren ab der Inbetriebnahme vorgesehen. Die bestehenden Blöcke in Dukovany können nach den neuen Plänen somit bis 2065 bzw. 2067 betrieben werden, die Blöcke in Temelín bis 2080 bzw. 2082.
„Ein bis zu achtzigjähriger Betrieb der Kernkraftwerke ist keine einmalige Entscheidung. Er ist das Ergebnis langfristiger Arbeit, die auf einer regelmäßigen Bewertung des Zustands der Anlagen, umfangreichen Modernisierungsprogrammen und der Sicherstellung der Einhaltung der Sicherheitsanforderungen beruht. Teil dieser Entwicklung sind dabei auch neue Technologien, die wir einsetzen oder sogar selbst entwickeln“, sagte Zronek.
Einer der sichtbarsten Investitionstrends der vergangenen Zeit ist dem Unternehmen zufolge die Digitalisierung des Betriebs. „Wir verfügen über digitale Modelle der wichtigsten technologischen Systeme und Bauwerke. Dadurch können wir Wartungsarbeiten und Modernisierungen präzise planen und den Zustand der Anlagen in Echtzeit überwachen. Im Grunde haben wir Papier vollständig abgeschafft“, sagte Miroslav Choura, Executive Manager für IT der Kernenergiesparte. Er wies jedoch darauf hin, dass die endgültige Entscheidung weiterhin bei einem qualifizierten Fachmann liege.
Zur effizienteren Gestaltung des Betriebs werden ČEZ zufolge 3D-Druck, künstliche Intelligenz, fortschrittliche Diagnose- und Prüfverfahren, digitale Röntgentechnik, Ultraschallverfahren sowie spezialisierte Robotersysteme eingesetzt.
„Diese Instrumente ermöglichen es uns, den Zustand der Anlagen mit außerordentlicher Präzision zu überwachen, darunter auch die Reaktordruckbehälter, Rohrleitungssysteme, Dampferzeuger und weitere sicherheitsrelevante Komponenten“, betonte Zdeněk Čančura, Leiter der Abteilung Qualität der Kernenergieabteilung.
ČEZ hat in den vergangenen Jahren in seinen Kraftwerken schrittweise auch auf verlängerte Brennstoffzyklen umgestellt. Das Ziel ist es, die Stromerzeugung zu erhöhen und den Brennstoff effizienter zu nutzen.
In Dukovany sind vier Kernkraftwerksblöcke in Betrieb, die jeweils eine Leistung von 510 Megawatt (MW) haben. Zwei weitere Blöcke mit einer Leistung von jeweils etwa 1.000 Megawatt (MW) befinden sich im südböhmischen Temelín.
Das koreanische Unternehmen KHNP bereitet derzeit in Dukovany den Bau von zwei weiteren Blöcken vor. Der erste davon soll im Jahr 2036 fertiggestellt sein. Im kommenden Jahr soll die Regierung zudem über den Bau neuer Blöcke in Temelín entscheiden.
Quelle: https://www.novinky.cz/clanek/ekonomika ... d-40593197
/gr/
Ferienlager in Temelin begeisterte Kinder von Mitarbeitern: Statt am Computer- eine Reise ins Weltall und Ritterkämpfe
21.8.2026 prvnizpravy.cz
Eine Woche voller Abenteuer, Bewegung und neuer Erlebnisse verbrachten während drei einwöchiger Ferienlager knapp hundert Kinder auf dem Gelände des Kernkraftwerks Temelín.
Foto: Die Kinder besuchten auch das Trainingszentrum von Temelín.
Die ČEZ-Gruppe organisierte hier bereits zum zwölften Mal ein Ferienlager für die Kinder ihrer Mitarbeiter. Das Ziel der beliebten Sommeraktion war es nicht nur, den Kindern ein abwechslungsreiches Programm zu bieten, sondern auch den Eltern die Betreuung ihrer Kinder während der Schulferien zu erleichtern.
Von Märchen über das Weltall bis zur bildenden Kunst...
Für das abwechslungsreiche Programm an den einzelnen Tagen sorgt der bewährte Verein Poškolák. Jeder der drei Durchgänge hat sein eigenes Thema.
„Die erste Woche stand ganz im Zeichen von Rittern und Prinzessinnen, in der darauffolgenden Woche begaben sich die Kinder auf eine geheimnisvolle Reise ins Weltall, und der letzte Durchgang war im Rahmen der Kunstwoche der kreativen Gestaltung gewidmet. Auch Ausflüge in die Umgebung durften nicht fehlen, die wir jeweils an die aktuelle Wettervorhersage anpassen“, fasst Valerie Chromá, Leiterin des Zentrums Poškolák, das Programm zusammen.
Quiz, Simulator und Spaß in Hluboká...
Als Basis des gesamten Ferienlagers diente das Schulungszentrum. Im Rahmen des Programms gelangten die Kinder auch an Orte, an denen künftige Operatoren ausgebildet werden. Ihr erworbenes Wissen konnten sie anschließend bei einem vorbereiteten Quiz unter Beweis stellen, für dessen erfolgreiche Lösung sie eine Belohnung erhielten.
Neben Themen rund um das Kraftwerk kamen auch Sport und Erholung nicht zu kurz. Die Kinder besuchten das Sportgelände in Hluboká nad Vltavou und konnten sich auch im Freibad abkühlen. Zum gemeinsamen Mittagessen gingen alle direkt in die Kantine des Kraftwerks.
„Ich genieße das Ferienlager sehr. Wir haben tolle Ausflüge gemacht, zum Beispiel nach Hluboká, und viel über das Weltall gesprochen. Am meisten hat mich der Simulator der Blockwarte beeindruckt. Ich bewundere die Operatoren wirklich sehr dafür, dass sie das gesamte Kraftwerk auf diese Weise steuern können“, erzählt die zehnjährige Juliana Nader von ihren Eindrücken.
„Das Ferienlager ist toll, hier passiert ständig etwas. Wenn das Wetter schön ist, sind wir draußen, machen Ausflüge, aber wir lernen auch etwas Neues. In Hluboká haben wir Baseball ausprobiert, waren im Planschbecken und haben auch die Feuerwehrleute von Temelín getroffen, die uns mit Wasser bespritzt haben, damit wir uns bei der Hitze abkühlen konnten. Und es ist großartig, dass wir uns den Simulator anschauen und selbst ein bisschen ausprobieren können“, berichtet die achtjährige Majdalena Hrdličková.
Unterstützung für Familien und saubere Energie...
Das Freizeitprogramm für Kinder findet in Temelín während drei Sommerwochen statt. Die Betreuung der Mitarbeiterkinder direkt am Arbeitsplatz ist für das Kraftwerk eine Form der praktischen Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Während der drei Sommerdurchgänge werden in Temelín insgesamt fast hundert Kinder im Alter von fünf bis 15 Jahren betreut.
Autor: Marek Sviták, Pressesprecher des Kernkraftwerks Temelín, ČEZ, a. s.
/gr/
Dukovany und Temelín planen Nachtführungen für die Öffentlichkeit – die Kapazität ist begrenzt
20. August 2026, Tyden.cz
Die Atmosphäre eines laufenden Kernkraftwerks bei Dunkelheit erleben? Temelín und Dukovany bereiten für September eine Reihe von Nachtführungen vor, bei denen Besucher auch normalerweise nicht zugängliche Bereiche wie Maschinenhäuser mit Turbosätzen oder Lager für abgebrannte Brennelemente besichtigen können. Wer dieses einzigartige Erlebnis nicht verpassen möchte, muss sich jedoch spätestens bis Ende August anmelden.
Die Kernkraftwerke Dukovany und Temelín bieten an vier Freitagen im September Nachtführungen an. Diese führen unter anderem auch in die Maschinenhäuser und die Lager für abgebrannte Kernbrennstoffe. Teilnehmen können tschechische Staatsbürger ab 15 Jahren. Aus Sicherheitsgründen ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Interessierte können sich an beiden Standorten bis zum 31. August für die Exkursionen anmelden. Dies teilten die Sprecher der Kraftwerke mit.
Die erste Führung findet in beiden Kraftwerken am 4. September statt, die letzte am 25. September. Sie beginnen jeweils um 21:00 Uhr und enden eine Stunde nach Mitternacht. Die Nachtführungen knüpfen an frühere Tage der offenen Tür an, die in der Öffentlichkeit auf großes Interesse stießen. Die Gesamtkapazität der Führungen im südböhmischen Temelín beträgt 128 Teilnehmer. Einzelheiten finden sich auf der Website von ČEZ.
Das vierstündige Programm im Kernkraftwerk Temelín beginnt im modernisierten Besucherzentrum, wo die Teilnehmer das Kraftwerk zunächst virtuell besichtigen. Anschließend betreten sie das gesicherte Kraftwerksgelände. „Wir zeigen das Maschinenhaus mit dem in Betrieb befindlichen Turbosatz sowie das Lager für abgebrannte Kernbrennstoffe“, erklärte Vít Pavlík, Leiter der Besucherzentren von ČEZ.
Auch in Dukovany besuchen die Teilnehmer der nächtlichen Führungen das Besucherzentrum mit Virtual-Reality-Angeboten und gelangen ebenfalls in das Maschinenhaus und das Lager für abgebrannte Brennelemente. „Gerade die Atmosphäre bei Nacht verleiht der gesamten Führung eine einzigartige Dimension“, sagte der Direktor des Kraftwerks Dukovany, Roman Havlín. Interessierte können sich per E-Mail unter infocentrum.edu@cez.cz anmelden.
Die Kraftwerke Temelín und Dukovany erzeugten im vergangenen Jahr zusammen 32,066 Terawattstunden (TWh) Strom. In Dukovany sind vier Kernreaktorblöcke in Betrieb, die jeweils eine Leistung von 510 Megawatt (MW) haben. Temelín verfügt über zwei Blöcke mit einer Leistung von jeweils etwa 1.000 Megawatt.
Quelle: https://www.tyden.cz/dukovany-a-temelin ... je-omezena
/gr/
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Mgr. Gabriela Reitingerova
OIŽP - Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí / BIU - Bürgeriniative Umweltschutz
Kubatova 6
370 04 České Budějovice
E-Mail: gabi.reitinger@oizp.cz
Tel: 603 805 799
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Unsere Forderungen
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Anti-Atom Monitoring der tschechischen Presse
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Gabi Reitinger
- Beiträge: 670
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Gabi Reitinger
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Re: Anti-Atom Monitoring der tschechischen Presse
Auswahl von relevanten Zeitungsartikeln aus Tschechien zum Thema Energie vom 24.August 2026:
Inhalt:
Dieses Jahr gehen bis zu 15 neue Kernreaktoren in Betrieb. Einschließlich eines in der Slowakei.
Calla: Nach zehn Jahren endet das Bestreben, das Uranabbaugebiet bei Brzkov zu erweitern.
Dukovany und Temelín sollen bis zu 80 Jahre in Betrieb bleiben.
Das Interesse an den Nachtführungen in Temelín war enorm:
Die Kapazität der Nachtführungen im Kernkraftwerk Temelín war innerhalb eines einzigen Tages ausgebucht.
Gas an der Börse um 57 % teurer. ČEZ hält die Preise trotzdem niedrig.
Energiepreise werden bis Jahresende steigen, Analysten erwarten jedoch keinen sprunghaften Anstieg.
Google half in Österreich ein Schlupfloch im Gesetz. Sein KI-Rechenzentrum sorgt jedoch für Besorgnis
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Dieses Jahr gehen bis zu 15 neue Kernreaktoren in Betrieb. Einschließlich eines in der Slowakei
23.08.2026
Oenergetice.cz
Foto: Das Kernkraftwerk Mochovce im Süden der Slowakei.
Die Kernenergie könnte in diesem Jahr nach einer Phase des Rückgangs bessere Ergebnisse vorweisen. Wenn nichts schiefgeht – was in der Nuklearbranche ein allgegenwärtiges Risiko ist –, werden 15 neue Kernreaktoren den Betrieb aufnehmen. Haupttreiber soll China mit sieben neuen Reaktoren und Indien mit dreien sein, berichtet die Weltnuklearvereinigung (WNA) auf ihrer Website.
Auch der vierte Block des slowakischen Kernkraftwerks Mochovce nimmt den Betrieb auf.
Ein schlechtes Zeugnis für die westliche Nuklearindustrie ist die Tatsache, dass hinter den meisten neuen Reaktoren Lieferanten aus Russland, China und Indien stehen. Der russische Rosatom soll bis Ende des Jahres gleich fünf Reaktorblöcke hochfahren – im bangladeschischen Rooppur, im chinesischen Tianwan, im indischen Kudankulam, im russischen Kursk und im türkischen Akkuyu. Den Chinesen ist es seit Jahresbeginn bereits gelungen, vier Blöcke des heimischen Typs Hualong One in Betrieb zu nehmen.
Slowaken nehmen Mochovce 4 in Betrieb...
Wenn man Russland ausnimmt, ist der einzige neue Kernkraftwerksblock, der dieses Jahr in Europa in Betrieb genommen wird, Mochovce 4 in der Slowakei. Nach Angaben des Unternehmens Slovenské elektrárne, das sich mehrheitlich im Besitz der von Daniel Křetínský geleiteten Holding EPH befindet, hat der vierte Block am Donnerstag, dem 6. August, die erste Kernspaltungsreaktion gestartet. Es handelt sich um einen Block des Typs WWER-440, dessen Schlüsselkomponenten von tschechischen Unternehmen hergestellt und geliefert wurden.
Es sollen weitere Tests der Anlagen und eine schrittweise Leistungserhöhung des Blocks Mochovce 4 folgen. Wie der Übertragungsnetzbetreiber SEPS diese Woche mitteilte, soll noch im August die erste Netzsynchronisation des neuen Blocks und die erste Stromeinspeisung ins Netz erfolgen. Die volle Leistung von 471 Megawatt könnte Mochovce 4 Ende des Jahres erreichen.
Koreaner bauen, Westinghouse nichts...
Aus tschechischer Sicht ist auch die Inbetriebnahme des Blocks Saeul 3 in Südkorea bemerkenswert. Auch dieser befindet sich in der Phase der schrittweisen Leistungserhöhung und soll ab Oktober im regulären kommerziellen Betrieb sein. Für den Bau war das Unternehmen KHNP verantwortlich, also der Gewinner der Nuklearausschreibung in der Tschechischen Republik. Die Koreaner sollen nach dem Jahr 2030 zwei 1050-Megawatt-Blöcke in Dukovany und später voraussichtlich zwei weitere in Temelín bauen.
Die westlichen Konkurrenten von KHNP, das amerikanische Unternehmen Westinghouse und die französische EDF, werden in diesem Jahr keinen einzigen neuen Reaktor in Betrieb nehmen.
Westinghouse hat derzeit nicht einmal einen im Bau. EDF steht etwas besser da und baut zwei Blöcke im britischen Kraftwerk Hinkley Point C. Der Fertigstellungstermin verschiebt sich jedoch immer weiter nach hinten und die Kosten steigen. Der erste der beiden Reaktoren wird schätzungsweise im Jahr 2030 den Betrieb aufnehmen.
Nach Informationen auf der Website der Nuklearvereinigung WNA hat seit Beginn dieses Jahres der Bau von neun neuen Kernkraftwerksblöcken begonnen. Drei befinden sich in China, zwei in Indien und jeweils einer in Russland und Südkorea. Bemerkenswert sind jedoch vor allem die beiden verbleibenden – der russische Block des Typs WWER-1200 im ungarischen Paks und der modulare Reaktor BWRX-300 im kanadischen Darlington.
Vorbild oder Abschreckung?
Der Bau des Kernkraftwerks Paks II begann offiziell mit der ersten Betonierung des Fundaments Anfang Februar. Generalunternehmer ist die russische Rosatom, was viele Fragezeichen und Spekulationen aufwirft. Diese verstärkten sich, nachdem im Mai der pro-westlich orientierte Péter Magyar (TISZA) den pro-russischen Premierminister Viktor Orbán (FIDESZ) ablöste. Die neue Regierung hat den eigentlichen Vertrag mit Rosatom bislang nicht infrage gestellt, möchte aber die späteren geheimen Zusatzvereinbarungen zum ursprünglichen Abkommen aus dem Jahr 2014 „genauer unter die Lupe nehmen“.
Das kanadische Unternehmen Ontario Power Generation (OPG) informierte im Frühjahr über das Gießen der Fundamentplatte für den neuen Block des Kernkraftwerks Darlington. Technologie-Lieferant des 300-Megawatt-Siedewasserreaktors ist das amerikanisch-japanische Konsortium GE Vernova Hitachi. Es handelt sich um den ersten Baubeginn eines kleinen oder mittleren modularen Reaktors (SMR) in der westlichen Welt. Dieses Projekt soll nach Fertigstellung zeigen, ob modulare Reaktoren die Zukunft der Branche oder eine Sackgasse sind.
Quelle: https://ekonomickydenik.cz/letos-zahaji ... -reaktoru/
/gr/
Calla: Nach zehn Jahren endet das Bestreben, das Uranabbaugebiet bei Brzkov zu erweitern
22.8.2026 Ekolist.cz
Das Umweltministerium hat das Verfahren eingestellt, in dem der Staatsbetrieb DIAMO versuchte, das geschützte Lagerstättengebiet für den Uranabbau bei Brzkov in der Region Vysočina zu erweitern. Der Staatsbetrieb war innerhalb der mehrfach verlängerten Frist nicht in der Lage, das Zertifikat über die exklusive Uranlagerstätte Brzkov vorzulegen. Dies geschieht mehr als zehn Jahre nach der Antragstellung. Es ist ein Sieg für die direkt betroffenen Gemeinden – Brzkov, Věžnice, Polná und Přibyslav –, die den Plänen, die die Eröffnung einer Uranmine drohten, scharf widersprachen. Aber auch als Steuerzahler sparen wir Milliarden Kronen, da wir nicht nur den Bau der Mine, sondern auch die chemische Aufbereitungsanlage für Uranerz hätten subventionieren müssen, weil die ursprünglich geplante Anlage in Dolní Rožínka bereits liquidiert wird.
Bis Ende des Jahres 2025 zahlte der Staat für die Sanierung von Schäden durch den Abbau und die Verarbeitung von Uran – ohne die Sozialprogramme der Bergleute – ca. 63 Milliarden Kronen. Weitere Dutzende Milliarden wird er noch für die fortlaufende Schadenssanierung zahlen. Dabei geht es vor allem um die Beseitigung der Folgen des chemischen Uranabbaus im Gebiet Stráž pod Ralskem. Von 1968 bis 1996 wurden hier durch technologische Lösungen fast 4,1 Millionen Tonnen Schwefelsäure, 320 Tausend Tonnen Salpetersäure, 111 Tausend Tonnen Ammoniak und 26 Tausend Tonnen Flusssäure in den Untergrund gepresst. Dies verursachte eine enorme Verschmutzung und Kontamination der unterirdischen Wasserreservoirs der Nordböhmischen Kreide. Dies sind jedoch nicht die einzigen toxischen Überreste der Uranindustrie in Tschechien. In der Landschaft verbleiben 386 Abraumhalden aus dem Uranerzbergbau mit einem Volumen von 46 Millionen m³ und 20 Schlammteiche mit radioaktivem Schlamm mit einem Gesamtvolumen von 57,3 Millionen m³.
Edvard Sequens, Energieberater von Calla, sagte: „Der Uranabbau in der Tschechischen Republik endete im Jahr 2017 mit dem Abbau der letzten Tonnen in Rožná. Angesichts der Umweltschäden in Milliardenhöhe, die die Uranindustrie hinterlassen hat, sollte dies ein endgültiges Ende sein. Aus diesem Grund begrüßen wir es, dass die Bemühungen, die Urangeister der Vergangenheit in der Region Vysočina wiederzubeleben, mit der Entscheidung des Umweltministeriums beendet wurden.“
Quelle: Ekolist.cz
/gr/
Dukovany und Temelín sollen bis zu 80 Jahre in Betrieb bleiben
21.08.2026 Monatszeitung CENTRUM news Seite: 4
ČEZ plant, die Kernkraftwerke Dukovany und Temelín bis zu 80 Jahre lang zu betreiben. Ein langfristiger Betrieb soll durch regelmäßige Modernisierungen, Anlagenkontrollen und die Einführung neuer Technologien ermöglicht werden. Das Energieunternehmen gibt an, jedes Jahr mehr als 20 technologische Neuerungen einzuführen und im Durchschnitt jährlich 10 bis 12 Milliarden Kronen in beide Kraftwerke investieren zu wollen. Eine immer größere Rolle spielen dabei Digitalisierung, Online-Diagnostik, künstliche Intelligenz, Robotersysteme und 3D-Druck.
Die Verlängerung der Lebensdauer bestehender Kernkraftwerke gewinnt laut ČEZ auch im Zusammenhang mit dem schrittweisen Rückgang der Stromerzeugung aus Kohle und dem erwarteten Anstieg des Stromverbrauchs an Bedeutung. Die Absicht, Dukovany und Temelín bis zu 80 Jahre zu betreiben, ist jedoch keine einmalige Entscheidung. Voraussetzung sind eine langfristige Bewertung des Anlagenzustands, Modernisierungen und die kontinuierliche Erfüllung der Sicherheitsanforderungen. ČEZ rechnet mit jährlichen Investitionen von 10 bis 12 Milliarden Kronen, die beispielsweise in die Erneuerung technologischer Einheiten, Steuerungs- und Diagnosesysteme, Sicherheitselemente oder Kernbrennstoff fließen sollen.
Technologische Veränderungen haben bereits in der Vergangenheit eine Steigerung der Leistung beider Kraftwerke ermöglicht. Dukovany und Temelín verfügen nach Angaben von ČEZ zusammen über eine um rund 500 Megawatt höhere Leistung als zum Zeitpunkt ihrer Inbetriebnahme. Weitere Modernisierungen stützen sich in erheblichem Maße auf digitale Technologien. Die Kraftwerke nutzen digitale Modelle wichtiger Systeme und Bauwerke, die bei der Wartungsplanung und der Überwachung des Anlagenzustands helfen. Künstliche Intelligenz kann die Betreiber bei der Optimierung von Hilfssystemen oder bei der Auswertung von Betriebsdaten und Kontrollergebnissen unterstützen. Die endgültige Entscheidung und Verantwortung bleiben jedoch weiterhin bei qualifizierten Fachkräften.
Für den langfristigen Betrieb sind auch fortschrittliche Diagnoseverfahren von Bedeutung. In Dukovany und Temelín kommen digitale Röntgentechnik, Ultraschallverfahren, automatisierte Datenauswertung und spezialisierte Robotersysteme zum Einsatz. Die Kontrollen betreffen unter anderem die Reaktordruckbehälter, Rohrleitungssysteme und Dampferzeuger. Auch die Reparaturmethoden werden weiterentwickelt. ČEZ führt beispielsweise die Cold-Spray-Technologie, Laserschweißen und Verfahren zur Reinigung von Anlagen ein. Auch der 3D-Druck gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Kraftwerke nutzen ihn unter anderem zur Herstellung von Ersatzteilen einschließlich metallischer Komponenten, insbesondere wenn diese auf dem Markt nicht mehr regulär erhältlich sind.
Zu den Veränderungen gehören auch längere Brennstoffzyklen. In Dukovany ist seit dem Jahr 2024 ein sechzehnmonatiger Brennstoffzyklus Standard, bei dem ein Block vierzehn Monate lang betrieben wird und anschließend eine mehr als einmonatige Abschaltung erfolgt. Temelín schließt in diesem Jahr die Umstellung auf einen achtzehnmonatigen Brennstoffzyklus ab, also etwa sechzehn Monate Betrieb und zwei Monate Stillstand. Der zweite Temelín-Block arbeitet bereits in diesem Betriebsmodus, der erste soll im Herbst dieses Jahres in die letzte Phase der Umstellung eintreten. Ziel ist es, die Stromproduktion zu erhöhen und den Kernbrennstoff effizienter zu nutzen.
Dukovany und Temelín haben nach Angaben des Unternehmens seit Beginn dieses Jahres 19,5 Terawattstunden Strom erzeugt. ČEZ gibt zugleich an, dass durch die Stromproduktion in seinen Kernkraftwerken jährlich rund 20 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen vermieden werden. Modernisierungen und neue Technologien sollen eine der Voraussetzungen dafür sein, dass beide tschechischen Kernkraftwerke auch in den kommenden Jahrzehnten sicher betrieben werden können.
/gr/
Das Interesse an den Nachtführungen in Temelín war enorm
Die Kapazität der Nachtführungen im Kernkraftwerk Temelín war innerhalb eines einzigen Tages ausgebucht.
23. August 2026 Prvni zpravy
Das außergewöhnliche Erlebnis eines nächtlichen Besuchs des bewachten Geländes des Kernkraftwerks Temelín lockte rund hundert Interessenten an. Sie belegten die für die Freitagstermine im September vorgesehenen 128 Plätze innerhalb von 24 Stunden. Die registrierten Teilnehmer können sich auf eine Besichtigung des nächtlichen Maschinenhauses während des laufenden Betriebs sowie des Lagers für abgebrannten Kernbrennstoff freuen. Für die übrigen Interessenten bietet ČEZ ab September Führungen durch das modernisierte Besucherzentrum an.
Die Plätze waren innerhalb eines Tages vergeben….
Die Anmeldung für die nächtlichen Führungen im September wurde ursprünglich mit einem Anmeldeschluss Ende August eröffnet. Der enorme Andrang von Interessenten führte jedoch dazu, dass die Kapazität aller vier Termine bereits am ersten Tag vollständig ausgeschöpft war.
„Das enorme Interesse freut uns. Es zeigt, dass die Möglichkeit, den Betrieb eines Kernkraftwerks bei Nacht zu erleben und einen Blick in Bereiche zu werfen, die der Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich sind, für die Menschen sehr attraktiv ist. Aus Sicherheits- und organisatorischen Gründen ist die Kapazität strikt auf 128 Teilnehmer begrenzt. Deshalb müssen wir weiteren Interessenten unsere regulären Programme anbieten“, erklärte Vít Pavlík, Leiter der Besucherzentren von ČEZ.
Maschinenhaus bei Nacht und Brennstofflager...
Die Teilnehmer, denen es gelungen ist, rechtzeitig einen Platz zu reservieren, erwartet an den vier Freitagen im September (4., 11., 18. und 25. September) ein vierstündiges Programm von 21:00 bis 1:00 Uhr.
Die Führung beginnt im modernisierten Besucherzentrum im Schlösschen Vysoký Hrádek. Anschließend betreten die Teilnehmer direkt das beleuchtete, bewachte Kraftwerksgelände, wo sie das Maschinenhaus mit einem in Betrieb befindlichen Turbosatz sowie das Lager für abgebrannten Kernbrennstoff besichtigen können.
Ab September präsentiert sich das Besucherzentrum in neuem Gewand...
Alle anderen Interessenten, die bei den September-Terminen der Nachtführungen keinen Platz mehr bekommen haben, lädt ČEZ in das modernisierte Besucherzentrum des Kernkraftwerks Temelín ein. In seiner neuen Form wird es ab dem 1. September zugänglich sein.
Die Besucher können sich auf virtuelle Führungen und Dutzende interaktive Elemente, Touchscreens, Videos, Simulationen und Spiele freuen, mit denen sie ausprobieren können, wie wichtige Prozesse in einem Kernkraftwerk funktionieren.
Autor: Marek Sviták, Pressesprecher des Kernkraftwerks Temelín, ČEZ,
Quelle: https://www.prvnizpravy.cz/zpravy/regio ... mni-zajem/
/gr/
Gas an der Börse um 57 % teurer. ČEZ hält die Preise trotzdem niedrig
24.08.2026 Wochenmagazin TV magazín Seite: 13
In den Sommermonaten denkt kaum jemand ans Heizen, dennoch wird gerade in dieser Zeit über die Ausgaben für den kommenden Winter entschieden. Die Situation im Energiesektor ist wechselhaft, und aufgrund der weltpolitischen Lage kommt es zu Preissprüngen. Mit dem Einsetzen kalter Tage steigt die Nachfrage nach Gas regelmäßig an, was die Preise in die Höhe treiben kann. Um finanzielle Überraschungen bei der Energierechnung zu vermeiden, empfiehlt es sich, Verträge rechtzeitig vor Beginn der Heizsaison zu überprüfen.
Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre, als der Zusammenbruch mehrerer Anbieter Hunderttausende Menschen in Unsicherheit stürzte, steigt das Vertrauen in etablierte Marken – und das zahlt sich eindeutig aus. Tschechische Haushalte suchen daher nach Sicherheit in Form von Preisgarantien und dem Wechsel zu größeren Anbietern. Diese können Gas im Voraus in großen Mengen einkaufen und dadurch auch in Zeiten von Preisschwankungen günstige Preise aufrechterhalten. Ein Beispiel dafür ist der Anbieter ČEZ Prodej, der derzeit sowohl für bestehende als auch für neue Kunden niedrige Preise beibehält.
ČEZ bemüht sich außerdem, seinen Kunden auch die Unterzeichnung des Vertrags und den Wechsel von einem anderen Anbieter so einfach wie möglich zu machen. Der Vertrag kann online unterzeichnet werden. ČEZ übernimmt sowohl die Kündigung beim bisherigen Anbieter als auch die gesamte weitere Kommunikation mit ihm
/gr/
Energiepreise werden bis Jahresende steigen, Analysten erwarten jedoch keinen sprunghaften Anstieg
oEnergetice.cz, ČTK
20. August 2026,
Die Energiepreise am Markt werden nach Einschätzung von Analysten in der zweiten Jahreshälfte voraussichtlich steigen. Das größte Risiko stellt dabei vor allem Gas dar, dessen Preis durch die langsame Auffüllung der europäischen Gasspeicher und die unsichere Entwicklung im Nahen Osten negativ beeinflusst wird. Einen sprunghaften Preisanstieg müssen die Haushalte jedoch nicht befürchten. Die Anbieter werden ihre Preise insbesondere bei Preisbindungen schrittweise erhöhen. Für die längerfristige Preisentwicklung wird der Winter entscheidend sein. Dies geht aus Stellungnahmen von Analysten gegenüber der ČTK hervor.
Das Basisszenario für die Entwicklung auf dem Energiemarkt im restlichen laufenden Jahr und zu Beginn des kommenden Jahres ist laut dem Analysten von XTB, Jiří Tyleček, ein Anstieg der Strom- und Gaspreise. „Die Großhandelspreise für Gas und Strom liegen deutlich höher als vor einem Jahr, und Europa geht mit niedrigen Gasvorräten, einer eingeschränkten Stromerzeugung einiger Kraftwerke und Unsicherheit über die LNG-Lieferungen durch die Straße von Hormus in den Herbst“, erklärte Tyleček.
Der Mitgründer des Unternehmens Electree, Lubomír Káňa, erwartet bis zum Jahresende auf dem Markt eher eine Phase höherer und vor allem deutlich volatilerer Energiepreise. Das größte Risiko sieht er bei der Entwicklung auf dem Gasmarkt. „Europa geht mit unterdurchschnittlich gefüllten Speichern in die zweite Jahreshälfte und ist gleichzeitig stark vom globalen LNG-Markt abhängig“, sagte Káňa. Die derzeitigen Preise von rund 60 Euro (1.450 Kč) pro Megawattstunde (MWh) enthalten seiner Ansicht nach daher bereits eine relativ hohe geopolitische Prämie.
Die Gaspreise werden laut Káňa zudem auch die Strompreise beeinflussen. In den teureren Stunden wird der Strompreis nach wie vor maßgeblich durch die Stromerzeugung aus Gas bestimmt. „Hinzu kommen die Kosten für Emissionszertifikate und der zunehmend größere Einfluss des Wetters – die Stromerzeugung aus Wind, Photovoltaik und Wasserkraft sowie die Verfügbarkeit der französischen Kernkraftwerke“, ergänzte Káňa.
Einen sprunghaften Preisanstieg erwarten die Analysten jedoch nicht. „Die Anbieter kaufen Energie schrittweise ein, und ein großer Teil der Kunden hat seine Preise fixiert. Außerdem ist der Anstieg der Börsenpreise nicht extrem. Die Wende am Großhandelsmarkt wird sich jedoch in neuen Angeboten widerspiegeln“, sagte Tyleček. Einen spürbareren Anstieg erwartet er bei Gas. Im Basisszenario könnte die Gesamtrechnung dort um 10 bis 20 Prozent steigen.
Auch nach Einschätzung des Bidli-Analysten Petr Špirit können die Verbraucher eine größere Stabilität auf dem Markt erwarten als in der Vergangenheit, allerdings nicht die Rückkehr zu billiger Energie. „Die Endpreise für die Verbraucher werden nicht nur von der Entwicklung der Börsenpreise für Gas und Strom abhängen, sondern auch von regulierten Gebühren, Netzentgelten und der Geschäftspolitik der Anbieter. Die Unternehmen werden weiterhin vor allem auf die Planbarkeit der Preise achten, denn stabile Energiekosten sind für Investitionen und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie von entscheidender Bedeutung“, beschrieb er die Situation.
Das größte Risiko auf dem Energiemarkt bleibt seiner Ansicht nach die geopolitische Lage. „Wer dessen Preisbindung ausläuft, sollte sich jetzt darum kümmern und über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr hinausblicken“, fügte Špirit hinzu.
Für die längerfristige Entwicklung wird laut dem Chefökonomen von Greenbuddies, Tomáš Krejčí, der bevorstehende Winter entscheidend sein. „Die europäische Nachfrage wird nur dann auf dem Niveau des vergangenen Jahres bleiben, wenn der Winter um zwei Grad wärmer als der Durchschnitt ausfällt. Das ist in den vergangenen 25 Jahren nur zweimal vorgekommen. Ein starkes El Niño, das die US-amerikanische NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) Mitte August bestätigt hat, bringt typischerweise ein kälteres erstes Quartal mit sich“, erklärte Krejčí.
Die Preise europäischer Referenzkontrakte für den Gaseinkauf stiegen nach Beginn des Krieges im Nahen Osten um mehrere Dutzend Prozent. Der Konflikt begann am letzten Februartag mit einem amerikanisch-israelischen Angriff auf den Iran. Gas fungiert in Europa bei der Stromerzeugung zudem als sogenannter Grenzkosten bestimmender bzw. preissetzender Energieträger. Mit dem Anstieg der Gaspreise verteuerte sich daher schrittweise auch der Strom an den Märkten. Trotz der derzeitigen Beruhigung der Lage im Nahen Osten liegen die Energiepreise am Markt weiterhin über dem Niveau vor Beginn des Konflikts.
Quelle: https://oenergetice.cz/komoditni-trhy/c ... i-necekaji
/gr/
Google half in Österreich ein Schlupfloch im Gesetz. Sein KI-Rechenzentrum sorgt jedoch für Besorgnis
22. August 2026 Tschechischer Rundfunk / irozhlas.cz
Autorin: Klara Malinovska
Google baut bei Linz in Österreich eines der größten auf künstliche Intelligenz (KI) ausgerichteten Rechenzentren Europas. Die Stadt Kronstorf war für das Unternehmen wegen der Stromquellen in der Umgebung interessant – dennoch dürfte die Region die hohe Stromnachfrage des Projekts zu spüren bekommen. Die maximale momentane Leistung könnte bis zu 500 Megawatt erreichen. Warum sind die Einheimischen darüber besorgt? „Man braucht dafür gleich einen Reaktor aus Dukovany, um das mit Strom versorgen zu können“, erklärt der Analyst Tomáš Protivínský gegenüber iROZHLAS.cz.
Google kaufte bereits vor 18 Jahren 70 Hektar Land bei Kronstorf. Mit dem Bau wurde jedoch erst im April dieses Jahres begonnen. In seiner derzeitigen Form soll das Projekt eine Fläche von 42.000 Quadratmetern umfassen. Der geplante Strombezug aus dem öffentlichen Netz soll bei etwa 150 Megawatt liegen. Das entspricht laut der österreichischen Zeitung Der Falter dem Verbrauch von 150.000 Haushalten, also einem Viertel Oberösterreichs.
Die Fläche könnte letztlich jedoch noch größer werden. „Sie haben eine Erweiterung beantragt. Ich bin mir sehr sicher, dass sie genehmigt wird, weil das Unternehmen das Grundstück besitzt und dies bereits zuvor ausgehandelt hat. Wenn die derzeitigen Proteste nicht sehr stark ausfallen, wird die Landesregierung das genehmigen“, sagt Katharina Kopshofer, österreichische Journalistin beim Der Falter, die den Artikel über das Rechenzentrum verfasst hat, gegenüber iROZHLAS.cz.
Nach der Erweiterung könnte die maximale Leistungsaufnahme bis zu 500 Megawatt erreichen. Nach Schätzungen von Fachleuten könnte dies einen jährlichen Stromverbrauch von 4,4 Terawattstunden bedeuten. Kronstorf würde damit laut der österreichischen Tageszeitung Der Standard eines der größten Rechenzentren Europas beherbergen.
„Dann braucht man gleich einen Reaktor aus Dukovany, um das mit Strom versorgen zu können“, erklärt Tomáš Protivínský vom Institut Fakten über das Klima und dem wirtschaftswissenschaftlichen Thinktank IDEA gegenüber iROZHLAS.cz. Aber auch die ursprünglichen 150 Megawatt seien ein hoher Verbrauch. „Selbst eine große Fabrik kann häufig weniger Strom abnehmen“, sagt Protivínský.
Zum Vergleich: In Tschechien haben vergleichbare Rechenzentren derzeit eine Leistung von einigen Dutzend Megawatt. „Die großen Projekte hier sind 23- bis 30-mal kleiner als das, worüber wir in Österreich sprechen“, weist Protivínský hin.
Der Bau in Kronstorf sorgt jedoch nicht nur wegen seiner Größe für Aufmerksamkeit. Er wirft auch grundsätzliche Fragen darüber auf, wie Österreich mit dem Umweltschutz umgeht und was wir als Gesellschaft benötigen, um unseren Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Die Debatte ist auch deshalb aktuell, weil Kronstorf möglicherweise schon bald nicht der einzige Standort in Österreich mit einem derart großen Rechenzentrum sein wird.
Verpflichtungen und Skepsis….
Wasserkraftwerke an der Enns können das Rechenzentrum in Kronstorf mit Strom und Wasser zur Kühlung der Computer versorgen. Das ist einer der Gründe, warum Google gerade diesen Standort gewählt hat.
Laut Protivínský befürchten die Menschen in der Umgebung bei Projekten mit einem derart hohen Stromverbrauch normalerweise Auswirkungen auf die Strompreise und eine Belastung der Energieinfrastruktur. Das gilt auch für Kronstorf. Solarenergie, auf die Google teilweise setzen will, kann nach Ansicht örtlicher Aktivisten bei Weitem nicht ausreichen, um den Verbrauch zu decken.
Das Projekt wird daher von Widerstand und Warnungen vor negativen Auswirkungen auf die Umwelt begleitet. Im Juli organisierten Aktivisten vor Ort eine Protestaktion, an der laut der österreichischen Tageszeitung Der Standard mehr als 200 Menschen aus verschiedenen Teilen Österreichs teilnahmen. Googles Erklärung zur Nachhaltigkeit des gesamten Projekts halten sie für Greenwashing, also für eine irreführende Darstellung der ökologischen Auswirkungen.
Was verspricht Google?
Das Unternehmen hat sich zur Schaffung von 100 qualifizierten Arbeitsplätzen und 15.000 indirekten Arbeitsplätzen verpflichtet. „Hundert Stellen sind für etwas in dieser Größenordnung allerdings nicht besonders viel, und ich glaube nicht, dass dort Menschen aus der Umgebung arbeiten werden“, kommentiert Kopshofer die erste Zusage.
Das Unternehmen hat sich außerdem zu Nachhaltigkeit und zum Schutz der Gesundheit der örtlichen Bevölkerung verpflichtet. Dies soll in der Praxis unter anderem durch einen Fonds zur Verbesserung der Wasserqualität der Enns, den Bau eines Gründachs mit Solarpaneelen und die Zusammenarbeit mit einer örtlichen Universität umgesetzt werden.
„Das Ziel von Google ist es, die österreichischen Dekarbonisierungsziele direkt zu unterstützen und zur Schaffung eines sauberen, zuverlässigen und erschwinglichen Energiesystems für alle beizutragen“, schreibt Google.
Das Gründach begrüßt auch Thomas Schiefer (Grüne), Gemeinderat in Kronstorf: „Wir können es nicht verhindern, sondern nur in eine grüne Richtung lenken, damit die Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich sind“, sagt er gegenüber iROZHLAS.cz. Er gehörte zu denjenigen, die sich für das Gründach eingesetzt hatten.
Google verspricht außerdem, das Rechenzentrum so zu konzipieren, dass die Nutzung der Abwärme außerhalb des Geländes möglich ist. „Die neue Anlage in Kronstorf wird für die Abführung von Wärme außerhalb des Geländes vorbereitet sein. Sobald ein Abnehmer gefunden wird, kann die Wärme berechtigten Partnern kostenlos zur Verfügung gestellt werden, um die Dekarbonisierung der lokalen Wärmeversorgung zu unterstützen. Die Nutzung der Wärme aus dem Rechenzentrum bietet die Möglichkeit, Energie einzusparen, und trägt auf lokaler Ebene zur Energiewende bei“, erklärt Google.
30 Grad warmes Wasser...
Kritisch gegenüber dem Projekt äußert sich auch Stefan Kaineder (Grüne), Mitglied der oberösterreichischen Landesregierung. „Ein Projekt dieser Größenordnung sollte einen messbaren Mehrwert bieten, etwa durch die Nutzung des Abwassers für unsere Schulen und Häuser“, sagt er gegenüber iROZHLAS.cz.
Gerade das Abwasser gehört zu den weiteren Sorgen – wegen möglicher Auswirkungen auf die Enns. Das Rechenzentrum darf laut Der Falter im Rahmen der gesetzlichen Grenzwerte über mehrere Brunnen 200 Liter Wasser pro Sekunde entnehmen, um damit die Computer zu kühlen. Bis zu 5,8 Millionen Liter täglich darf das Wasser anschließend mit einer Temperatur von bis zu 30 Grad in den Fluss zurückgeleitet werden.
In Verbindung mit der globalen Erwärmung und den Kraftwerken in der Umgebung ist dies nach Ansicht der Aktivisten problematisch und könnte negative Auswirkungen auf das Ökosystem des Flusses haben.
„Ich persönlich glaube, dass die Anlage auch so konzipiert sein wird, dass die Auswirkungen auf die Ökosysteme vertretbar bleiben“, sagt Protivínský zu den Sorgen der Demonstranten.
iROZHLAS.cz wandte sich mit der Bitte um Stellungnahme an die österreichische Google-Niederlassung, das Unternehmen reagierte jedoch nicht. Zuvor hatte Google allerdings erklärt, man bemühe sich um eine möglichst umweltfreundliche Lösung: „Neben unseren betrieblichen Aktivitäten hat sich Google zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 mehr Süßwasser zurückzuführen, als das Unternehmen verbraucht, und an der Verbesserung des Zustands der lokalen Einzugsgebiete mitzuwirken“, schrieb das Unternehmen.
Ein Schlupfloch im Gesetz...
Das Land bei Kronstorf ist laut Kritikern fruchtbar und kann Wasser gut speichern. Da der Bodenschutz in Österreich jedoch kein eigenständiger Rechtsbegriff ist, war für den Bau des Google-Rechenzentrums keine spezielle Genehmigung erforderlich. Ähnlich verhält es sich mit der umliegenden Fauna, da in der Region keine geschützten Arten vorkommen.
Das Rechenzentrum benötigt auch keine spezielle Umweltverträglichkeitsprüfung, weil die Notstromgeneratoren in Oberösterreich nicht als Kraftwerk eingestuft werden.
„Aus rechtlicher Sicht haben sie alles richtig gemacht. Das Problem besteht darin, dass das Gesetz keinen Präzedenzfall für Rechenzentren wie dieses vorsieht. Deshalb wird das Projekt ähnlich eingestuft wie beispielsweise der Bau eines gewöhnlichen Lagerhauses“, erklärt Kopshofer.
In Österreich hat jedes Bundesland seine eigenen Regelungen. Niederösterreich beispielsweise hat laut Der Falter seine Raumplanung angepasst, nachdem die dortige Landesregierung gleich mehrere Anträge auf den Bau kleinerer Rechenzentren erhalten hatte.
Die Demonstranten in Kronstorf fordern nun ebenfalls eine Änderung des Gesetzes. Sie wollen, dass solche Projekte auf Bundesebene genehmigt werden. „In diesem Fall ist es passiert, dass eine kleine Gemeinde, im Grunde ein Dorf, ein derart großes Projekt genehmigen konnte. Darum geht es bei den derzeitigen Protesten zu einem großen Teil“, erklärt Kopshofer, die mit den Aktivisten gesprochen hat.
Der Kronstorfer Gemeinderat Schiefer, der dem Projekt aufgeschlossener gegenübersteht, widerspricht dem allerdings. „Die Gemeinde kann nur Einschränkungen für den Bau selbst festlegen, etwa hinsichtlich seiner Höhe. Andere Aspekte, wie die Auswirkungen auf die Umwelt, werden auf Ebene Oberösterreichs geregelt“, weist Schiefer darauf hin.
Die für die Umweltauswirkungen solcher Projekte zuständigen Behörden in Oberösterreich behaupten ihm zufolge außerdem, dass die derzeitigen Vorschriften ausreichend seien. „Sie sagten, dass die Umsetzung dieses Projekts so umweltfreundlich sei, dass es auch strengere Kontrollen bestehen würde.“
Das gesetzliche Schlupfloch kritisiert gegenüber iROZHLAS.cz allerdings auch sein Parteikollege Kaineder: „Die Genehmigungen auf lokaler Ebene werden zwar von der Gemeinde und den Behörden im Raum Linz bearbeitet, die politische Verantwortung liegt jedoch bei der Landesregierung. Dieses Schlupfloch müssen wir schließen. Es kann nicht sein, dass jede Windkraftanlage bis ins Detail geprüft wird, während riesige Rechenzentren einfach genehmigt werden.“
Die Sozialdemokratie, die derzeit Teil der österreichischen Regierungskoalition ist, könnte diese Änderung laut Kopshofer unterstützen – sie habe sie sogar bereits beantragt. Die Frage sei allerdings, ob das Thema im öffentlichen Diskurs präsent bleiben werde, bis das Parlament nach der Sommerpause wieder zusammentritt.
Widerstand weltweit...
Rechenzentren beziehen große Mengen Energie an einem einzigen Standort, während die Wertschöpfung an anderer Stelle entsteht – im Fall von Google in Kalifornien, weist Der Falter hin.
Neben dem Stromverbrauch wird laut Protivínský im Zusammenhang mit Rechenzentren auch häufig der Wasserverbrauch diskutiert. Dieser verändert sich jedoch mit der technologischen Entwicklung.„Früher wurde häufig mit Wasser gekühlt, das in Rechenzentren beispielsweise einfach verdunstete und deshalb aus Wasserquellen entnommen werden musste. Heute sind Kühlsysteme häufig geschlossen. Insbesondere bei Rechenzentren, die auf künstliche Intelligenz ausgerichtet sind, handelt es sich in der Regel um einen geschlossenen Kühlkreislauf, bei dem praktisch keine Verluste entstehen. Deshalb ist für mich der Stromverbrauch die primäre Frage“, sagt Protivínský.
„Dann kommt es darauf an, ob es sich um eine Region handelt, in der ausreichend Strom vorhanden ist und das Netz diese Belastung verkraftet – beispielsweise weil ein großer Teil der Energie aus Wasserkraft stammt. Wenn das Rechenzentrum auf diese Weise mit Strom versorgt werden könnte und es keine größeren Probleme mit der Kühlung gäbe, müsste das nicht unbedingt so problematisch sein“, fährt Protivínský fort.
Kronstorf entspricht dieser Beschreibung, wie auch Schiefer bestätigt.
Dennoch stößt das Projekt auf Widerstand, der kein rein österreichisches Phänomen ist – auch in den USA gibt es ähnliche Proteste. So verhängte beispielsweise der Bundesstaat New York im Juli laut Der Standard ein Moratorium für neue Rechenzentren.
„In Amerika gibt es Regionen, in denen diese Zentren bereits heute einen Stromverbrauch von mehreren Gigawatt haben. Das ist ein Vielfaches dessen, worüber wir in Österreich sprechen“, sagt Protivínský. Rechenzentren mit einer solchen Leistung könnten seiner Ansicht nach nicht einmal von den tschechischen Kernkraftwerken ausreichend versorgt werden. Solche Zentren gebe es jedoch nur an wenigen Standorten, in den USA beispielsweise entlang der Ostküste.
Digitale Souveränität
Ein Argument für den Bau in Kronstorf ist auch die Stärkung der europäischen digitalen Souveränität.
„Es geht natürlich darum, die Auswirkungen auf der einen Seite gegen das Bestreben abzuwägen, dass Europa technologisch nicht zurückfällt und auch wir über eigene Rechenzentren verfügen“, sagt Protivínský.
Ähnlich argumentiert auch Schiefer. „Wenn wir schnelles Internet und alles Digitale wollen, brauchen wir das. Es ist genauso, wie wenn wir mit dem Flugzeug fliegen oder mit dem Auto fahren wollen – auch das verbraucht Ressourcen. Es hängt davon ab, ob wir es für unsere Lebensqualität brauchen.“
Protivínský ergänzt zur digitalen Souveränität, dass er ein europäisches Unternehmen stärker begrüßen würde. „Ich kann mir allerdings vorstellen, dass in einer Situation, in der es in einem sehr hypothetischen Szenario zu einem gravierenden Zerwürfnis zwischen Europa und Amerika käme und amerikanische Unternehmen aufhören würden, uns ihre Dienstleistungen anzubieten, kaum darauf Rücksicht genommen würde, dass das Rechenzentrum einem amerikanischen Unternehmen gehört.“
„Wenn sie uns ihre Dienstleistungen nicht mehr zur Verfügung stellen würden, käme es darauf an, wo das Rechenzentrum tatsächlich steht. Auch aus diesem Blickwinkel halte ich es weiterhin für sinnvoll, diese Art von Infrastruktur hier zu haben“, fährt Protivínský fort.
Argumente für den Bau in Kronstorf werden daher auch von zahlreichen österreichischen Politikern mit Verweis auf die digitale Souveränität der EU vorgebracht, unter anderem vom Bürgermeister der Stadt, Christian Kolarik (ÖVP), und seinem Parteikollegen Thomas Stelzer, dem Landeshauptmann von Oberösterreich. Stelzer bezeichnete das Projekt bereits früher als Chance, in der Region einen „Hub für Wirtschaft und Innovation“ aufzubauen. iROZHLAS.cz kontaktierte beide, erhielt jedoch keine Antwort.
Letztlich müsse laut Protivínský allerdings berücksichtigt werden, dass KI-Rechenzentren zwar viel Strom benötigen, ihr Verbrauch laut Prognosen der Internationalen Energieagentur bis zum Jahr 2030 jedoch in einer Größenordnung liegen dürfte, die mit dem Stromverbrauch von Elektrofahrzeugen oder Klimaanlagen vergleichbar ist.
Schiefer ergänzt, dass es sich um eine gesellschaftliche Entscheidung handelt. „Wenn wir mehr Digitalisierung wollen, brauchen wir mehr Rechenzentren“, sagt er nüchtern und fügt hinzu, dass wir deshalb darüber nachdenken sollten, was wir tatsächlich brauchen.
Quelle:
https://www.irozhlas.cz/veda-technologi ... 220700_kma
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Mgr. Gabriela Reitingerova
OIŽP - Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí / BIU - Bürgeriniative Umweltschutz
Kubatova 6
370 04 České Budějovice
E-Mail: gabi.reitinger@oizp.cz
Tel: 603 805 799
Inhalt:
Dieses Jahr gehen bis zu 15 neue Kernreaktoren in Betrieb. Einschließlich eines in der Slowakei.
Calla: Nach zehn Jahren endet das Bestreben, das Uranabbaugebiet bei Brzkov zu erweitern.
Dukovany und Temelín sollen bis zu 80 Jahre in Betrieb bleiben.
Das Interesse an den Nachtführungen in Temelín war enorm:
Die Kapazität der Nachtführungen im Kernkraftwerk Temelín war innerhalb eines einzigen Tages ausgebucht.
Gas an der Börse um 57 % teurer. ČEZ hält die Preise trotzdem niedrig.
Energiepreise werden bis Jahresende steigen, Analysten erwarten jedoch keinen sprunghaften Anstieg.
Google half in Österreich ein Schlupfloch im Gesetz. Sein KI-Rechenzentrum sorgt jedoch für Besorgnis
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Dieses Jahr gehen bis zu 15 neue Kernreaktoren in Betrieb. Einschließlich eines in der Slowakei
23.08.2026
Oenergetice.cz
Foto: Das Kernkraftwerk Mochovce im Süden der Slowakei.
Die Kernenergie könnte in diesem Jahr nach einer Phase des Rückgangs bessere Ergebnisse vorweisen. Wenn nichts schiefgeht – was in der Nuklearbranche ein allgegenwärtiges Risiko ist –, werden 15 neue Kernreaktoren den Betrieb aufnehmen. Haupttreiber soll China mit sieben neuen Reaktoren und Indien mit dreien sein, berichtet die Weltnuklearvereinigung (WNA) auf ihrer Website.
Auch der vierte Block des slowakischen Kernkraftwerks Mochovce nimmt den Betrieb auf.
Ein schlechtes Zeugnis für die westliche Nuklearindustrie ist die Tatsache, dass hinter den meisten neuen Reaktoren Lieferanten aus Russland, China und Indien stehen. Der russische Rosatom soll bis Ende des Jahres gleich fünf Reaktorblöcke hochfahren – im bangladeschischen Rooppur, im chinesischen Tianwan, im indischen Kudankulam, im russischen Kursk und im türkischen Akkuyu. Den Chinesen ist es seit Jahresbeginn bereits gelungen, vier Blöcke des heimischen Typs Hualong One in Betrieb zu nehmen.
Slowaken nehmen Mochovce 4 in Betrieb...
Wenn man Russland ausnimmt, ist der einzige neue Kernkraftwerksblock, der dieses Jahr in Europa in Betrieb genommen wird, Mochovce 4 in der Slowakei. Nach Angaben des Unternehmens Slovenské elektrárne, das sich mehrheitlich im Besitz der von Daniel Křetínský geleiteten Holding EPH befindet, hat der vierte Block am Donnerstag, dem 6. August, die erste Kernspaltungsreaktion gestartet. Es handelt sich um einen Block des Typs WWER-440, dessen Schlüsselkomponenten von tschechischen Unternehmen hergestellt und geliefert wurden.
Es sollen weitere Tests der Anlagen und eine schrittweise Leistungserhöhung des Blocks Mochovce 4 folgen. Wie der Übertragungsnetzbetreiber SEPS diese Woche mitteilte, soll noch im August die erste Netzsynchronisation des neuen Blocks und die erste Stromeinspeisung ins Netz erfolgen. Die volle Leistung von 471 Megawatt könnte Mochovce 4 Ende des Jahres erreichen.
Koreaner bauen, Westinghouse nichts...
Aus tschechischer Sicht ist auch die Inbetriebnahme des Blocks Saeul 3 in Südkorea bemerkenswert. Auch dieser befindet sich in der Phase der schrittweisen Leistungserhöhung und soll ab Oktober im regulären kommerziellen Betrieb sein. Für den Bau war das Unternehmen KHNP verantwortlich, also der Gewinner der Nuklearausschreibung in der Tschechischen Republik. Die Koreaner sollen nach dem Jahr 2030 zwei 1050-Megawatt-Blöcke in Dukovany und später voraussichtlich zwei weitere in Temelín bauen.
Die westlichen Konkurrenten von KHNP, das amerikanische Unternehmen Westinghouse und die französische EDF, werden in diesem Jahr keinen einzigen neuen Reaktor in Betrieb nehmen.
Westinghouse hat derzeit nicht einmal einen im Bau. EDF steht etwas besser da und baut zwei Blöcke im britischen Kraftwerk Hinkley Point C. Der Fertigstellungstermin verschiebt sich jedoch immer weiter nach hinten und die Kosten steigen. Der erste der beiden Reaktoren wird schätzungsweise im Jahr 2030 den Betrieb aufnehmen.
Nach Informationen auf der Website der Nuklearvereinigung WNA hat seit Beginn dieses Jahres der Bau von neun neuen Kernkraftwerksblöcken begonnen. Drei befinden sich in China, zwei in Indien und jeweils einer in Russland und Südkorea. Bemerkenswert sind jedoch vor allem die beiden verbleibenden – der russische Block des Typs WWER-1200 im ungarischen Paks und der modulare Reaktor BWRX-300 im kanadischen Darlington.
Vorbild oder Abschreckung?
Der Bau des Kernkraftwerks Paks II begann offiziell mit der ersten Betonierung des Fundaments Anfang Februar. Generalunternehmer ist die russische Rosatom, was viele Fragezeichen und Spekulationen aufwirft. Diese verstärkten sich, nachdem im Mai der pro-westlich orientierte Péter Magyar (TISZA) den pro-russischen Premierminister Viktor Orbán (FIDESZ) ablöste. Die neue Regierung hat den eigentlichen Vertrag mit Rosatom bislang nicht infrage gestellt, möchte aber die späteren geheimen Zusatzvereinbarungen zum ursprünglichen Abkommen aus dem Jahr 2014 „genauer unter die Lupe nehmen“.
Das kanadische Unternehmen Ontario Power Generation (OPG) informierte im Frühjahr über das Gießen der Fundamentplatte für den neuen Block des Kernkraftwerks Darlington. Technologie-Lieferant des 300-Megawatt-Siedewasserreaktors ist das amerikanisch-japanische Konsortium GE Vernova Hitachi. Es handelt sich um den ersten Baubeginn eines kleinen oder mittleren modularen Reaktors (SMR) in der westlichen Welt. Dieses Projekt soll nach Fertigstellung zeigen, ob modulare Reaktoren die Zukunft der Branche oder eine Sackgasse sind.
Quelle: https://ekonomickydenik.cz/letos-zahaji ... -reaktoru/
/gr/
Calla: Nach zehn Jahren endet das Bestreben, das Uranabbaugebiet bei Brzkov zu erweitern
22.8.2026 Ekolist.cz
Das Umweltministerium hat das Verfahren eingestellt, in dem der Staatsbetrieb DIAMO versuchte, das geschützte Lagerstättengebiet für den Uranabbau bei Brzkov in der Region Vysočina zu erweitern. Der Staatsbetrieb war innerhalb der mehrfach verlängerten Frist nicht in der Lage, das Zertifikat über die exklusive Uranlagerstätte Brzkov vorzulegen. Dies geschieht mehr als zehn Jahre nach der Antragstellung. Es ist ein Sieg für die direkt betroffenen Gemeinden – Brzkov, Věžnice, Polná und Přibyslav –, die den Plänen, die die Eröffnung einer Uranmine drohten, scharf widersprachen. Aber auch als Steuerzahler sparen wir Milliarden Kronen, da wir nicht nur den Bau der Mine, sondern auch die chemische Aufbereitungsanlage für Uranerz hätten subventionieren müssen, weil die ursprünglich geplante Anlage in Dolní Rožínka bereits liquidiert wird.
Bis Ende des Jahres 2025 zahlte der Staat für die Sanierung von Schäden durch den Abbau und die Verarbeitung von Uran – ohne die Sozialprogramme der Bergleute – ca. 63 Milliarden Kronen. Weitere Dutzende Milliarden wird er noch für die fortlaufende Schadenssanierung zahlen. Dabei geht es vor allem um die Beseitigung der Folgen des chemischen Uranabbaus im Gebiet Stráž pod Ralskem. Von 1968 bis 1996 wurden hier durch technologische Lösungen fast 4,1 Millionen Tonnen Schwefelsäure, 320 Tausend Tonnen Salpetersäure, 111 Tausend Tonnen Ammoniak und 26 Tausend Tonnen Flusssäure in den Untergrund gepresst. Dies verursachte eine enorme Verschmutzung und Kontamination der unterirdischen Wasserreservoirs der Nordböhmischen Kreide. Dies sind jedoch nicht die einzigen toxischen Überreste der Uranindustrie in Tschechien. In der Landschaft verbleiben 386 Abraumhalden aus dem Uranerzbergbau mit einem Volumen von 46 Millionen m³ und 20 Schlammteiche mit radioaktivem Schlamm mit einem Gesamtvolumen von 57,3 Millionen m³.
Edvard Sequens, Energieberater von Calla, sagte: „Der Uranabbau in der Tschechischen Republik endete im Jahr 2017 mit dem Abbau der letzten Tonnen in Rožná. Angesichts der Umweltschäden in Milliardenhöhe, die die Uranindustrie hinterlassen hat, sollte dies ein endgültiges Ende sein. Aus diesem Grund begrüßen wir es, dass die Bemühungen, die Urangeister der Vergangenheit in der Region Vysočina wiederzubeleben, mit der Entscheidung des Umweltministeriums beendet wurden.“
Quelle: Ekolist.cz
/gr/
Dukovany und Temelín sollen bis zu 80 Jahre in Betrieb bleiben
21.08.2026 Monatszeitung CENTRUM news Seite: 4
ČEZ plant, die Kernkraftwerke Dukovany und Temelín bis zu 80 Jahre lang zu betreiben. Ein langfristiger Betrieb soll durch regelmäßige Modernisierungen, Anlagenkontrollen und die Einführung neuer Technologien ermöglicht werden. Das Energieunternehmen gibt an, jedes Jahr mehr als 20 technologische Neuerungen einzuführen und im Durchschnitt jährlich 10 bis 12 Milliarden Kronen in beide Kraftwerke investieren zu wollen. Eine immer größere Rolle spielen dabei Digitalisierung, Online-Diagnostik, künstliche Intelligenz, Robotersysteme und 3D-Druck.
Die Verlängerung der Lebensdauer bestehender Kernkraftwerke gewinnt laut ČEZ auch im Zusammenhang mit dem schrittweisen Rückgang der Stromerzeugung aus Kohle und dem erwarteten Anstieg des Stromverbrauchs an Bedeutung. Die Absicht, Dukovany und Temelín bis zu 80 Jahre zu betreiben, ist jedoch keine einmalige Entscheidung. Voraussetzung sind eine langfristige Bewertung des Anlagenzustands, Modernisierungen und die kontinuierliche Erfüllung der Sicherheitsanforderungen. ČEZ rechnet mit jährlichen Investitionen von 10 bis 12 Milliarden Kronen, die beispielsweise in die Erneuerung technologischer Einheiten, Steuerungs- und Diagnosesysteme, Sicherheitselemente oder Kernbrennstoff fließen sollen.
Technologische Veränderungen haben bereits in der Vergangenheit eine Steigerung der Leistung beider Kraftwerke ermöglicht. Dukovany und Temelín verfügen nach Angaben von ČEZ zusammen über eine um rund 500 Megawatt höhere Leistung als zum Zeitpunkt ihrer Inbetriebnahme. Weitere Modernisierungen stützen sich in erheblichem Maße auf digitale Technologien. Die Kraftwerke nutzen digitale Modelle wichtiger Systeme und Bauwerke, die bei der Wartungsplanung und der Überwachung des Anlagenzustands helfen. Künstliche Intelligenz kann die Betreiber bei der Optimierung von Hilfssystemen oder bei der Auswertung von Betriebsdaten und Kontrollergebnissen unterstützen. Die endgültige Entscheidung und Verantwortung bleiben jedoch weiterhin bei qualifizierten Fachkräften.
Für den langfristigen Betrieb sind auch fortschrittliche Diagnoseverfahren von Bedeutung. In Dukovany und Temelín kommen digitale Röntgentechnik, Ultraschallverfahren, automatisierte Datenauswertung und spezialisierte Robotersysteme zum Einsatz. Die Kontrollen betreffen unter anderem die Reaktordruckbehälter, Rohrleitungssysteme und Dampferzeuger. Auch die Reparaturmethoden werden weiterentwickelt. ČEZ führt beispielsweise die Cold-Spray-Technologie, Laserschweißen und Verfahren zur Reinigung von Anlagen ein. Auch der 3D-Druck gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Kraftwerke nutzen ihn unter anderem zur Herstellung von Ersatzteilen einschließlich metallischer Komponenten, insbesondere wenn diese auf dem Markt nicht mehr regulär erhältlich sind.
Zu den Veränderungen gehören auch längere Brennstoffzyklen. In Dukovany ist seit dem Jahr 2024 ein sechzehnmonatiger Brennstoffzyklus Standard, bei dem ein Block vierzehn Monate lang betrieben wird und anschließend eine mehr als einmonatige Abschaltung erfolgt. Temelín schließt in diesem Jahr die Umstellung auf einen achtzehnmonatigen Brennstoffzyklus ab, also etwa sechzehn Monate Betrieb und zwei Monate Stillstand. Der zweite Temelín-Block arbeitet bereits in diesem Betriebsmodus, der erste soll im Herbst dieses Jahres in die letzte Phase der Umstellung eintreten. Ziel ist es, die Stromproduktion zu erhöhen und den Kernbrennstoff effizienter zu nutzen.
Dukovany und Temelín haben nach Angaben des Unternehmens seit Beginn dieses Jahres 19,5 Terawattstunden Strom erzeugt. ČEZ gibt zugleich an, dass durch die Stromproduktion in seinen Kernkraftwerken jährlich rund 20 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Emissionen vermieden werden. Modernisierungen und neue Technologien sollen eine der Voraussetzungen dafür sein, dass beide tschechischen Kernkraftwerke auch in den kommenden Jahrzehnten sicher betrieben werden können.
/gr/
Das Interesse an den Nachtführungen in Temelín war enorm
Die Kapazität der Nachtführungen im Kernkraftwerk Temelín war innerhalb eines einzigen Tages ausgebucht.
23. August 2026 Prvni zpravy
Das außergewöhnliche Erlebnis eines nächtlichen Besuchs des bewachten Geländes des Kernkraftwerks Temelín lockte rund hundert Interessenten an. Sie belegten die für die Freitagstermine im September vorgesehenen 128 Plätze innerhalb von 24 Stunden. Die registrierten Teilnehmer können sich auf eine Besichtigung des nächtlichen Maschinenhauses während des laufenden Betriebs sowie des Lagers für abgebrannten Kernbrennstoff freuen. Für die übrigen Interessenten bietet ČEZ ab September Führungen durch das modernisierte Besucherzentrum an.
Die Plätze waren innerhalb eines Tages vergeben….
Die Anmeldung für die nächtlichen Führungen im September wurde ursprünglich mit einem Anmeldeschluss Ende August eröffnet. Der enorme Andrang von Interessenten führte jedoch dazu, dass die Kapazität aller vier Termine bereits am ersten Tag vollständig ausgeschöpft war.
„Das enorme Interesse freut uns. Es zeigt, dass die Möglichkeit, den Betrieb eines Kernkraftwerks bei Nacht zu erleben und einen Blick in Bereiche zu werfen, die der Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich sind, für die Menschen sehr attraktiv ist. Aus Sicherheits- und organisatorischen Gründen ist die Kapazität strikt auf 128 Teilnehmer begrenzt. Deshalb müssen wir weiteren Interessenten unsere regulären Programme anbieten“, erklärte Vít Pavlík, Leiter der Besucherzentren von ČEZ.
Maschinenhaus bei Nacht und Brennstofflager...
Die Teilnehmer, denen es gelungen ist, rechtzeitig einen Platz zu reservieren, erwartet an den vier Freitagen im September (4., 11., 18. und 25. September) ein vierstündiges Programm von 21:00 bis 1:00 Uhr.
Die Führung beginnt im modernisierten Besucherzentrum im Schlösschen Vysoký Hrádek. Anschließend betreten die Teilnehmer direkt das beleuchtete, bewachte Kraftwerksgelände, wo sie das Maschinenhaus mit einem in Betrieb befindlichen Turbosatz sowie das Lager für abgebrannten Kernbrennstoff besichtigen können.
Ab September präsentiert sich das Besucherzentrum in neuem Gewand...
Alle anderen Interessenten, die bei den September-Terminen der Nachtführungen keinen Platz mehr bekommen haben, lädt ČEZ in das modernisierte Besucherzentrum des Kernkraftwerks Temelín ein. In seiner neuen Form wird es ab dem 1. September zugänglich sein.
Die Besucher können sich auf virtuelle Führungen und Dutzende interaktive Elemente, Touchscreens, Videos, Simulationen und Spiele freuen, mit denen sie ausprobieren können, wie wichtige Prozesse in einem Kernkraftwerk funktionieren.
Autor: Marek Sviták, Pressesprecher des Kernkraftwerks Temelín, ČEZ,
Quelle: https://www.prvnizpravy.cz/zpravy/regio ... mni-zajem/
/gr/
Gas an der Börse um 57 % teurer. ČEZ hält die Preise trotzdem niedrig
24.08.2026 Wochenmagazin TV magazín Seite: 13
In den Sommermonaten denkt kaum jemand ans Heizen, dennoch wird gerade in dieser Zeit über die Ausgaben für den kommenden Winter entschieden. Die Situation im Energiesektor ist wechselhaft, und aufgrund der weltpolitischen Lage kommt es zu Preissprüngen. Mit dem Einsetzen kalter Tage steigt die Nachfrage nach Gas regelmäßig an, was die Preise in die Höhe treiben kann. Um finanzielle Überraschungen bei der Energierechnung zu vermeiden, empfiehlt es sich, Verträge rechtzeitig vor Beginn der Heizsaison zu überprüfen.
Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre, als der Zusammenbruch mehrerer Anbieter Hunderttausende Menschen in Unsicherheit stürzte, steigt das Vertrauen in etablierte Marken – und das zahlt sich eindeutig aus. Tschechische Haushalte suchen daher nach Sicherheit in Form von Preisgarantien und dem Wechsel zu größeren Anbietern. Diese können Gas im Voraus in großen Mengen einkaufen und dadurch auch in Zeiten von Preisschwankungen günstige Preise aufrechterhalten. Ein Beispiel dafür ist der Anbieter ČEZ Prodej, der derzeit sowohl für bestehende als auch für neue Kunden niedrige Preise beibehält.
ČEZ bemüht sich außerdem, seinen Kunden auch die Unterzeichnung des Vertrags und den Wechsel von einem anderen Anbieter so einfach wie möglich zu machen. Der Vertrag kann online unterzeichnet werden. ČEZ übernimmt sowohl die Kündigung beim bisherigen Anbieter als auch die gesamte weitere Kommunikation mit ihm
/gr/
Energiepreise werden bis Jahresende steigen, Analysten erwarten jedoch keinen sprunghaften Anstieg
oEnergetice.cz, ČTK
20. August 2026,
Die Energiepreise am Markt werden nach Einschätzung von Analysten in der zweiten Jahreshälfte voraussichtlich steigen. Das größte Risiko stellt dabei vor allem Gas dar, dessen Preis durch die langsame Auffüllung der europäischen Gasspeicher und die unsichere Entwicklung im Nahen Osten negativ beeinflusst wird. Einen sprunghaften Preisanstieg müssen die Haushalte jedoch nicht befürchten. Die Anbieter werden ihre Preise insbesondere bei Preisbindungen schrittweise erhöhen. Für die längerfristige Preisentwicklung wird der Winter entscheidend sein. Dies geht aus Stellungnahmen von Analysten gegenüber der ČTK hervor.
Das Basisszenario für die Entwicklung auf dem Energiemarkt im restlichen laufenden Jahr und zu Beginn des kommenden Jahres ist laut dem Analysten von XTB, Jiří Tyleček, ein Anstieg der Strom- und Gaspreise. „Die Großhandelspreise für Gas und Strom liegen deutlich höher als vor einem Jahr, und Europa geht mit niedrigen Gasvorräten, einer eingeschränkten Stromerzeugung einiger Kraftwerke und Unsicherheit über die LNG-Lieferungen durch die Straße von Hormus in den Herbst“, erklärte Tyleček.
Der Mitgründer des Unternehmens Electree, Lubomír Káňa, erwartet bis zum Jahresende auf dem Markt eher eine Phase höherer und vor allem deutlich volatilerer Energiepreise. Das größte Risiko sieht er bei der Entwicklung auf dem Gasmarkt. „Europa geht mit unterdurchschnittlich gefüllten Speichern in die zweite Jahreshälfte und ist gleichzeitig stark vom globalen LNG-Markt abhängig“, sagte Káňa. Die derzeitigen Preise von rund 60 Euro (1.450 Kč) pro Megawattstunde (MWh) enthalten seiner Ansicht nach daher bereits eine relativ hohe geopolitische Prämie.
Die Gaspreise werden laut Káňa zudem auch die Strompreise beeinflussen. In den teureren Stunden wird der Strompreis nach wie vor maßgeblich durch die Stromerzeugung aus Gas bestimmt. „Hinzu kommen die Kosten für Emissionszertifikate und der zunehmend größere Einfluss des Wetters – die Stromerzeugung aus Wind, Photovoltaik und Wasserkraft sowie die Verfügbarkeit der französischen Kernkraftwerke“, ergänzte Káňa.
Einen sprunghaften Preisanstieg erwarten die Analysten jedoch nicht. „Die Anbieter kaufen Energie schrittweise ein, und ein großer Teil der Kunden hat seine Preise fixiert. Außerdem ist der Anstieg der Börsenpreise nicht extrem. Die Wende am Großhandelsmarkt wird sich jedoch in neuen Angeboten widerspiegeln“, sagte Tyleček. Einen spürbareren Anstieg erwartet er bei Gas. Im Basisszenario könnte die Gesamtrechnung dort um 10 bis 20 Prozent steigen.
Auch nach Einschätzung des Bidli-Analysten Petr Špirit können die Verbraucher eine größere Stabilität auf dem Markt erwarten als in der Vergangenheit, allerdings nicht die Rückkehr zu billiger Energie. „Die Endpreise für die Verbraucher werden nicht nur von der Entwicklung der Börsenpreise für Gas und Strom abhängen, sondern auch von regulierten Gebühren, Netzentgelten und der Geschäftspolitik der Anbieter. Die Unternehmen werden weiterhin vor allem auf die Planbarkeit der Preise achten, denn stabile Energiekosten sind für Investitionen und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie von entscheidender Bedeutung“, beschrieb er die Situation.
Das größte Risiko auf dem Energiemarkt bleibt seiner Ansicht nach die geopolitische Lage. „Wer dessen Preisbindung ausläuft, sollte sich jetzt darum kümmern und über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr hinausblicken“, fügte Špirit hinzu.
Für die längerfristige Entwicklung wird laut dem Chefökonomen von Greenbuddies, Tomáš Krejčí, der bevorstehende Winter entscheidend sein. „Die europäische Nachfrage wird nur dann auf dem Niveau des vergangenen Jahres bleiben, wenn der Winter um zwei Grad wärmer als der Durchschnitt ausfällt. Das ist in den vergangenen 25 Jahren nur zweimal vorgekommen. Ein starkes El Niño, das die US-amerikanische NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) Mitte August bestätigt hat, bringt typischerweise ein kälteres erstes Quartal mit sich“, erklärte Krejčí.
Die Preise europäischer Referenzkontrakte für den Gaseinkauf stiegen nach Beginn des Krieges im Nahen Osten um mehrere Dutzend Prozent. Der Konflikt begann am letzten Februartag mit einem amerikanisch-israelischen Angriff auf den Iran. Gas fungiert in Europa bei der Stromerzeugung zudem als sogenannter Grenzkosten bestimmender bzw. preissetzender Energieträger. Mit dem Anstieg der Gaspreise verteuerte sich daher schrittweise auch der Strom an den Märkten. Trotz der derzeitigen Beruhigung der Lage im Nahen Osten liegen die Energiepreise am Markt weiterhin über dem Niveau vor Beginn des Konflikts.
Quelle: https://oenergetice.cz/komoditni-trhy/c ... i-necekaji
/gr/
Google half in Österreich ein Schlupfloch im Gesetz. Sein KI-Rechenzentrum sorgt jedoch für Besorgnis
22. August 2026 Tschechischer Rundfunk / irozhlas.cz
Autorin: Klara Malinovska
Google baut bei Linz in Österreich eines der größten auf künstliche Intelligenz (KI) ausgerichteten Rechenzentren Europas. Die Stadt Kronstorf war für das Unternehmen wegen der Stromquellen in der Umgebung interessant – dennoch dürfte die Region die hohe Stromnachfrage des Projekts zu spüren bekommen. Die maximale momentane Leistung könnte bis zu 500 Megawatt erreichen. Warum sind die Einheimischen darüber besorgt? „Man braucht dafür gleich einen Reaktor aus Dukovany, um das mit Strom versorgen zu können“, erklärt der Analyst Tomáš Protivínský gegenüber iROZHLAS.cz.
Google kaufte bereits vor 18 Jahren 70 Hektar Land bei Kronstorf. Mit dem Bau wurde jedoch erst im April dieses Jahres begonnen. In seiner derzeitigen Form soll das Projekt eine Fläche von 42.000 Quadratmetern umfassen. Der geplante Strombezug aus dem öffentlichen Netz soll bei etwa 150 Megawatt liegen. Das entspricht laut der österreichischen Zeitung Der Falter dem Verbrauch von 150.000 Haushalten, also einem Viertel Oberösterreichs.
Die Fläche könnte letztlich jedoch noch größer werden. „Sie haben eine Erweiterung beantragt. Ich bin mir sehr sicher, dass sie genehmigt wird, weil das Unternehmen das Grundstück besitzt und dies bereits zuvor ausgehandelt hat. Wenn die derzeitigen Proteste nicht sehr stark ausfallen, wird die Landesregierung das genehmigen“, sagt Katharina Kopshofer, österreichische Journalistin beim Der Falter, die den Artikel über das Rechenzentrum verfasst hat, gegenüber iROZHLAS.cz.
Nach der Erweiterung könnte die maximale Leistungsaufnahme bis zu 500 Megawatt erreichen. Nach Schätzungen von Fachleuten könnte dies einen jährlichen Stromverbrauch von 4,4 Terawattstunden bedeuten. Kronstorf würde damit laut der österreichischen Tageszeitung Der Standard eines der größten Rechenzentren Europas beherbergen.
„Dann braucht man gleich einen Reaktor aus Dukovany, um das mit Strom versorgen zu können“, erklärt Tomáš Protivínský vom Institut Fakten über das Klima und dem wirtschaftswissenschaftlichen Thinktank IDEA gegenüber iROZHLAS.cz. Aber auch die ursprünglichen 150 Megawatt seien ein hoher Verbrauch. „Selbst eine große Fabrik kann häufig weniger Strom abnehmen“, sagt Protivínský.
Zum Vergleich: In Tschechien haben vergleichbare Rechenzentren derzeit eine Leistung von einigen Dutzend Megawatt. „Die großen Projekte hier sind 23- bis 30-mal kleiner als das, worüber wir in Österreich sprechen“, weist Protivínský hin.
Der Bau in Kronstorf sorgt jedoch nicht nur wegen seiner Größe für Aufmerksamkeit. Er wirft auch grundsätzliche Fragen darüber auf, wie Österreich mit dem Umweltschutz umgeht und was wir als Gesellschaft benötigen, um unseren Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Die Debatte ist auch deshalb aktuell, weil Kronstorf möglicherweise schon bald nicht der einzige Standort in Österreich mit einem derart großen Rechenzentrum sein wird.
Verpflichtungen und Skepsis….
Wasserkraftwerke an der Enns können das Rechenzentrum in Kronstorf mit Strom und Wasser zur Kühlung der Computer versorgen. Das ist einer der Gründe, warum Google gerade diesen Standort gewählt hat.
Laut Protivínský befürchten die Menschen in der Umgebung bei Projekten mit einem derart hohen Stromverbrauch normalerweise Auswirkungen auf die Strompreise und eine Belastung der Energieinfrastruktur. Das gilt auch für Kronstorf. Solarenergie, auf die Google teilweise setzen will, kann nach Ansicht örtlicher Aktivisten bei Weitem nicht ausreichen, um den Verbrauch zu decken.
Das Projekt wird daher von Widerstand und Warnungen vor negativen Auswirkungen auf die Umwelt begleitet. Im Juli organisierten Aktivisten vor Ort eine Protestaktion, an der laut der österreichischen Tageszeitung Der Standard mehr als 200 Menschen aus verschiedenen Teilen Österreichs teilnahmen. Googles Erklärung zur Nachhaltigkeit des gesamten Projekts halten sie für Greenwashing, also für eine irreführende Darstellung der ökologischen Auswirkungen.
Was verspricht Google?
Das Unternehmen hat sich zur Schaffung von 100 qualifizierten Arbeitsplätzen und 15.000 indirekten Arbeitsplätzen verpflichtet. „Hundert Stellen sind für etwas in dieser Größenordnung allerdings nicht besonders viel, und ich glaube nicht, dass dort Menschen aus der Umgebung arbeiten werden“, kommentiert Kopshofer die erste Zusage.
Das Unternehmen hat sich außerdem zu Nachhaltigkeit und zum Schutz der Gesundheit der örtlichen Bevölkerung verpflichtet. Dies soll in der Praxis unter anderem durch einen Fonds zur Verbesserung der Wasserqualität der Enns, den Bau eines Gründachs mit Solarpaneelen und die Zusammenarbeit mit einer örtlichen Universität umgesetzt werden.
„Das Ziel von Google ist es, die österreichischen Dekarbonisierungsziele direkt zu unterstützen und zur Schaffung eines sauberen, zuverlässigen und erschwinglichen Energiesystems für alle beizutragen“, schreibt Google.
Das Gründach begrüßt auch Thomas Schiefer (Grüne), Gemeinderat in Kronstorf: „Wir können es nicht verhindern, sondern nur in eine grüne Richtung lenken, damit die Auswirkungen auf die Umwelt so gering wie möglich sind“, sagt er gegenüber iROZHLAS.cz. Er gehörte zu denjenigen, die sich für das Gründach eingesetzt hatten.
Google verspricht außerdem, das Rechenzentrum so zu konzipieren, dass die Nutzung der Abwärme außerhalb des Geländes möglich ist. „Die neue Anlage in Kronstorf wird für die Abführung von Wärme außerhalb des Geländes vorbereitet sein. Sobald ein Abnehmer gefunden wird, kann die Wärme berechtigten Partnern kostenlos zur Verfügung gestellt werden, um die Dekarbonisierung der lokalen Wärmeversorgung zu unterstützen. Die Nutzung der Wärme aus dem Rechenzentrum bietet die Möglichkeit, Energie einzusparen, und trägt auf lokaler Ebene zur Energiewende bei“, erklärt Google.
30 Grad warmes Wasser...
Kritisch gegenüber dem Projekt äußert sich auch Stefan Kaineder (Grüne), Mitglied der oberösterreichischen Landesregierung. „Ein Projekt dieser Größenordnung sollte einen messbaren Mehrwert bieten, etwa durch die Nutzung des Abwassers für unsere Schulen und Häuser“, sagt er gegenüber iROZHLAS.cz.
Gerade das Abwasser gehört zu den weiteren Sorgen – wegen möglicher Auswirkungen auf die Enns. Das Rechenzentrum darf laut Der Falter im Rahmen der gesetzlichen Grenzwerte über mehrere Brunnen 200 Liter Wasser pro Sekunde entnehmen, um damit die Computer zu kühlen. Bis zu 5,8 Millionen Liter täglich darf das Wasser anschließend mit einer Temperatur von bis zu 30 Grad in den Fluss zurückgeleitet werden.
In Verbindung mit der globalen Erwärmung und den Kraftwerken in der Umgebung ist dies nach Ansicht der Aktivisten problematisch und könnte negative Auswirkungen auf das Ökosystem des Flusses haben.
„Ich persönlich glaube, dass die Anlage auch so konzipiert sein wird, dass die Auswirkungen auf die Ökosysteme vertretbar bleiben“, sagt Protivínský zu den Sorgen der Demonstranten.
iROZHLAS.cz wandte sich mit der Bitte um Stellungnahme an die österreichische Google-Niederlassung, das Unternehmen reagierte jedoch nicht. Zuvor hatte Google allerdings erklärt, man bemühe sich um eine möglichst umweltfreundliche Lösung: „Neben unseren betrieblichen Aktivitäten hat sich Google zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 mehr Süßwasser zurückzuführen, als das Unternehmen verbraucht, und an der Verbesserung des Zustands der lokalen Einzugsgebiete mitzuwirken“, schrieb das Unternehmen.
Ein Schlupfloch im Gesetz...
Das Land bei Kronstorf ist laut Kritikern fruchtbar und kann Wasser gut speichern. Da der Bodenschutz in Österreich jedoch kein eigenständiger Rechtsbegriff ist, war für den Bau des Google-Rechenzentrums keine spezielle Genehmigung erforderlich. Ähnlich verhält es sich mit der umliegenden Fauna, da in der Region keine geschützten Arten vorkommen.
Das Rechenzentrum benötigt auch keine spezielle Umweltverträglichkeitsprüfung, weil die Notstromgeneratoren in Oberösterreich nicht als Kraftwerk eingestuft werden.
„Aus rechtlicher Sicht haben sie alles richtig gemacht. Das Problem besteht darin, dass das Gesetz keinen Präzedenzfall für Rechenzentren wie dieses vorsieht. Deshalb wird das Projekt ähnlich eingestuft wie beispielsweise der Bau eines gewöhnlichen Lagerhauses“, erklärt Kopshofer.
In Österreich hat jedes Bundesland seine eigenen Regelungen. Niederösterreich beispielsweise hat laut Der Falter seine Raumplanung angepasst, nachdem die dortige Landesregierung gleich mehrere Anträge auf den Bau kleinerer Rechenzentren erhalten hatte.
Die Demonstranten in Kronstorf fordern nun ebenfalls eine Änderung des Gesetzes. Sie wollen, dass solche Projekte auf Bundesebene genehmigt werden. „In diesem Fall ist es passiert, dass eine kleine Gemeinde, im Grunde ein Dorf, ein derart großes Projekt genehmigen konnte. Darum geht es bei den derzeitigen Protesten zu einem großen Teil“, erklärt Kopshofer, die mit den Aktivisten gesprochen hat.
Der Kronstorfer Gemeinderat Schiefer, der dem Projekt aufgeschlossener gegenübersteht, widerspricht dem allerdings. „Die Gemeinde kann nur Einschränkungen für den Bau selbst festlegen, etwa hinsichtlich seiner Höhe. Andere Aspekte, wie die Auswirkungen auf die Umwelt, werden auf Ebene Oberösterreichs geregelt“, weist Schiefer darauf hin.
Die für die Umweltauswirkungen solcher Projekte zuständigen Behörden in Oberösterreich behaupten ihm zufolge außerdem, dass die derzeitigen Vorschriften ausreichend seien. „Sie sagten, dass die Umsetzung dieses Projekts so umweltfreundlich sei, dass es auch strengere Kontrollen bestehen würde.“
Das gesetzliche Schlupfloch kritisiert gegenüber iROZHLAS.cz allerdings auch sein Parteikollege Kaineder: „Die Genehmigungen auf lokaler Ebene werden zwar von der Gemeinde und den Behörden im Raum Linz bearbeitet, die politische Verantwortung liegt jedoch bei der Landesregierung. Dieses Schlupfloch müssen wir schließen. Es kann nicht sein, dass jede Windkraftanlage bis ins Detail geprüft wird, während riesige Rechenzentren einfach genehmigt werden.“
Die Sozialdemokratie, die derzeit Teil der österreichischen Regierungskoalition ist, könnte diese Änderung laut Kopshofer unterstützen – sie habe sie sogar bereits beantragt. Die Frage sei allerdings, ob das Thema im öffentlichen Diskurs präsent bleiben werde, bis das Parlament nach der Sommerpause wieder zusammentritt.
Widerstand weltweit...
Rechenzentren beziehen große Mengen Energie an einem einzigen Standort, während die Wertschöpfung an anderer Stelle entsteht – im Fall von Google in Kalifornien, weist Der Falter hin.
Neben dem Stromverbrauch wird laut Protivínský im Zusammenhang mit Rechenzentren auch häufig der Wasserverbrauch diskutiert. Dieser verändert sich jedoch mit der technologischen Entwicklung.„Früher wurde häufig mit Wasser gekühlt, das in Rechenzentren beispielsweise einfach verdunstete und deshalb aus Wasserquellen entnommen werden musste. Heute sind Kühlsysteme häufig geschlossen. Insbesondere bei Rechenzentren, die auf künstliche Intelligenz ausgerichtet sind, handelt es sich in der Regel um einen geschlossenen Kühlkreislauf, bei dem praktisch keine Verluste entstehen. Deshalb ist für mich der Stromverbrauch die primäre Frage“, sagt Protivínský.
„Dann kommt es darauf an, ob es sich um eine Region handelt, in der ausreichend Strom vorhanden ist und das Netz diese Belastung verkraftet – beispielsweise weil ein großer Teil der Energie aus Wasserkraft stammt. Wenn das Rechenzentrum auf diese Weise mit Strom versorgt werden könnte und es keine größeren Probleme mit der Kühlung gäbe, müsste das nicht unbedingt so problematisch sein“, fährt Protivínský fort.
Kronstorf entspricht dieser Beschreibung, wie auch Schiefer bestätigt.
Dennoch stößt das Projekt auf Widerstand, der kein rein österreichisches Phänomen ist – auch in den USA gibt es ähnliche Proteste. So verhängte beispielsweise der Bundesstaat New York im Juli laut Der Standard ein Moratorium für neue Rechenzentren.
„In Amerika gibt es Regionen, in denen diese Zentren bereits heute einen Stromverbrauch von mehreren Gigawatt haben. Das ist ein Vielfaches dessen, worüber wir in Österreich sprechen“, sagt Protivínský. Rechenzentren mit einer solchen Leistung könnten seiner Ansicht nach nicht einmal von den tschechischen Kernkraftwerken ausreichend versorgt werden. Solche Zentren gebe es jedoch nur an wenigen Standorten, in den USA beispielsweise entlang der Ostküste.
Digitale Souveränität
Ein Argument für den Bau in Kronstorf ist auch die Stärkung der europäischen digitalen Souveränität.
„Es geht natürlich darum, die Auswirkungen auf der einen Seite gegen das Bestreben abzuwägen, dass Europa technologisch nicht zurückfällt und auch wir über eigene Rechenzentren verfügen“, sagt Protivínský.
Ähnlich argumentiert auch Schiefer. „Wenn wir schnelles Internet und alles Digitale wollen, brauchen wir das. Es ist genauso, wie wenn wir mit dem Flugzeug fliegen oder mit dem Auto fahren wollen – auch das verbraucht Ressourcen. Es hängt davon ab, ob wir es für unsere Lebensqualität brauchen.“
Protivínský ergänzt zur digitalen Souveränität, dass er ein europäisches Unternehmen stärker begrüßen würde. „Ich kann mir allerdings vorstellen, dass in einer Situation, in der es in einem sehr hypothetischen Szenario zu einem gravierenden Zerwürfnis zwischen Europa und Amerika käme und amerikanische Unternehmen aufhören würden, uns ihre Dienstleistungen anzubieten, kaum darauf Rücksicht genommen würde, dass das Rechenzentrum einem amerikanischen Unternehmen gehört.“
„Wenn sie uns ihre Dienstleistungen nicht mehr zur Verfügung stellen würden, käme es darauf an, wo das Rechenzentrum tatsächlich steht. Auch aus diesem Blickwinkel halte ich es weiterhin für sinnvoll, diese Art von Infrastruktur hier zu haben“, fährt Protivínský fort.
Argumente für den Bau in Kronstorf werden daher auch von zahlreichen österreichischen Politikern mit Verweis auf die digitale Souveränität der EU vorgebracht, unter anderem vom Bürgermeister der Stadt, Christian Kolarik (ÖVP), und seinem Parteikollegen Thomas Stelzer, dem Landeshauptmann von Oberösterreich. Stelzer bezeichnete das Projekt bereits früher als Chance, in der Region einen „Hub für Wirtschaft und Innovation“ aufzubauen. iROZHLAS.cz kontaktierte beide, erhielt jedoch keine Antwort.
Letztlich müsse laut Protivínský allerdings berücksichtigt werden, dass KI-Rechenzentren zwar viel Strom benötigen, ihr Verbrauch laut Prognosen der Internationalen Energieagentur bis zum Jahr 2030 jedoch in einer Größenordnung liegen dürfte, die mit dem Stromverbrauch von Elektrofahrzeugen oder Klimaanlagen vergleichbar ist.
Schiefer ergänzt, dass es sich um eine gesellschaftliche Entscheidung handelt. „Wenn wir mehr Digitalisierung wollen, brauchen wir mehr Rechenzentren“, sagt er nüchtern und fügt hinzu, dass wir deshalb darüber nachdenken sollten, was wir tatsächlich brauchen.
Quelle:
https://www.irozhlas.cz/veda-technologi ... 220700_kma
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Mgr. Gabriela Reitingerova
OIŽP - Občanská iniciativa pro ochranu životního prostředí / BIU - Bürgeriniative Umweltschutz
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