Eine Veranstaltung für Freistädter Schulen
Die Explosion im Reaktor von Tschernobyl vor 40 Jahren zerstörte gleichzeitig auch das Image der Atomkraft als saubere und fortschrittliche Form der Stromerzeugung. Die Erinnerung daran hat im Laufe der Zeit nachgelassen und Atomkraft mit ihrer nach wie vor starken Lobby findet so gleichzeitig wieder verstärkt Zustimmung, vor allem unter der Jugend.
Gemeinsam mit atomstopp_atomkraftfrei leben! aus Linz lud das Anti Atom Komitee daher am 23. April Schülerinnen und Schülern zu einer Infoveranstaltung im Salzhof in Freistadt ein. Als Vortragende zur Verfügung gestellt hatte sich die renommierte Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, die durch ihre Art und ihr Wissen überzeugt, im letzten Moment aber wegen eines Unfalls verletzt absagen musste.
Für sie einspringen konnte der ebenso bekannte Sicherheits- und Risikowissenschaftler Nikolaus Müllner. Den rund 350 anwesenden Schülerinnen und Schülern samt Lehrkräften schilderte er unter anderem eindrucksvoll, wie es zu dem Unglück von Tschernobyl kommen konnte.
Im zweiten Teil berichtete Markus Drapalik, ebenfalls Forscher an der Universität für Bodenkultur in Wien über das Zusammenspiel von Energietechnologien und deren Risiken.
„Die Atomindustrie hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer mehr an Boden verloren“, sagt Gerold Wagner vom Anti Atom Komitee. „Dennoch soll uns weisgemacht werden, dass sie für die Energieversorgung eine wesentliche Rolle spielen könnte. Mit ihrer äußerst einflussreichen und omnipräsenten Lobby ist sie damit leider auch sehr erfolgreich.“ „Über die Probleme, die diese Technologie überhaupt erst verursacht, wird dabei immer hinweggegangen. Es ist Teil unserer Aufgabe, vor allem auch die Jugend darauf aufmerksam zu machen und anzuregen, sich die Argumente der Atomlobby genauer anzuschauen und zu hinterfragen“, ergänzt Herbert Stoiber, Geschäftsführer von atomstopp.
„Neben dem Atommüll, den Kosten oder neuen Abhängigkeiten bestehen weiterhin auch die Risiken dieser Technologie und eine weitere Katastrophe, die uns vielleicht sogar noch mehr trifft, kann folglich nicht ausgeschlossen werden“, betonen die beiden.
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Unsere Forderungen
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